ProtaInterviewLiliennächteKT

Rezension: Paper Princess von Erin Watt

Rezension: Paper Princess von Erin Watt
Cover: Piper

Autor: Erin Watt
Originaltitel: Paper Princess
Verlag: Piper Verlag
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 12,99 €
Genre: Liebe, Erotik

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Inhalt:

Ella Harper ist 17 und Waise. Ihren Vater kennt sie nicht, ihre Mutter, eine Stripperin, ist vor kurzem gestorben. Nach deren Tod gibt sie sich als sie aus und strippt abends im Club, während sie tagsüber in der Schule sitzt. Ihr Ziel: einen guten Abschluss machen, dann aufs College und schließlich ein ganz normales, langweiliges Leben führen. Ihr chaotisches Leben gerät vollends aus den Fugen, als der Millionär Callum Royal auftaucht und behauptet, der beste Freund ihres Vaters und damit ihr Vormund zu sein. Er holt sie zu sich in seine Villa in einem noblen Küstenort. Zu sich und seinen fünf Söhnen, die mit der neuen Stiefschwester ganz und gar nicht einverstanden sind …

Meine Meinung:

An diesem Buch kommt man derzeit nicht vorbei. Überall ploppt es auf und Lobgesänge prasseln nieder. Zumindest anfangs. Nun werden immer mehr Stimmen laut, wie frauenverachtend dieses Buch doch ist. Dass es unterste Schublade sei. Gut, dass ich mir davon nun selbst ein Bild machen konnte.

Ella ist alles andere als ein kleines schwaches Weibchen, das nur mit einem Mann existieren kann. Im Gegenteil, sie ist eine starke, junge Frau, die viel Schei*e durchmachen musste. Ihr Mutter war chaotisch, zog alle naselang mit ihr um, wenn es entweder mit dem Job oder den Kerlen nicht klappte. Sie strippte und machte weiß Gott was für den Lebensunterhalt. Bereits früh musste Ella sich gegen diverse ihrer Freunde wehren, die ihre Finger nicht bei sich behalten konnten. Sexuelle Belästigung, ganz klar. Doch hat sie sich davon nicht zerstören lassen, sondern ist daran gewachsen. Und sie ist sich durchaus bewusst, dass ihre Mutter nicht die beste aller Zeiten war – aber sie ist mit Liebe aufgewachsen.

Ella strippt, um zu überleben. Ja. Aber das ist nicht ihr Lebensziel. Sie will studieren und danach einen möglichst langweiligen Job haben – sie tut es für ihre Zukunft. Etwas, das heute sicher nicht allzu selten ist.

Dann wird sie in dieses völlig neue Leben geworfen (was mich etwas gestört hat, ist, dass sie diese Entwicklung nicht besonders hinterfragt hat. Sie hat sich nirgends erkundigt, ob Callum wirklich ihr Vormund ist, sondern lässt sich einfach von ihm entführen. Ja, entführen!), bekommt fünf „Brüder“, die sie scheinbar hassen, und wird auf der Schule gemobbt. Dennoch lässt sie es sich nicht gefallen. Sie hat ein Ziel vor Augen und für dieses Ziel ist sie bereit, einiges zu ertragen.

Ich finde Ella erstaunlich stark. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, sondern weiß sich zu wehren. Die Leute an ihrer Schule ziehen sie mit ihrer Stripper-Vergangenheit auf? So what – dann stolziert sie eben in ihrem Outfit rein und zeigt ihnen, dass sie das nicht stört. Es mag vielleicht nichts sein, worauf man stolz sein müsste, aber diese Menschen steckten nicht in ihrer Haut, mussten noch nie ihren Unterhalt verdienen. Ella schon.

Dadurch, dass der Roman aus Ellas Sicht geschrieben ist, erfährt man allerdings auch, dass sie nicht so tough ist, wie sie tut. Es verletzt sie, sie weint auch, aber beschließt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Und wenn sie dafür einiges in Kauf nehmen muss. Zur Not auch die sexuellen Anspielungen ihrer „Brüder“, die damit austesten, wie weit sie bei ihr gehen können.

„Bei sexueller Belästigung geht es ja auch nicht zwangsläufig um Sex. Es geht um Macht. Das würde ich den beiden gerne sagen, merke aber, dass meine Sorge unnötig war. Sie müssen mir nicht wehtun, weil sie ohnehin schon Macht über mich haben. Das hier sollte mich einfach einschüchtern. Es ist ein Spielchen.“ -Ella Harper auf Seite 97

Dazu möchte ich anmerken, dass sexueller Missbrauch oder Belästigung in diesem Buch nicht heruntergespielt oder gar romantisiert wird. Ella ist bewusst, was ihr angetan wird. Sie handelt die Dinge auf ihre Weise, was man nicht gutheißen muss. Jeder Mensch geht anders damit um. Auch ich finde, dass sie manche Dinge hätte anders regeln sollen. Entschlossener. Weitreichender. Besonders eine Begebenheit gegen Ende des Buches.

Die fünf Royal-Jungs dagegen mussten noch nie um etwas kämpfen. Sie sind verzogen und verwöhnt, die Wortführer ihrer Schule, nach deren Regeln sich alle richten. Sie prügeln sich, um ihren Schmerz loszuwerden, und schlafen sich durch die Weltgeschichte. Doch sie sind nicht eindimensional; sie haben auch ihre guten Seiten. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr öffnen sie sich. Easton z.B. wird mir trotz seiner Art sympathisch, man merkt, wie er sich nach Nähe und Liebe sehnt.

Die Royals sind kaputt. Ihr Vater ist ein schlechtes Vorbild, ihre Mutter tot. Was nichts entschuldigen kann, aber sie haben eine Vergangenheit, die sie zu denen gemacht hat, die sie jetzt sind.  Und ich hoffe, in Band 2 noch mehr darüber zu erfahren.

Ella weiß, dass die Royals „nicht normal“ sind. Sie weiß, dass es falsch ist, sich zu einem von ihnen hingezogen zu fühlen, nur weil er gut aussieht. Sie ist 17. Die Hormone drehen durch. Sicher stand jede Frau schon mal auf den falschen Typen. Und Reed weiß, dass er nicht gut für sie ist. Versucht, sich von ihr fernzuhalten. Doch manchmal kann man gegen seine Gefühle nichts tun.

„Ich verliebe mich nicht in den Typen, verdammt! Er ist ein Arschloch, und ich will nichts mit ihm zu tun haben.“ -Ella Harper auf Seite 115.

Es wird mit Geld und sexuellen Anspielungen um sich geworfen, es wird geprügelt und gevögelt. Es wird Macht demonstriert und sich gewehrt. Alles (fast alles) hat seine Gründe und deutet ein bisschen auf die kaputte Gesellschaft hin, aber es ist kein Buch, das eine große Aussage hat.

Natürlich hat mir auch einiges nicht gepasst: genervt hat mich, dass die Jungs etwas zu oft leicht bekleidet herumliefen und allzu oft ihr tolles Aussehen in den Mittelpunkt gestellt wurde. Aber ich bin auch aus dem Alter draußen (wenn ich jemals drin war).  Und vom Ende war ich sehr enttäuscht. Vorhersehbar und platt. Und Ellas Reaktion darauf mehr als übertrieben. Dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, man wird etwas mehr über die Hintergründe der Royals erfahren. Eine tote Mutter reicht mir da noch nicht.

Trotz allem hat das Autorenduo Erin Watt interessante Charaktere geschaffen, die nicht nur schwarz/weiß sind. Egal ob Ella, die Royals oder manch ein Mitschüler.

Manches Mal musste ich sicher den Kopf schütteln, aber vielleicht sollte man sich daran erinnern, dass dieses Buch nicht die Realität widerspiegelt. Es soll mich unterhalten und das hat es getan, wenngleich ich mit mancher Handlungsweise nicht einverstanden war. Aber das ist das Gute daran: Es ist nicht das Leben. Und schon gar nicht meines.

Paper Princess ist ein Roman, der die Gemüter erhitzt. Unnötigerweise. Er ist fiktiv und jeder sollte wissen, dass ein solches Buch nicht der Realität entspricht. Ich weiß nicht, wie man das als Gefahr für die Lebensweise ansehen kann. Ich tue es nicht. Stattdessen habe ich eine gut geschriebene Geschichte genossen, mich endlich mal eine starke Protagonistin in einem derartigen Buch gefreut und mit ihr gelitten.

Manche Bücher sollen zum Nachdenken anregen, andere einfach nur unterhalten – dieses gehört zur zweiten Kategorie.

Fazit:

Hardcore Aschenputtel

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Rezension: Das erste Date von Natalie Rabengut

Cover: rororo

Autor: Natalie Rabengut
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 320
Erscheinungsjahr: 2015 
Preis: eBook 3,99 € (Indie) | Taschenbuch 8,99 €
Genre: Erotik, Liebe

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Herzlichen Dank an rororo für das Rezensionsexemplar!

 

 

 

Inhalt:

Mo hat viel zu viele Männer um sich herum. Zwei Brüder, die die kleine Schwester als willkommenen Schreck für Frauen nutzen, einen schwulen (Ex)-Freund und jetzt auch noch fünf männliche Mitbewohner. Nach ihrer jahrelangen Beziehung mit Sebastian hat sie eigentlich erstmal keine Lust auf noch mehr Männer. Doch Daniel lässt einfach nicht locker …

Meine Meinung:

Mein erstes Buch von Natalie Rabengut und ich muss sagen, mit der Schreibe hat sie mich wirklich überzeugt und auch die Charaktere sind sympathisch gelungen – nicht besonders tief oder vielschichtig, aber sympathisch, sodass die Lektüre Spaß macht. Eine schlagfertige Ich-Erzählerin, teilweise etwas plumpe, aber dennoch liebenswerte Brüder und ein ganzer Haufen an weiteren Kerlen – und eine Frau mittendrin.

Woran es dann hapert? An der Geschichte. Der Klappentext lässt auf eine Liebesgeschichte ala „kriegen sie sich oder nicht?“ hoffen. Stattdessen dreht sich bei Mo und Daniel alles mehr um Sex. In allen Formen und Varianten und auch so, dass man manchmal das Gefühl hat, da sollte auf dem Shades of Grey-Zug aufgesprungen werden.

Die Charaktere sind freizügig, sodass Mo einfach mal strippt und Daniel davon so begeistert ist, dass er ihr nachläuft. Mo stößt ihn von sich, wodurch man denkt, jetzt geht’s los. Was ist ihr Problem? Kriegt er sie? Und er kriegt sie. Schnell. Dominant. Mr. Grey lässt grüßen.

Ja, gut, das Cover hätte mir eine Warnung sein können. Doch es klang interessant, nach Irrungen und Humor. Nicht danach, dass sich alles um Sex dreht. Denn das tut es leider. Und heutzutage gibt’s davon einfach zu viel, sodass ich mir wirklich eine normale Lovestory gewünscht hätten. Denn Mo wäre eine echt interessante Figur. Sie kann sich durchsetzen, ist nicht auf den Mund gefallen und eigentlich herrlich normal. Und Daniel wäre mit etwas Tiefe sicher sehr interessant geworden, denn die Dominanz war bei ihm eigentlich nichts Schlechtes. Nur steckte nichts dahinter.

Und dann denkt man, Mo trägt irgendetwas mit sich rum, denkt, da muss doch noch etwas kommen … Nur um letztendlich zu erfahren, dass alles unnötig aufgebauscht wurde, damit der Leser doch irgendwie dran bleibt, denn letztendlich plätscherte alles etwas vor sich hin.

Dabei kann die Autorin wirklich gut schreiben (die Erotikszenen einmal ausgenommen, die fand ich jetzt nicht besonders prickelnd), wodurch ich das Buch wirklich schnell durchgelesen hatte und auch teilweise meinen Spaß hatte. Ich werde mit Sicherheit noch ein Buch von ihr testen – und das nächste Mal aufs Cover achten.

Fazit:

Sex statt Tiefe

 
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Rezension: After Love von Anna Todd

After Love von Anna Todd
Cover: Heyne Verlag

Autor: Anna Todd
Originaltitel: After we fell
Teil 3 der After-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 944
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 12,99 €
Genre:
Liebe, Erotik

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Inhalt:

Tessa lernt einen Teil ihrer Vergangenheit kennen – und muss sich gleichzeitig ihrer Zukunft stellen. Sie möchte nach Seattle, Hardin dagegen nicht. Wird sie gegen seinen Willen gehen oder sich ihm doch wieder unterordnen?

Meine Meinung:

Der erste Teil der Reihe, bei dem ich fast eine Woche zum Lesen gebraucht habe – und eine Weile, um das Gelesene zu „verdauen“.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich froh war, als ich die letzte Seite gelesen hatte, denn die beiden bringen mich wirklich an die Grenze der Belastbarkeit. Andererseits war dieses Buch … anders.

Man mag es nicht glauben, aber beide machen eine Entwicklung durch, werden tatsächlich reifer. In diesem Band war diesmal mehr Tessa diejenige, die mich genervt hat – Hardin wurde mir sogar fast sympathisch. Er tut viel, um sich für sie zu ändern und er gibt sich Mühe – ein Punkt, den man fast greifen kann und den man schätzen lernt.

Mit einiger Hilfe von außen reflektieren die beiden ihre Fehler und geben sich Raum. Zwar nicht so viel, wie sie eigentlich sollten, doch das zeugt nur davon, dass sie sich nicht voneinander fernhalten können – egal, ob es gut für sie ist.

Anfangs war ich stark genervt, so geht auch hier wieder ein einziger Streit über ganze 200 Seiten (naja, dafür ist der Wälzer ja auch dick genug) und die beiden benehmen sich so kindisch, dass man sie nur schütteln möchte – aber danach wirds interessant und die Entwicklung ist spürbar.

Gegen Ende gibt’s natürlich wieder den fetten Cliffhanger, der zwar nicht überraschend kommt, einen aber zwingt, im August zu Band 4 zu greifen.

Alles in allem bin ich zwiegespalten: die erste Hälfte war furchtbar anstrengend, dann aber hab ich mich gefreut, dass es endlich voran geht und die beiden erwachsener werden. Aufgrund der Erleichterung danach und das Generve zu Beginn des Buches ziehe ich leider noch einen Mond ab – ich hoffe, in After Forever setzt sich die gute Entwicklung der beiden fort.

Fazit:

Endlich werden sie erwachsen

 
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Rezension: After Truth von Anna Todd

After Truth von Anna Todd
Cover: Heyne Verlag

Autor: Anna Todd
Originaltitel: After 2
Teil 2 der After-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 768
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 12,99 €
Genre: Liebe, Erotik

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Ich bedanke mich recht herzlich bei Heyne für das Rezensionsexemplar!

 

Inhalt:

Tessa flieht, nachdem sie die Wahrheit über Hardin erfahren hat, vor ihm. Doch trotz des Schmerzes, den er ihr zugefügt hat, kommt sie nicht von ihm los. Aber obwohl er es nicht möchte, verletzt er sie wieder und wieder – wären sie ohne einander nicht besser dran?

Meine Meinung:

Das Hin und Her zwischen Tessa und Hardin geht weiter – zumindest hab ich das erwartet. Bekommen habe ich eine Story, die sich doch etwas von Band 1 unterscheidet, die Charaktere und besonders Hardin näher beleuchtet, denn diesmal kommt er selbst zu Wort.

Die Sichtweisen wechseln zwischen den beiden, mal erzählt Tessa, wie es ihr geht, wie fertig sie dieses Auf und Ab ihrer Beziehung macht, dann setzt Hardin die Geschichte fort und man bekommt seine Gefühle gezeigt – auch in seinem Ton, was ich etwas gewöhnungsbedürftig finde. Dennoch ist es gut, dass die Autorin auch einmal zeigt, wie es in ihm aussieht. Man merkt, wie sehr er Tessa liebt und auch, dass er weiß, dass er nicht gut tut. Und doch nicht aus seiner Haut kann.
Man erfährt sehr viel über seine Vergangenheit, seine Beziehungen zu Mädchen und seinem Vater und sieht zu, wie er etwas auftaut und sich langsam bemüht. 

Auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, wie man sich gegenseitig immer weiter verletzen kann, hat mir dieser Teil besser gefallen als der erste, denn er bot mehr als das ewige Hin und Her – auch wenn es gegen Ende doch wieder darauf hinauslief und ich die beiden am liebsten geschüttelt hätte.
Mitten im Buch hofft man, dass Tessa sich eines Besseren besinnt, denn man weiß, dass Hardin ihr nicht gut tut, man hofft, dass sie einen anderen Weg einschlägt, da der mit Hardin selbstzerstörerisch wirkt – obwohl man weiß, dass die beiden nicht ohne einander können.

Teil 2 bietet so viel mehr als Band 1, obwohl es leider doch wieder auf das übliche Hin und Her hinausläuft.
Es gibt mehr Geschichte, weniger Sex, mehr Einblicke in die Charaktere – und das Ende macht doch wieder Lust auf Band 3.

Fazit:

Besser als Teil 1

 
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Rezension: After Passion von Anna Todd

After Passion von Anna Todd
Cover: Heyne Verlag

Autor: Anna Todd
Originaltitel: After
Teil 1 der After-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 704
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 12,99 €
Genre: Liebe, Erotik

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Vielen Dank an Heyne für dieses Buch!

 

 

Inhalt:

Tessa Youngs Leben ist genauestens geplant: Abschluss, College, Beruf, Hochzeit mit ihrem langjährigen Freund. Doch die erste Woche an der WCU stellt ihr Leben komplett auf den Kopf. Ihre Mitbewohnerin ist ungewöhnlich und ihre Freunde ebenso – und als sie Hardin näherkommt, ist plötzlich nichts mehr wie es war …

Meine Meinung:

In den sozialen Netzwerken kommt man momentan an diesem Buch überhaupt nicht vorbei, überall wird gelobt und gelesen – und ich wurde neugierig. Gemeinsam mit 3 lieben Mädels hab ich das Buch also gelesen.

Als Erstes: ich habe Shades of Grey nach 200 Seiten entnervt abgebrochen, also nie zuende gelesen. Dennoch haben sich mir einige Ähnlichkeiten aufgedrängt.

Tessa. 18 Jahre alt, wunderschön und naiv wie eine 10jährige. Von Sex natürlich keinen blassen Schimmer, obwohl sie seit Jahren einen festen Freund hat. Aber Noah ist auch so eine Sache für sich … Natürlich wollten die beiden auf die Hochzeitsnacht warten. Soll’s ja tatsächlich noch geben, daher mal keinen Punktabzug wie bei Anastasia Steele.

Hardin passt da wirklich perfekt dazu. Natürlich ein Bad Boy, der sich ihr zuliebe ändern will. Von sich aus, klar. Wobei ich die Definition von Bad Boy da etwas, nunja finde. Er ist tätowiert, trägt Piercings, trinkt und raucht aber nicht (zumindest fast nicht). Er geht zur Uni und arbeitet. Tessa ist in dieser Geschichte für mich das größere Problem, unheimlich naiv und teilweise nervend. Sie macht Probleme, wo gar keine sind – auch wenn Hardin nicht ohne ist.

Da der Roman aus ihrer Sicht geschrieben ist, kann man einiges nachvollziehen – aber trotzdem möchte man sie manchmal einfach nur schütteln und zur Räson bringen.

Die beiden ergeben ein etwas eigenwilliges Paar, das aber durchaus seinen Reiz hat. Nur leider vergeht sich die Autorin in einem Schema: Streit, Versöhnung, Sex, herbeigeführtes Problem, Streit, Versöhnung, Sex.

Sex gibt es übrigens in verschiedensten Abstufungen, kommt ziemlich viel vor und das auch nicht gerade harmlos beschrieben, aber es ist nicht so unrealistisch wie in Shades of Grey, sondern lässt Tessa langsam zur Frau werden – es ist nachvollziehbar.

Trotz des Vorhersehbaren folgt man der Story gern, fragt sich, was für ein Problem als nächstes forciert und wohin das alles führen wird. Und die Auflösung ist … großes Autsch. Irgendwie hätte man’s ahnen können, irgendwie ist es ein Klischee, aber: es trifft einem trotzdem. Mehr als man selbst denkt, denn die meiste Zeit amüsiert man sich über die Geschichte, ist nur am Kopf schütteln, aber zum Schluss hin fühlt man dann trotzdem mit den beiden, was einen wohl am meisten überrascht.

Der Cliffhanger ist mehr als fies, sodass man gerne weiterlesen möchte – aber ich denke, Abstand zu den beiden tut ganz gut, bevor man frisch und unvoreingenommen in Band 2 startet (ja, ich geb’s zu, ich muss wissen, wie es weitergeht!)

Letztendlich ein Buch, das man nicht ernstnehmen darf, dem man schon gar nicht folgen sollte, aber die leichte Art, die kurzen Kapitel und die einfache Schreibweise sorgen dafür, dass man innerhalb kürzester Zeit durch und doch neugierig auf Band 2 geworden ist.

Fazit:

Life won’t change after reading

 

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