Filmkritik The Shallows

Filmkritik: The Shallows – Gefahr aus der Tiefe

Posted: 06/13/2017

Inhalt:

Nach dem Krebstod iher Mutter sucht Nancy einen versteckten Strand, an dem ihrer Mutter gesurft ist, als sie mit ihr schwanger war. Dort angekommen entdeckt sie das Paradies. Wunderschöne Landschaft, tolle Wellen. Mit zwei Jungs surft sie eine Welle nach der anderen. Als die Jungs sie verlassen, entdeckt sie den Kadaver eines Wals, der arg mitgenommen im Meer treibt. Damit kommt sie in das Revier eines weißen Hais, der es fortan auf sie abgesehen hat. Der Überlebenskampf beginnt …

Filmkritik: The Shallows
Cover: Sony Pictures

Originaltitel: The Shallows
Studio: Sony Pictures
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2016
Länge: 87 Minuten
FSK: 12
Regie: Jaume Collet-Serra
Darsteller: Blake Lively, Oscar Jaenada, Brett Cullen, Sedona Legge, …
Genre: Thriller

 

 

Meine Meinung:

Die Story ist wie erwartet simpel: Nancy geht surfen, bleibt allein zurück und wird vom Hai angegriffen. Davor gibt es noch ein paar wirklich schöne Landschaftsaufnahmen und gelungene Surf-Stunts, ehe dann das Grauen aus den Tiefen kommt.

Filmkritik: The Shallows
Szenenbild: Sony Pictures

Blake Lively wird den meisten von „Gossip Girl“ bekannt sein, wo sie als Serene Van Der Woodsen die Hauptrolle innehatte. Nun zeigt sie meines Erachtens, was sie wirklich drauf hat. Aus dem einfachen Plot entspinnt sich eine tolle One-Woman-Show, in der sie mich vollends überzeugen konnte.  Von den 87 Minuten ist sie sicher gute 65-70 Minuten völlig allein auf sich gestellt und spielt die Kämpfernatur. Von ungläubiger Starre, gepaart mit großem Schmerz, zu Verzweiflung, als sie merkt, dass es keine Rettung gibt, bis zum aussichtslosen Überlebenskampf sind alle Facetten dabei – und alle habe ich ihr abgenommen.

Filmkritik: The Shallows
Szenenbild: Sony Pictures
 
Nancy und der Hai

Der Hauptdarsteller ist jedoch ein Hai: Ein riesiges Weibchen, das vom Regiesseur nach und nach enthüllt wird. Die Effekte sind gut gemacht und der Hai durchaus erschreckend. Allein die Vorstellung, mit solch einem aggressiven Tier allein auf weiter Flur zu sein – beängstigend. Und immer wieder könnte es Rettung geben und immer wieder scheitert es. Nancy wird konsequent von der Außenwelt abgeschottet, ist völlig auf sich allein gestellt. Nunja, nicht ganz. Eine kleine, ebenfalls verletzte Möwe leistet ihr Gesellschaft, ein süßes Gimmick. So kümmert Nancy sich als Ex-Medizin-Studentin nicht nur selbst um ihre Wunden, was durchaus recht blutig ist, sondern auch um die von „Steven Seagull“, eine Möwe, die sich gemeinsam mit ihr auf einen Felsen gerettet hat. Ein Punkt, der Nancy sicher bei Verstand hält.

Dann kommt das Finale

Ziemlich an den Haaren herbeigezogen, aber durchaus spannend. Da kommt aber auch der Punkt, der mich am meisten an dem Film gestört hat: Es war in meinen Augen nicht konsequent. Ich hätte mir da ein wesentlich anderes Ende gewünscht. Ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten unterhaltsamen Film.

Filmkritik: The Shallows
Szenenbild: Sony Pictures
Logik steht nicht an erster Stelle bei „The Shallows“

Natürlich ist Logik in diesem Genre fehl am Platz, wer das sucht, sollte die Finger davon lassen. Es gibt mehr als genug Plotholes, z.B. ihre Standhaftigkeit trotz ihres verletzten Beines oder dass in manch einer Situation mal eben das Trommelfell geplatzt wäre. Vom Verhalten des Hais abgesehen.  Trotzdem habe ich diesen Film genossen. Ich hatte hohe Erwartungen und die haben sich bestätigt. Es war spannend, mitreißend und Blake Lively hat mich mehr als überrascht. Diese Leistung hätte ich nicht erwartet.

Wer sich also von tollen Bildern berieseln lassen und mitfiebern möchte, ist bei diesem Film genau richtig. Endlich mal wieder ein guter Hai-Schocker. Wobei mich die Altersfreigabe ab 12 doch etwas wundert …

Fazit:

Mitreißende One Woman Show

Trailer:

(c) Kinocheck

*Affiliate Link
 

No Comments

Leave a Reply