Rezension: Frag nicht nach Sonnenschein von Sophie Kinsella

Rezension: Frag nicht nach Sonnenschein von Sophie Kinsella
Cover: Goldmann

Autor: Sophie Kinsella
Originaltitel: My not so perfect life
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsjahr:2012
Preis: eBook 8,99 € | Klappbroschur 9,99 €
Genre: Chick-Lit

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Inhalt:

Katie Brenner hat nur ein Ziel: in London erfolgreich sein. Wie ihre Chefin Demeter. Beruflicher Erfolg, elegante Feiern, ein schönes Haus und eine tolle Familie. Stattdessen darf sie Demeter den Absatz färben und wird danach auch noch gefeuert. Ohne Zukunftsperspektive kehrt sie zurück in ihre Heimat Somerset. Dort hilft sie ihrem Vater, seinen Hof in ein erfolgreiches Glamping-Ziel zu verwandeln – jedoch ohne zu verraten, dass sie ohne Job ist. Nur lockt die erfolgreiche Farm auch Demeter mit ihrer Familie an … 

Meine Meinung:

Ein neues Buch aus der Feder von Sophie Kinsella! Da freut sich mein Fan-Herz. Und die Story verspricht wirklich viele Turbulenzen. Umso besser!

In der Hinsicht „liefert“ Kinsella auch wie erwartet. Skurrille Charaktere, Seitenhiebe gegen den heutigen Instagram-Wahn und den Drang, ein Leben vorzuspielen, das man nicht lebt. Dazu passende Situationskomik und schon wird man bestens unterhalten.

Die heutige Gesellschaft wird herrlich auf den Arm genommen, der ganze Bio- und Ernährungswahn ebenso wie Yoga und Co. Immer auf der Suche nach dem neuesten Trend, immer zeigen, was für ein tolles Leben man doch führt. Instagram ist der beste Freund und beruflich erfolgreich sein das A und O. Und wenn man dafür eben seine Herkunft und sein wahres Ich verleugnen muss …

Katie denkt zu Beginn eben auch so und es tat mir weh, zu lesen, wie sie sich verstellte, um angenommen zu werden. Denn durch die Londonerin Cat schien immer auch die echte Katie. Sie ist ein sympathischer Charakter und erzählt uns ihre Sicht der Dinge, weswegen es mir gefiel, zu sehen, wie sie langsam zurück zu sich selbst findet. #mynotsoperfectlife sag ich nur. Und nicht nur sie, auch andere entdecken plötzlich, dass Erfolg nicht alles im Leben ist und es auch noch auf andere Dinge ankommt. 

Mir hat dieser kritische Blick sehr gut gefallen, denn Kinsella nimmt damit einen Wahn auf die Schippe, der schon längst gebräuchlich geworden ist. Und das auf sehr unterhaltsame Art und Weise und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger – dennoch regt es zum Nachdenken an.

Frag nicht nach Sonnenschein von Sophie Kinsella arbeitet mit vielen Klischees. Es gibt sehr viele davon – aber sie sind auf vergnügliche Art und Weise eingesetzt. Weshalb der überraschend nicht überraschende Twist auch irgendwie zur Geschichte passt und sie abrundet.

Was mir allerdings gefehlt hat, war diesmal eine gute Lovestory. In jedem bisherigen Roman gab es eine verzwickt-romantische Liebesgeschichte, das gehört zu Kinsella wie der Humor. Auch in „Frag nicht nach Sonnenschein“ gibt es eine, aber sie hatte keinen Charme und nahm auch nicht viel Platz ein, weswegen ich es beim Inhalt gar nicht erwähnt habe. Ich bin ein großer Fan von Luke, Sam und den anderen, aber Alex hier ist ein seltsam blasser Charakter. Er ist steif, obwohl es dargestellt wird, als wäre dem nicht so und zwischen ihm und Katie funkt es meiner Meinung nach kein bisschen. Die beiden hatten keine Chemie miteinander, ich mochte die Szenen einfach nicht.

Es hätte der Story nicht geschadet, wenn dieser Aspekt weggefallen oder, noch besser, Katie ein passender Gegenpart gegeben worden wäre. So hat es der Geschichte nur geschadet und sich für mich als großer Minuspunkt herausgestellt.

Nichtsdestotrotz bin ich durch die Seiten geflogen, habe geschmunzelt, den Kopf geschüttelt, genickt und über die heutige Gesellschaft nachgedacht. Das Buch gestaltete sich als unterhaltsame Lektüre – trotz Alex Astalis.

Fazit:

Unterhaltsame Seitenhiebe gegen die Gesellschaft

 
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