ProtaInterviewLiliennächteKT

Rezension: Hansetochter von Sabine Weiß

Hansetochter von Sabine Weiß
Cover: Bastei Lübbe

Autorin: Sabine Weiß
Teil 1 der Hansetochter-Reihe
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 592
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 8,49 € | Taschenbuch 10 €
Genre: historisch

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Vielen Dank an Blogg dein Buch und Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

 

 

Inhalt:

Henrike Vresdorp ist die Tochter eines angesehenen Kaufmanns in Lübeck und lebt in einer heilen Welt – bis ihr Vater umgebracht wird. Sie und ihr Bruder Simon kommen beim unbeliebten Onkel unter, der zudem auch alle Geschäfte seines Bruders übernimmt. In Henrike keimt ein schrecklicher Verdacht …

Meine Meinung:

Für dieses Buch habe ich mit seit Ewigkeiten einmal wieder bei Blogg dein Buch beworben und mich sehr gefreut, dass ich den Zuschlag bekam. Ich lese sehr gerne historische Romane, noch dazu aus der Zeit des Mittelalters (auch, wenn es sich hier schon dem Ende entgegen neigt) und bin immer auf der Suche nach neuen, guten Autoren in diesem Genre, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass es ein eher schwieriger Bereich ist.

Leider muss ich sagen, dass sich auch dieses Buch in die Reihe der Enttäuschungen gesellt hat. Voller Vorfreude schlug ich es auf und musste bereits auf den ersten Seiten stutzen: Es liest sich eher wie ein Gegenwartsroman statt wie ein historischer, geschweige denn aus dem 14. Jahrhundert. Natürlich ist die Zeit eine andere als das tiefste Mittelalter, aber dennoch hab ich schon Bücher aus dieser Zeit gelesen, die mir die damaligen Umstände näherbrachten als es dieses Buch tat – kurzum: es hat mich nicht gepackt.

Spannung war leider ebenfalls keine vorhanden, im Gegenteil: Es zog sich alles unnötig in die Länge. Innerhalb 100 Seiten hätte man schon mal etwas zur Sache kommen können, der Überfall der Piraten hat die vorhandene Langweile für mich eher noch verstärkt.

Gute Charaktere können einiges einer schlechten Geschichte wieder ausgleichen, aber die Protagonisten hier langweilten mich ungemein und ließen zumindest auf den ersten 100 Seiten keine Entwicklung erkennen. Henrike, die Hauptfigur, ist egoistisch und oberflächlich, auch etwas verzogen. Da brachte auch die Hilfe einer Bettlerin gegenüber keine Abhilfe, denn damals sahen das die Bürger als ihre Pflicht an. Sie war mir schlichtweg unsympathisch. Alle anderen Charaktere blieben noch blasser als bereits sie, ihr „wohl irgendwann Love Interest“ Adrian ließ mich ebenso kalt. Ich konnte einfach zu niemandem aus dem Buch eine Verbindung aufbauen.

Mir fehlte an diesem Roman einfach alles: Authentizität, interessante Charaktere und Spannung. So zog sich alles für mich hin. Als ich bemerkte, dass ich sogar Seiten bestimmter Szenen übersprang, wusste ich, dass das Buch und ich keine Freunde werden würden. So hab ich einige Blicke in den weiteren Geschichtsverlauf geworfen und da es weiterhin uninteressant blieb, entschloss ich schweren Herzens, das Buch abzubrechen. Die Zeit ist für uninteressante Bücher zu schade, wenn man so viele Bücher hat, die darauf warten, gelesen zu werden.

Fazit:

Keine Spannung, keine Authentizität

 
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Rezension: Ehebrecher und andere Unschuldslämmer von Kerstin Gier

Ehebrecher und andere Unschuldslämmer von Kerstin Gier
Cover: Bastei Lübbe

Autor: Kerstin Gier
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 336
Erscheinungsjahr: 2000
Preis: eBook 6,49 € | Hardcover 7,99 €
Genre: Chick-Lit

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Inhalt: 

Louisa hat ihr Leben schon durchgeplant: Studium, Job und Karriere. Bis sie schwanger wird. An dem Tag, als sie es ihrem Freund verraten will (mit dem Schwangerschaftstest in der Bullette) ereilt sie allerdings die nächste Hiobsbotschaft: ihr Vater ist tot. Hals über Kopf reist sie auf’s Land, aber was sie da erwartet, ist ihrem Zustand auch nicht grad förderlich: ein Dieb nistet sich in ihrem Garten ein und die Mutter flirtet mit dem Pfarrer. Und dieser nicht nur mit ihr, wie Louisa schnell auffällt – der Pfarrer hat wohl ein Herz für schwache Frauen in Not. Und auch er hat einen Stein im Brett bei vielen Frauen …

Meine Meinung:

Ich liebe die Romane von Kerstin Gier. Auch dieses hat mich wieder sehr in seinen Bann gezogen.

Die kleine Gemeinde Jahnsberg ist ein Sündenpfuhl wie es nicht mal New York ist. Die Charaktere sind so skurril und gleichzeitig meist sehr liebenswert.

Da wäre die Nachbarin Carola, die unbedingt ein Kind will, aber mit ihrem Mann Martin nicht mehr ins Bett will. Als Vater für ihr Kind hat sie den Pfarrer erwählt – und greift dafür zu ungewöhnlichen Mitteln.

Die Nachbarin Irmi hat ein schweres Kreuz zu tragen: sie muss ihren undankbaren Mann Georg pflegen, der ihr das Leben so schwer wie nur möglich macht. Aber zum Glück gibt es Pfarrer Hoffmann, der auf ihrer Seite steht …

Die Geschichte ist komisch, gleichzeitig hat sie aber auch ihre traurigen Momente. Die Charakter sind sehr liebevoll beschrieben, man schließt Louisa ins Herz, ihre Mutter versteht man nicht und über den Rest der Familie kann man nur den Kopf schütteln.

Von den negativen Charakteren bringt es Kerstin Gier auch genau richtig rüber, dass man selbst genervt ist und gerne mal ein Wörtchen mit denen reden würde.

Wer selbst in einem kleinen Ort aufgewachsen ist, wird das Buch sicher noch mehr gefallen, als Großstädtern, die das nicht kennen.

Gute Unterhaltung ist es allemal und ich bin froh, dass ich es doch gelesen hab, obwohl mich die Geschichte eigentlich gar nicht so ansprach.

Fazit:

Lustig und traurig zugleich, gut ausbalanciert mit skurrilen Charakteren

 

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Rezension: Der dunkle Thron von Rebecca Gablé

Der dunkle Thron von Rebecca Gablé
Cover: Bastei Lübbe

Autor: Rebecca Gablé
Teil 4 der Waringham-Saga
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 960
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: eBook 9,99 € | Hardcover 24,99 €
Genre: historisch

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Mein Dank gilt Blogg dein Buch und dem Bastei Lübbe Verlag, die mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben!

 

 

Inhalt:

Als sein Vater im Tower von London stirbt, erbt der 14jährige Nicholas of Waringham eine heruntergekommene Baronie und das Missfallen König Henry VIII. Obwohl er sich aus allen Dingen am königlichen Hof herauszuhalten versucht, gerät Nicholas mitten in die Unruhen um König Henry, die Scheidung von seiner Frau Catalina und letzendlich die Lossagung von der katholischen Krise. Bis sein Kopf irgendwann den Henkern gehören soll …
 

Meine Meinung:

Dies ist mein erstes Buch von Rebecca Gable. Zuerst hatte ich Angst, dass ich nicht mitkommen könnte, da es sich hierbei um einen Teil der Waringham-Saga handelt. Was ich nicht wusste, ist, dass jedes Buch in einem anderen Jahrhundert spielt und die Charaktere bis auf ihre Familie nichts miteinander gemein haben. So spielt dieses Buch in den rauen Zeiten unter der Herrschaft von Henry VIII., der bekannt wurde für seine 6 Ehefrauen und die Lossagung von der katholischen Kirche. Was der Grund war, weshalb ich das Buch lesen wollte – ich verschlinge fast alles über diese Zeit, egal ob fiktiv oder real.
 
Obwohl ich für diese knapp 1000 Seiten unnatürlich lange gebraucht habe, bin ich wirklich begeistert und wurde sofort von den Geschehnissen um Waringham gefangen genommen. Frau Gablé versteht es hervorragend, Fiktion und Geschichte miteinander zu verbinden – man könnte fast glauben, dass es sich ebenso mit diesen Charakteren damals so zugetragen hat. So kommt man neben einer spannenden Storyline auch noch eine kleine (wenn auch natürlich nicht immer korrekte, sie musste es natürlich verbiegen) Geschichtsstunde geschenkt. 
Ich war beeindruckt, wie das ganze Leben von Henry VIII. und seinen Untergebenen so in die Geschichte eingebaut wurden. So wurde sein bester Freund, Charles Brandon, im Buch zum Paten von Nicholas und die Howard-Familie, die Anne Boleyn und Katherine Howard (Ehefrau 2 und 5) hervorbrachten, eng durch eine Hochzeit mit den Waringhams verbunden.
 
Nicholas selbst begleiten wir von 1529 bis 1553 in seinem Leben, zwischendrin sind natürlich einige Zeitsprünge enthalten, die aber immer gut nacherzählt wurden, sodass sie keineswegs stören.  Noch dazu sind die Kapitel übersichtlich in 4 große Teile untergliedert. 
Mit Nicholas (genannt Nick) Waringham ist der Autorin ein sympathischer, aber auch mit Fehlern behafteter „Held“ gelungen, der für seine wahre Prinzessin Mary und auch für sein Waringham viele Gefahren und Unebenheiten auf sich nimmt. Die meiste Zeit ist er einem sympathisch, manches Mal möchte man ihn aber auch nur schütteln und den Kopf waschen. Dadurch erscheint er allerdings sehr menschlich, daher find ich das doch recht gut, dass er einem nicht immer sympathisch war. 
 
Natürlich schließt allein die Geschichte nicht aus, dass viele Charaktere eingeführt werden, allein die Personen am Hofe und dann natürlich alle Cousins und Freunde Nicholas’, an denen es nicht mangelt. Allerdings wirkt es zu keiner Zeit überladen, es werden auch Leute, die sich in diesen historischen Ereignissen nicht auskennen, nicht durcheinanderkommen. Und es sind sehr sympathische Personen darunter, wie Nick’s große Schwester Laura, aber auch Menschen, denen man im wirklichen Leben mit Abscheu entgegenkommen würde. Es ist wunderbar ausgeglichen und es macht Spaß, das Leben der Personen zu verfolgen.
 
Einige Lücken und Fehler gibt es in der Story, aber über die sehe ich mal hinweg für spannende Unterhaltung. Wer allerdings auf korrekte historische Darstellungen besteht, ist hier defintiv fehl am Platz. Man sollte es als das sehen, was es ist: eine fiktive Geschichte zur Unterhaltung.
 

Fazit:

Das Leben unter Henry VIII. in einer spannenden Geschichte

 

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Rezension: Der Todeskünstler von Cody McFadyen

Der Todeskünstler von Cody McFadyen
Cover: Bastei Lübbe
Autor: Cody McFadyen
Originaltitel: Face of death
Teil 2 der Smoky Barrett – Reihe
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 560
Preis: eBook 8,49 € | Taschenbuch 10,99 €
Genre: Thriller
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

Smoky Barrett kommt mit ihrem Leben wieder zurecht und will sich grad ans Ausräumen der Sachen ihrer Familie machen, als sie einen Anruf bekommt: ein zwischen drei Leichen gefundenes Mädchen möchte sie sofort sehen, ansonsten begeht sie Selbstmord. Was Sarah Smoky erzählt, lässt dieser das Blut in den Adern gefrieren: Sie wird seit Jahren von einem Verrückten heimgesucht, der alles und jeden tötet, das ihr lieb ist. Er will sie brechen und neu schaffen – nach seinem Ebenbild…
 

Meine Meinung:

Smoky hat sich mit Bonnie und Tommy ein neues Leben aufgebaut und kann langsam mit der Vergangenheit abschließen. Mitten in ihren Urlaub platzt jedoch ein Anruf, der sie zu einem Tatort ruft.
Dort begegnet Smoky der traumatisierten Sarah, deren Geschichte noch dramatischer klingt als ihre eigene: ein Mann sucht sie alle paar Jahre auf, um ihr die Menschen wegzunehmen, die sie liebt. Erst ihre Eltern, dann kam sie ins Heim und musste in diversen Pflegefamilien viel durchmachen und als sie wieder ein relativ normales Leben führte, kam er wieder und tötete ihre neue Familie.
Smoky geht der Fall nah und sie will alles daransetzen, um den Todeskünstler, wie er sich nennt, zu schnappen und stößt dabei in ungeahnte Abgründe.
 
Sehr interessante Geschichte, aber ich finde, da hätte man mehr rausholen können.
 
Der Fall an sich ist zwar spannend, aber Sarahs Geschichte selbst „langweilt“ mich etwas. Kommt einem bekannt vor, als hätte man’s schon öfter gelesen.
 
In diesem Buch bringt McFadyen  Sarahs Martyrium auch anders ein: als eine Art Roman, den Sarah für Smoky geschrieben hat.
Sehr gute Erzählweise wie ich finde!
 
Ansonsten finde ich Smokys Privatleben nach wie vor sehr interessant: sie fängt langsam wieder zu leben an und bekommt auch karrieretechnisch ein Angebot, über das sie lange nachdenkt.
Sie hat sich ein angenehmes Leben mit Bonnie aufgebaut (die einem wirklich ans Herz wächst) und auch Callie, Alan und Co. kommen nicht zu kurz – es ist also alles dabei, was diese Reihe ausmacht.
 
Der Fall ist spannend, aber irgendwie nichts Neues, das Privatleben interessant, alles in allem doch eine gelungene Mischung, auch wenn ich den Vorgänger wesentlich besser fand.

 

Fazit:

Gelungene Fortsetzung um Smoky Barrett, allerdings nichts Neues

 

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Rezension: Die Blutlinie von Cody McFadyen

Die Blutlinie von Cody McFadyen
Cover: Bastei Lübbe
Autor: Cody McFadyen
Originaltitel: Shadow Man
Teil 1 der Smoky Barrett – Reihe
Seitenanzahl: 480
Preis: eBook 8,49 € | Taschenbuch 10,90 €
Genre: Thriller
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

Smoky Barrett ist nach einer Tragödie wieder in den Dienst einer FBI-Agentin in Los Angeles zurückgekehrt und gleich ihr erster Fall erweist sich als persönlicher Albtraum. Ein Irrer imitiert die Morde von Jack the Ripper und behauptet, sein Nachfahre zu sein. Und er sucht sich seinen persönlichen Abberline: Smoky. Sie erfüllt ihm diesen Wunsch und jagt ihn, ahnt jedoch nicht, wie weit er in ihr Leben und das ihrer Kollegen hineinkommen wird.
 

Meine Meinung:

Smoky Barrett ist gezeichnet. Vor einem halben Jahr überfiel ein Verrückter sie und ihre Familie, tötete ihren Mann und ihre Tochter und verstümmelte und vergewaltigte sie.
Als sie einen Schritt zurück zum normalen Leben wagt, muss sie schnell wieder ihren Mann stehen: Ihre beste Freundin wurde ermordet. Sie war eine Internethure und wurde von einem Mann namens Jack Junior vergewaltigt, gefoltert, umgebracht und danach ausgeweidet. Und ihre Tochter musste alles mit ansehen. Und er möchte gejagt werden – von Smoky und ihrem Team. Doch er hält die Fäden in der Hand, die weiter in ihr Leben reinreichen, als alle sich nur vorstellen können …
 
Die Geschehnisse werden von Smoky selbst erzählt, also durchleidet man ihre Qualen, ihre Albträume über die verhängnisvolle Nacht, in dem sie alles verlor. Ihre Hoffnungslosigkeit – und ihren Jagdsinn.
Smoky ist gespalten, man kann alles genau nachfühlen, das ist wirklich wunderbar geschrieben.
 
Die Charaktere kommen sehr sympathisch rüber, man sieht sie ebenso aus Smokys Augen. Daher kommt man nicht umhin, James z.B. nicht leiden zu können, aber als Teil des Teams zu aktzeptieren. Eisprinzessin Callie durchschaut man  sehr schnell und den Riesen Alan schließt man sofort ins Herz. Ebenso wie seine Frau Elaina, deren Warmherzigkeit der Autor sehr gut beschrieben hat.
 
Die Charaktere wurden alle super beschrieben, man sah sie vor sich, jeder einzelne passt perfekt ins Bild.
 
Dadurch kommt man allerdings nicht umhin, mit ihnen zu leiden. Ich musste öfter mal schlucken und einmal liefen mir sogar die Tränen runter. Und das passiert bei mir wahrlich nicht oft.
 
Man taucht tief in die Abgründe der Menschen ein und fiebert mit, wenn der Täter gejagt wird und hofft, dass er das bekommt, was er verdient.
 
Dieses Buch muss man einfach gelesen haben, um sich selbst ein Bild zu machen.

 

Fazit:

Harte Kost, aber genial.

 
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