Ich und mein Blog

Ich und mein Blog – der Mensch dahinter

Posted: 08/13/2017

Mit „Ich und mein Blog“ möchte ich mich an einer Aktion beteiligen, die derzeit durch die Bloggerwelt geistert und die ich toll finde.  angeltearz liest hat mit „Du und dein Blog“  etwas ins Leben gerufen, das zeigen soll, dass hinter den Blogs auch Menschen stehen. Menschen mit Gefühlen.

Ich mag eine kleine Bloggerin sein, aber auch ich habe schon viel von Neid und Missgunst in der Bloggerszene (und leider nicht nur da) mitbekommen – und bin absolut dagegen. Nicht nur, dass ich nicht so bin, aber in der Anonymität des Internets wird oft vergessen, dass hinter jedem Beitrag und hinter jedem Post ein Mensch sitzt. Und diese Menschen sind es, die zählen.

Daher mache ich liebend gern mit und danke Steffi an dieser Stelle dafür und zitiere sie: „Wäre ein Miteinander nicht einfacher, als ein Gegeneinander?“

Wer bist du? Stell dich vor!

Ich und mein BlogMein Name ist Phoebe (gut, nicht mein Geburtsname – aber er steht im Personalausweis), ich bin mittlerweile 28 Jahre alt und komme aus dem schönen Frankenland (für die Nichtkenner: das ist in Bayern). Nachdem ich mein gesamtes Berufleben in der Automobilbranche verbracht hatte, habe ich letztes Jahr meinen Job gekündigt und arbeite nun in der Buchbranche, als MItarbeiterin im Verlag und als Autorin. Vor über 11 Jahren habe ich meinen Traummann gefunden, der seitdem all meine Macken (und das sind nicht gerade wenige) erträgt und mich einfach so nimmt wie ich bin – und mich dazu wunderbar ergänzt.

Ich liebe Bücher, Serien, Filme, Schreiben, Reisen, Schnorcheln, Fotografie, Tiere. Dagegen bin ich allerdings auch introvertiert und fühl mich in meiner Wohlfühloase (Zuhause) am wohlsten. Mehr zu mir gibt es auf der Seite About.

Auf meinem Blog lege ich mich auf nichts fest. Er ist ein kunterbunter Mix meiner Interessen, was natürlich für viele abschreckend sein kann. Aber das, was einen nicht interessiert, muss man ja nicht lesen.

Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich blogge seit Ende 2010. Ich war damals in einem Forum aktiv, in dem ich in einer Art Tagebuch meine Meinung zu Beautyprodukten, Büchern, Filmen und Musik kundgetan habe. Die dortigen Leser (war eine tolle Truppe!) meinten daraufhin, ich sollte doch einen Blog eröffnen, das würde viel mehr Leute interessieren. Irgendwann habe ich es tatsächlich gewagt und Thoughts of Moon wurde geboren.

Ich und mein Blog

Viele Jahre führte ich diesen Blog, mal schlecht, mal recht. Irgendwann war ich jedoch nicht mehr zufrieden damit. Es dauerte lange, bis ich herausfand, warum nicht: Es war nicht mehr ich. Sechs Jahre sind eine lange Zeit und in den sechs Jahren habe ich mich natürlich verändert. Bin erwachsener geworden. Habe das Schreiben für mich entdeckt. Das düstere passte nicht mehr zu mir, der Stil passte nicht mehr. Also entschloss ich mich für einen Neuanfang und eröffnete im März 2017 PM thinks. Neuer Name, der zu mir und meinem Leben passt. Ich bin angekommen.

Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Jein. Meine Familie wusste es nie, da ich es immer getrennt gehalten habe. Warum? Weil ich wusste, dass es niemanden interessiert. Ich habe eben andere Interessen als der Rest. Andererseits habe ich viele Leute erst dank des Blogs kennengelernt und die unterstützen mich, besonders beim Relaunch hat manch einer starke Nerven bewiesen. Mittlerweile gehe ich auch offener damit um und mache kein Geheimnis mehr um die Person dahinter.

Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Sehr viel. Fast etwas zuviel. Aber ich liebe den direkten Austausch mit den Lesern. Auf Facebook z.B. kann man viel einfach schnell posten und die Meinungen anderer erfahren. Sachen, die informieren, wie z.B. Neustarts von Serien, die keinen eigenen Beitrag hier benötigen. Auf Instagram veröffentliche ich gerne Bilder von Büchern, die ich lese, Filme, die wir schauen oder auch Mahlzeiten, die wir gekocht haben. Und Twitter versuche ich aktuell noch auszubauen. Überall gibt es eigentlich alles, was mich so interessiert. PM thinks eben. (Die Links findet ihr in der Sidebar – würde mich über einen Besuch freuen!)
Und wer sich für die Beiträge hier interessiert, ist gerne eingeladen, mir per Mail zu folgen – so verpasst ihr nichts.

Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen?
(Trau dich und sei ehrlich)

Dinge, die völlig unnötig sind: Neid. Arroganz. Das sind die Dinge, auf die ich am häufigsten treffe.

Einige sind sich selbst der Nächste, das ist eine Einstellung, die ich nicht teile. Vielleicht bin ich auch einfach zu naiv, ich bin mit solchen Menschen (nicht in der Bloggerwelt) leider schon oft auf die Nase geflogen, weswegen ich vorsichtiger geworden bin, was mir wiederum auch nicht gefällt. Ich wünsche mir mehr Miteinander. Teilen fremder Beiträge, Hilfe untereinander, Kommunikation. Daran muss ich auch noch arbeiten, muss mich also auch selbst an die Nase packen.

Dass die großen Blogger auf ihre Leser eingehen, denn ohne die wären sie nichts. Leider auch schon zu oft gesehen.

Bettelei und die Gratis-Einstellung.
Diejenigen, die nur bloggen, weil sie sich irgendwas davon erhoffen. Abgreifer, die schnell einen Blog basteln, am besten noch mit geklauten Rezensionen, etc. Die gehören für mich allerdings nicht zur Bloggerwelt.

Nur weil man einen Blog hat, heißt das nicht, dass einem nun die Gratis-Artikel um die Ohren geworfen werden. Auch dafür muss man etwas „bieten“. Gute Artikel, ansprechendes Design – aber viele wollen einfach nur abgreifen. Das ist etwas, das ich nicht mag.

Und was ich oft erlebt habe: Man ist nur interessant, wenn man sich für den Blog des anderen interessiert und da fleißig kommentiert, etc. Bei jedem ist es doch so, dass man nicht soviel Zeit hat, wie man gern hätte und somit leider nicht alles kommentieren kann. Aber wenn ich einen Blog mag, mag ich ihn – und nicht, weil ich mir davon was erhoffe. Andere scheinen da oftmals mehr Hintergedanken zu haben …

Ich wünsche mir keine Angst, dass neue Blogger einem den Status klauen könnten – es gibt für jeden Platz, weil jeder anders ist. Einzigartig. Wer unzufrieden mit seinem Blog ist, sollte daran etwas tun und nicht auf andere schielen.

Das sind Dinge, die mir so auffallen und von denen ich mich dann recht schnell abwende, wenn ich etwas mitbekomme. Das Bloggen ist ein Hobby, kein Wettkampf.

Und was magst du an der Bloggerwelt?

Die Menschen. Es gibt so tolle Menschen, Verrückte wie ich (*wink*), die die gleichen Interessen haben.

Die Vielfalt. Es ist für jeden was dabei.

Informationen. Ob Rezensionen, Filmkritiken, neue Serien – ich halte mich viel über Blogs auf den Laufenden.

Authenzität. Echte Meinungen von echten Menschen. Ich mag die lebensnahen Blogger.

Die schönen Seiten überwiegen die negativen einfach – man muss das Negative ja nicht in sein Leben lassen.

Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“ oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Ich lege mich wie auch auf dem Blog auf nichts fest, daher „wildere“ ich überall etwas.

Ich mag Elternblogs, obwohl ich keine Mama bin und auch keine werde, aber sie schildern das Leben ungeschönt.

Reiseblogs, weil ich gerne die Welt sehen möchte.

Foodblogs, weil ich mir gerne Anregungen hole.

Film- und Serienblogs.

Viele Buchblogs, natürlich, aber teilweise auch die, die gar nicht meine Genres lesen. Einfach weil sie sehr unterhaltsam sind.

Ich sag’s mal ganz einfach:  Was mich interessiert, wird geklickt.
Leider ist das teilweise viel zu viel, wodurch ich manchmal gar nicht Zeit habe, alles zu lesen und alles zu kommentieren.

Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Klar hab ich die. Sehr viele, aber hier eine kleine Auswahl (ein paar von denen haben mich sogar auf die Aktion „Ich und mein Blog“ gebracht):

Bibliophilie Hermine

Books – The Essence of life

Geile Zeile – der Buchblog

Familienbetrieb

Lesen im Mondregen

2KindChaos

Trallafittibooks

Büchersüchtig

Tilly Jones

Inflagranti Jack

Fuchsias Weltenecho

I need sunshine

 

Wenn euch die Idee gefällt, macht doch bitte mit. „Ich und mein Blog“ ist eine Aktion, die sich für uns Blogger interessiert – Miteinander statt Gegeneinander.
Also verlinkt gerne eure Beiträge, wenn ich euch dazu angeregt habe.

8 Comments

  • Buchbahnhof 08/13/2017 at 19:18

    Hallo Phoebe,
    einen schönen Beitrag hast du zur Blogparade gechrieben. Nun kennt man dich noch ein bisschen besser.
    Ich sehe das wie du: Mag ich einen Blog, dann besuche ich ihn und kommentiere da regelmäßig, wenn ich was zu sagen habe. Ich freue mich zwar, wenn es zu einem Austsuch kommt und man sich näher kennenlernt und gegenseitig besucht, aber es ist für mich nicht entscheidend. Ich selbst habe ich Blogger, die immer wieder bei mir kommentieren, bei denen ich aber (aufgrund völlig anderen Lesegeschmacks) selten kommentiere. Irgendwie gleicht sich das alles doch immer wieder aus.
    Hab einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche
    LG
    Yvonne

    Reply
    • Phoebe 08/15/2017 at 11:24

      Hallo Yvonne,

      vielen Dank <3

      Ich gebe zu, ich hinke auch viel Lesen hinterher - aber die Zeit ist eben auch ein Faktor, den man bedenken muss. Aber alle Blogs, die ich mag, verfolge ich, eben weil ich sie mag.
      Ich habe auch Bekannte, deren Blog mir jetzt nicht so gefällt. Dann ist das eben so. Ich verlange doch auch von niemanden, dass er meinen jetzt uuuunbedingt lesen muss, nur weil man sich kennt.

      Man sollte das lesen und machen, was einem gefällt, und nicht aus irgendeiner "Pflicht" heraus.

      Ich wünsche dir ebenfalls eine angenehme Woche! Ich schreibe mal ein bisschen 😉

      Liebe Grüße

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  • Manuela 08/13/2017 at 19:20

    Huhu Phoebe, ein schöner Artikel, der mir wie viele andere der Blogparade, aus der Seele spricht.

    Reply
    • Phoebe 08/15/2017 at 11:20

      Danke, liebe Manuela <3 Wir beide sind uns oft einig! 🙂

      Liebe Grüße

      Reply
  • Steffi 08/13/2017 at 19:36

    Hey Phoebe,
    vielen Dank fürs Mitmachen. 🙂

    „Das Bloggen ist ein Hobby, kein Wettkampf.“ Das unterschreibe ich! Das ist auch etwas, was mich am Meisten stört. Aber leider ist es im Leben ja auch so. Ein wenig Kampf…

    Hab einen tollen Abend!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    Reply
    • Phoebe 08/15/2017 at 11:15

      Hallo Steffi,

      sehr gerne – es ist eine tolle Aktion! <3

      Eben weil man es überall im Leben hat, braucht man es nicht noch bei seinem Hobby. Daher halte ich mich bei so etwas raus und kann es absolut nicht nachvollziehen.

      Liebe Grüße

      Reply
  • Judith Gridl 08/14/2017 at 21:56

    Ich habe alles gelesen, obwohl ich gar keine Bloggerin bin. Aber neugierig und wolltenwissen, was dich eskalieren ließ (dein ig Post von heute). Du hast so Recht mit Neid und Missgunst und deshalb bin ich viel mehr auf ig als auf fb. Ein schöner Blogbeitrag, danke

    Reply
    • Phoebe 08/15/2017 at 11:08

      Hallo Judith,

      Es freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat, danke!

      Ich ziehe mich von solchen Dingen meist schnell zurück, wenn ich etwas mitbekomme, weil ich so etwas gar nicht mag. Das gehört für mich nicht dazu. Ich will Spaß haben und mich nicht runterziehen lassen. Das Leben ist ernst genug.

      Instagram mag ich auch sehr, leider ist Zeit echt ein böser Faktor 😉

      Liebe Grüße

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