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Rezension: Begin again von Mona Kasten

Begin Again von Mona Kasten
Cover: Lyx Verlag

Autorin: Mona Kasten
Teil 1 der Again-Reihe
Verlag: Lyx
Seitenanzahl: 496
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 12,99 €
Genre:
Liebesroman

 
Vielen lieben Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar!
 

 

Inhalt:

Allie zieht nach Woodshill, um ein völlig neues Leben zu beginnen. Sie will studieren, um Lehrerin zu werden. Und sie will weg von ihren Eltern und ihrer Vergangenheit. Doch bereits die Wohnungssuche gestaltet sich schwierig, sodass sie letztendlich bei Kaden landet, der sie eigentlich gar nicht bei sich haben will. Er stellt jede Menge Regeln auf, die verhindern sollen, dass die beiden sich näher kommen – nur um sie nach und nach langsam zu brechen … Doch auch er schleppt jede Menge Ballast mit sich herum.

Meine Meinung:

Hachja … Warum muss man es mir so schwer machen? Wieder ein Buch, das mich zwiegespalten zurückgelassen hat.

Alles in allem habe ich für knapp 500 Seiten fast einen Monat gebraucht – denn es hat mich nie wirklich angezogen, sodass ich mir Zeit genommen hätte.
Die Geschichte hat sich gezogen, obwohl es gleichzeitig viel zu schnell ging. Die Gefühle entwickelten sich zu schnell, mir war, als würde die Autorin durch die Seiten rasen. Es wurde zu schnell geliebt, zu schnell innige Freundschaften geschlossen, zu schnell vergeben. Ich konnte alles nicht wirklich nachvollziehen.
Und die Story? Die war ziemlich vorhersehbar. Braves Mädchen aus gutem Hause flieht aus eben diesem – aus mehreren Gründen, wobei der schockierendste eben auch der vorhersehbarste war.

Kaden wiederum wurde im Klappentext als Bad Boy dargestellt. Verkauft man ohne diese zwei Wörter Bücher nicht mehr? Oder ist man heutzutage automatisch „böse“, wenn man Tattoos hat?
Kaden ist das genaue Gegenteil. Obwohl er versucht hat, sich ein dickes Fell und eine raue Schale anzueignen, merkt man von Anfang an, dass das nur ein Schutzschild ist. Nur Schutz wovor? Das war die wirkliche Überraschung des Buches, da wäre ich niemals drauf gekommen und kann nur sagen: Wow. Schlag in den Magen für alle Beteiligten.

Genau deswegen bin ich froh, dass ich das Buch weitergelesen habe, obwohl ich mehrmals dabei war, aufzugeben. Die Geschichte zieht sich und über lange Teile passiert wenig bis nichts, nur das übliche, das man von anderen Büchern kennt. Missverständnisse, Tränen, das ewige Hin und Her.

Warum bin ich dann drangeblieben? Weil die Autorin trotz aller Vorhersehbarkeit liebenswerte Charaktere geschaffen hat. Ich mochte Allie, Kaden, ich liebe Spence und Dawn und Scott – sie alle gehören zu diesem Buch und machen einen Großteil davon aus. Sie mögen oberflächlich gehalten sein und kaum Ecken und Kanten – aber das passt zu der Geschichte. Ich mochte sie einfach – sie stehen füreinander ein, komme was mag. Wenngleich auch das wieder zu schnell ging, aber hey: Man kann nicht nur meckern.

Letztendlich war es ein stellenweise zähes Lesevergnügen ohne wirklich Highlights, nur durch die Charaktere am Leben gehalten – dennoch lohnt es sich, bis zum Ende durchzuhalten.
Die Bewertung fiel mir daher recht schwer, denn schlecht ist dieser Roman nicht – er plätschert eben einfach so vor sich hin.

Fazit:

Liebe Charaktere halten die Story am Leben

 
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Rezension: Mind Control von Stephen King

Mind Control von Stephen King
Cover: Heyne Verlag

Autor: Stephen King
Originaltitel: End of Watch
Teil 3 der Bill Hodges-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 528
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 18,99 € | Hardcover 22,99 €
Genre: Thriller, Horror

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 Mein Dank gilt dem Heyne Verlag für die Zusendung des Buches!
 
 
 


Inhalt:

Mr. Mercedes ist noch am Leben – und bösartiger denn je. Brady Hartsfield liegt angeblich teilnahmslos auf der neurologischen Station, von seinem Arzt von der Justiz abgeschirmt und mit experimentellen Medikamenten behandelt. Doch sein Gehirn hat sich weiterentwickelt und schmiedet einen Plan, der ihn doch noch in die Geschichte eingehen lassen soll – und ihm Gerechtigkeit bringen soll.
 

Meine Meinung:

Die Finders Keepers sind zurück! Und kämpfen gegen ihren alten Feind, Brady Hartsfield.

Als hätte es „Finderlohn“ nie gegeben, formiert sich rund um Hodges seine alte Bande – sie sind wieder vereint. Und brauchen ihre Stärke mehr denn je! 
 
Von der Hodges-Trilogie ist man eigentlich Realismus gewohnt, keine übernatürlichen Wesen, keine Monster, nur die Menschen selbst. Aber im dritten (und letzten) Teil kann der Meister doch nicht aus seiner Haut und verpasst seinem Monster Mr. Mercedes übersinnliche Fähigkeiten. Man bekommt hautnah mit, wie Brady Hartsfield sie entwickelt, erstmals einsetzt und sie schließlich kontrollieren kann und damit den ultimativen Coup plant.Genau wie Band 1, Mr. Mercedes, ist dieses Buch extrem spannend.
Auch hier ist man wieder auf beiden Seiten, man weiß, was Brady plant und sieht dabei zu, wie sich langsam das Begreifen auf Hodges Gesicht ausbreitet, wenngleich er sich dagegen wehrt.
Und man beginnt selbst zu überlegen: Ist so etwas möglich? Realität vermischt sich mit der Phantastik und das mehr als gekonnt.
Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen: Hollys Ticks, Hodges fürsorgliche Art und man lächelt, wenn Jerome mal wieder seinen alten Slang auspackt. Und selbst Brady erkennt man wieder und hasst ihn wie eh und je, besonders, wenn man dabei ist, wie er Menschen in den Selbstmord treibt.
 
Mein einziger Wermutstropfen ist das (gewollt) vorhersehbare in diesem Roman. Schon am Anfang weiß man, wie es enden wird, und der obligatorische Schneesturm hat mir nur ein genervtes Seufzen entlockt. Muss es denn wirklich immer ein Sturm zum Showdown sein?
 
Dennoch ist dieses Buch ein toller Abschluss der Hodges-Trilogie und ich muss sagen, dass die Finders Keepers mir fehlen werden. Macht’s gut!
 
Noch etwas in eigener Sache: Warum muss man englische Titel mit englischen Titel versehen, statt die Originaltitel beizubehalten? Band 1 englisch, Band 2 deutsch, Band 3 wieder englisch – muss das wirklich sein, lieber Heyne Verlag?

Fazit:

It’s the end of watch

 
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Rezension: Baseball Love: Liebe auf den ersten Schlag von Saskia Louis

Baseball Love: Liebe auf den ersten Schlag von Saskia Louis
Cover: Amazon

Autor: Saskia Louis
Teil 1 der „Baseball Love“ – Reihe
Verlag: Digital Publishers
Seitenanzahl: 337
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 4,99 €
Genre: Liebe, Chick-Lit

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Vielen Dank an Fr. Papacek und Digital Publishers für das Rezensionsexemplar!

 

Inhalt:

Emma hat große Pläne: Sie will sich als Eventmanagerin selbstständig machen. Als ihre Firma sie von Deutschland in die Staaten versetzt, sieht sie das als Chance, Fuß in der High Society von Philadelphia zu fassen. Dort trifft sie auf den Baseball-Star Luke Carter – ihrem bisher einzigen One-Night-Stand. Obwohl sie ihn nicht leiden kann, flattern die Schmetterlinge bei seinem Anblick. Und als er ihr den verrückten Vorschlag macht, seine Alibi-Freundin zu mimen, wird alles von ihr abverlangt …

Meine Meinung:

Die Idee dieses Romans ist sicherlich nicht neu und verspricht lockere, lustige Unterhaltung. Schlagfertige Dialoge, verhängnisvolle Situationen – einfach alles, was die Klischeekiste so hergibt. Damit habe ich gerechnet.

Womit ich nicht gerechnet habe, war, dass einfach alles in diesem Roman konstruiert war. Von der zufällig in Philadelphia lebenden Schwester, dem zufällig deutschen Baseballstar, der zufälligen Versetzung, dem zufälligen Wiedersehen (Auto kaputt), etc. Natürlich muss eine Story von einem zum anderen führen – aber hier merkt man, dass einfach alles geplant war.

Und so ging es mir mit den Charakteren. Für mich lebten sie nicht. Sie folgten ihrem Skript, das gewollt komisch daherkam. Die Dialoge sollten spritzig sein, was bei mir aber nicht ankam. Er war ein Macho, wie er im Buche stand, ich konnte einfach keine Sympathie für ihn aufbringen, auch wenn er durchaus menschlich wirken sollte. Sie war zwar nicht das typische Püppchen, aber kaum war sie bei ihm, schien ihr Hirn auszusetzen.

Es war ein ewiges Hin und Her bei beiden zwischen: Ich will und ich will nicht. Die Perspektiven switchten zwischen den beiden (auch mitten im Kapitel), sodass man Einblick in beide bekam – was aber nicht wirklich half. Sie blieben blass und … konstruiert. Zumal sie sich innerhalb einer Seite häufig widersprachen. Luke will die Finger von ihr lassen, überlegt dann aber, dass er viel Zeit hat, sie ins Bett zu kriegen, nur um zwei Sätze später zu sagen, dass es schwer wird, die Finger von ihr zu lassen. Das war dann der Punkt, wo ich schweren Herzens aufgegeben habe.

Selten habe ich so lange für so wenige Seiten gebraucht, es hat sich gezogen und ich hatte keine Lust, die Geschichte der beiden weiterzuverfolgen. Dabei war der Schreibstil gar nicht mal so schlecht. Nur hätte das Lektorat definitiv sorgfältiger arbeiten müssen.

Es ist durchaus legitim, wenn man bei einem solchen Roman sein Hirn ausschalten kann, das genieße ich sogar ab und an. Dass diese Geschichten meist gestellt sind, ist auch klar. Aber dennoch möchte ich mit den Charakteren mitfühlen, egal auf welche Art und Weise. Und Luke & Emma fehlte einfach das Leben. Sie wurden geschaffen und folgten dem Skript durch eine konstruierte Situation in die nächste – nicht mehr und nicht weniger.

Fazit:

Nach 60 % abgebrochen

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Rezension: Das Spiel – Opfer von Jeff Menapace

Cover von Heyne Hardcore

Autor: Jeff Menapace
Originaltitel: Bad Games
Teil 1 der „Das Spiel“ – Reihe
Verlag: Heyne Hardcore
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,99 €
Genre: Thriller

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Vielen Dank an Fr. Fritsch und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

 

Inhalt:

Die Familie Lambert macht sich auf an den Crescent Lake, um ein erholsames Wochenende voller Spiel, Spaß und Freude zu genießen. Die Farelli-Brüder möchten ebenfalls eine vergnügliche Zeit verbringen. Ihre Mitspieler haben sie sich bereits ausgesucht: die Lamberts. Nur dass beide Familien nicht die gleiche Art von Spiel im Sinn haben …

Meine Meinung:

Wer muss bei der Beschreibung nicht an den (die) Film(e) Funny Games denken? Ich definitiv und genau deswegen war ich so neugierig auf das Buch.
Psychopathen treffen auf Familie und wollen ein Spiel spielen … Da steckt doch enorm viel Potenzial dahinter. Viel Thrill, viel Gemetzel, hach, mein blutrünstiges Herz schlug ganz schnell.

Schon nach wenigen Seiten war ich voll dabei, denn Jeff Menapace schreibt sehr flüssig und unheimlich mitreißend. Er hat interessante Charaktere kreiirt, und endlich mal ein Paar, das nicht nach vielen Ehejahren die Nase voll von einander hat, sondern noch frisch verliebt agiert.
Und gleich zu Beginn treffen Patrick und Amy auf Arty, einem Penn-State-Fan, der ihnen eine Ladung Sprit spendiert. Nett, oder? Nur ist niemand auf der Welt einfach nur nett.

Ab da nimmt das Unheil seinen Lauf und manches Mal wäre ich wirklich gerne ins Buch geklettert und hätte Patrick mal so richtig durchgeschüttelt. Bei all den seltsamen Vorkomnissen, die sich häuften, hätte ich schon längst Reißaus genommen. Notfalls auch von meinem Mann, wenn der das nicht verstanden hätte. So baut sich nach und nach Spannung auf und man weiß genau, was kommen wird – kann aber nicht anders, als eine Seite nach der anderen umzublättern.

Gut gelungen finde ich, dass nicht nur die Lamberts ihre Sichtweise der Geschichte schildern, sondern man auch Arty und Jim Farelli bei ihren Planungen über die Schulter schauen lässt – und dabei in kranke Gehirne blickt. Die beiden sind sehr interessant (wie alle Psychopathen irgendwie) und besonders das Machtgefüge zwischen den beiden fand ich gut geschildert.

Das einzige, was meinen Blutdurst etwas enttäuscht hat, war, dass eigentlich dennoch relativ wenig wirklich passierte. Ein paar Vorkommnisse, die definitiv ein Gefühl der Beklemmung erzeugten, aber erst gegen Ende geht es richtig zur Sache. Und dass dann aber leider etwas überstürzt. Vom Showdown war ich sehr enttäuscht, hatte einen richtigen Knall erwartet.

So ist der Thriller mehr auf Thrill statt auf Grauen ausgelegt, wo ich etwas anderes erwartet hatte, und die Story auch definitiv etwas mehr Grauen vertragen hätte. 

Nur das Ende, das ist sowas von nach meinem Geschmack. So müssen solche Bücher enden und nicht anders. Dafür gibt’s sogar ein Extrasternchen. Man liest und liest und liest (in meinem Fall war das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen) und dann schließt man das Buch doch mit einem Lächeln.

Fazit:

Anders als erwartet

 
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Rezension: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Leviathan

Cover: S. Fischer Verlag

Autor: David Levithan
Originaltitel: Every Day
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 8,99 € | Hardover 16,99 €
Genre: Jugend, Liebe, Drama

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Inhalt:

A führt ein außergewöhnliches Leben. Denn jeden Tag ein anderes. Nie weiß er, in welchem Körper er erwacht, nie weiß er, wessen Leben er ein Tag lang führen wird. Und es ist ihm egal, er hält einfach durch, Tag für Tag. Denn es ist sein Leben. Bis er Rhiannon trifft, die ihm zeigt, dass es nicht egal ist, kein eigenes Leben zu haben.

Meine Meinung:

Was für ein erfrischend anderes Buch, was für eine interessante Idee.

Jeden Tag in einem neuen Körper aufzuwachen, sich an neue Gesichter und neue Eigenarten zu gewöhnen. Das ist As Leben. Doch wie kann man so ein eigenes Leben führen, sich verlieben und glücklich werden, wenn man doch am nächsten Tag meilenweit entfernt sein kann?

A ist ein spannender Charakter, viel reifer als für 16 Jahre üblich. Nicht männlich und nicht weiblich, hat er (ich nenne es dennoch mal so) jeden Tag ein anderes Geschlecht und Aussehen. Und dennoch ist er im Inneren der Gleiche. Er kann den Menschen ihre Geschichten ansehen, aus den Menschen lesen und sammelt weitaus mehr Erfahrungen, als er es in diesem Alter sollte.
Er versucht, das Leben seines Körpers nie zu beeinträchtigen, keine Spuren zu hinterlassen und keine Veränderungen zu bewirken.

Bis er eines Tages Justin ist und sich in dessen Freundin verliebt. Ab da stellt er alles in Frage und ist bereit, jedes Leben eines jeden Jugendlichen zu verändern. Und hat er nicht irgendwo auch das Recht dazu? Selbst glücklich zu werden?

Eine sehr spannende Geschichte, tiefgründig und doch durch den Autor leicht umgesetzt. Der Leser lebt mehrere Leben, indem er A in jedes davon begleitet. Ob Junkie oder Depressiver, Schönheitskönigin oder unscheinbares Sklavenkind. Und zieht aus jedem seine Erfahrungen und teilt sie mit uns. Und erst, als er Rhiannon kennenlernt, ist er bereit, sich selbst ein Leben zuzugestehen und bringt seinen Körper dadurch teilweise auch in Schwierigkeiten – und hinterlässt Spuren.

Es wird spannend, berührend, witzig – es ist einfach ein sehr gelungenes Jugendbuch, endlich mal etwas anderes. Und irgendwie hofft ein Teil von mir auf eine Fortsetzung …

Fazit:

Hunderte Leben oder doch lieber nur eines?

 

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