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Rezension: Unrein von Andreas Acker

Unrein von Andreas Acker
Cover: Amazon

Autor: Andreas Acker
Indie
Seitenanzahl: 487
Erscheinungsjahr:2014
Preis: eBook 3,49 €
Genre: Thriller, Horror, Mystery, Fantasy

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Vielen Dank an Andreas Acker für das Bereitstellen seines Romanes!

 

 

Inhalt:

Kentosians ist ein Sumpf von Mördern und Vergewaltigern. Als die Schwester seiner Schwägerin als weiteres Opfer eines Irren aufgefunden wird, unterbricht der ehemalige Kommandant der Garde, Berzerk Momentum, sein Selbstmitleid wegen des von ihm ausgelösten Todes seines Bruders, und schart eine kleine Truppe um sich, um den Mörder zu schnappen. 
Eine Jagd, die alle an den Rand des Erträglichen bringt … 

Meine Meinung:

Endlich wieder ein Roman von Andreas Acker, darauf hab ich nach seinem tollen Debüt „Die Beschleunigung der Angst lange gewartet. Aber Fantasy, eigene Welt? Egal, her damit! Der Autor kann einfach schreiben, da schreckte mich das Wort Fantasy auch nicht ab, zumal er mir versprach, dass es auch blutig zur Sache gehen würde – und da hat er nicht zuviel versprochen.

Natürlich spielt es in einer Welt, die wir nicht kennen, aber die unserem, ich würde sagen, Mittelalter gar nicht mal so entfernt ist. Könige, Garde, Mörder und Vergewaltiger – und Magier! Es ist brutal, man ist seines Lebens nicht sicher. Junge Frauen werden ausgeweidet und die Garde kann es nicht verhindern – es ist blutig, wie versprochen.
Kentosians ist, obwohl ein wahres Moloch, wirklich faszinierend; die verschiedenen Viertel, die Bewohner, das Königspaar Rantor und Reynes – und allem voran unsere „Helden“ Berzerk, seine Schwägerin Luna, Barbar Amorer, Gerichtsmediziner Kirl und … noch jemand. Niemand von denen ist unschuldig oder rein, alle haben ihre Päckchen zu tragen, mit ihrem Leben zu kämpfen. Kein Wunder, in einer Stadt wie Kentosians … Aber man mag sie, sogar den „tumben“ Schläger Amorer. Das ist eine Art von Acker, die nicht jeder beherrscht: Man erfährt nicht allzuviel über seine Charaktere, wird quasi mit ihnen mitten ins Geschehen geworfen – und doch schließt man sie bald ins Herz und fiebert mit ihnen, es ist, als wäre man bei ihnen.

Da das Geschehen von Berzerk erzählt wird, ist man ihm natürlich am nähsten, versteht ihn und seine Gedanken – und wird dank ihm auch das ein oder andere mal zum Schmunzeln gebracht. Ich mag seinen Humor, seine gerade Art zu erzählen. Man blickt in seine dunklen Seiten, die zeigen, was mit ihm passiert ist, wie es zum Tod seines Bruders gekommen ist – und was das aus ihm gemacht hat. 

Sie gehen auf Mörderjagd, gehen dabei nicht zimperlich vor und werden wirklich an den Rand der Hölle geführt. Als Leser ist man voll dabei, hat etwas mehr wissen, als die Gruppe, aber nicht viel, sodass man sich stets fragt: was passiert als nächstes? 
Nach und nach erfährt man auch die Hintergründe, Vergangenheit wunderbar gepaart mit dem aktuellen Geschehen, immer spannend, es kommt keine Langeweile auf. 

Unrein ist Thriller, Fantasy- und Horrorroman in einem, gepaart mit Gefühl, Humor und Action – eine Mischung, die dafür sorgt, dass man an den Seiten klebt. Der Autor hat einen ungemein fesselnden Schreibstil, der seine Romane einfach zu Pageturnern macht. 

Es ist die zweite Perle aus der Feder von Andreas Acker, und ich hoffe sehr, dass noch viel mehr ihr entspringen werden! 

Fazit:

Mörderjagd der fantastischen, brutalen Art

 

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Rezension: Die andere Seite der Realität von A.P. Glonn

Die andere Seite der Realität von A.P. Glonn
Cover: Amazon

Autor: A.P. Glonn
Verlag: Luzifer
Seitenanzahl: 528
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 4,99 € | Taschenbuch 14,95 €
Genre: Fantasy

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Inhalt:

Im London des Jahres 1888 macht Jack the Ripper Jagd auf Frauen, bringt sie auf brutale Art und Weise um. Inspector Seth Aspen stößt eher zufällig auf den Fall und wird geradezu besessen davon. Er verfolgt den Ripper bis in die Neue Welt – und weit darüber hinaus, bis Seth nicht mehr weiß, an was er noch glauben kann …

Meine Meinung:

Jack the Ripper ist bis heute ein faszinierendes Thema, mit dem ich mit zugegebenermaßen noch nicht tiefergehend beschäftigt habe. Natürlich hab ich dann etwas erwartet, dass sich mit diesem Thema beschäftigt, es ausschmückt, aber doch beim Grundthema bleibt. Das erste Drittel des Buches war es auch so. Wir waren im dreckigen Whitechapel, überaus bildlich von der Autorin dargestellt. Es ist kalt, nass, blutig. Man lernt Seth Aspen kennen, ein Mann, der für seine Arbeit lebt. Auch Abberline taucht auf, gemeinsam gehen sie auf die Jagd nach dem, der sich Jack the Ripper nennt und ungreifbar erscheint. Bis es einen Hinweis gibt. Und dann …

Dann ging es auf die andere Seite der Realität. Es wurde phantastisch, anders. Anfangs wusste ich nicht, wie mit diesem Wechsel umzugehen, da ich nicht so der Fantasyfan bin und es mich zwar nicht vollends kalt erwischt, aber doch überrascht hat. Vor allem der harte Schnitt. Aber mit der Zeit wurde ich warm damit, was vor allem den tollen Charakteren Aelin und Duncan geschuldet war. Es wurde noch interessanter und mitreißender, als in den kalten Gassen Londons und schnell verstand ich das Leben auf der anderen Seite.

Wobei ich mich nicht mit allem anfreunden konnte und so doch froh war, dass die Verzehrer nur einen einmaligen Auftritt hatten, denn sie passten für mich nicht so ganz in das Szenario und erweckten den Eindruck, möglichst viele Genres unterbringen zu wollen. Zum Glück war dem nicht der Fall und alles blieb interessant, aber nicht zu vollgequetscht.

Die verschiedenen Personen und ihre Beziehungen zueinander gefielen mir, auch wenn man öfter ahnte, worauf es hinausläuft, war ich gespannt auf die Entwicklungen zwischen ihnen allen. Manchmal wäre ich gerne bei ihnen gewesen, hätte Seth gemeinsam mit Duncan geärgert und auch Wolfie gerne mal gekrault, so real erschienen sie mir. Ich mochte den Humor (sehr sogar!) und die Art und Weise, wie alle miteinander umgingen. Der Autorin gelang ein bunter Haufen mit einem Glengall, der Schattenläuferin und den Wölfen, die dunklen Wandler nicht zu vergessen, die alle überzeugten; alle hatten ihren Platz – und einige fanden ihren Weg in mein Herz.

Den Plot um Jack the Ripper fand ich interessant angepasst, etwas klischeehaft, aber spannend – es wurde ein tolles Geflecht um die historische Persönlichkeit gestrickt, dem man sich dann kaum zu entreißen vermochte, vor allem auf den letzten 200 Seiten.

Obwohl ich anfangs überaus skeptisch ob der anderen Seite war – im Nachhinein fühlte ich mich dort wohler und mehr unterhalten als in London, auch wenn es eben „anders“ war, und finde es fast ein wenig schade, dass es so schnell vorbei war.

Der Epilog lässt zumindest auf eine Fortsetzung hoffen – wer weiß?

Fazit:

Ein phantastisches Gebilde rund um Jack the Ripper

 

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Rezension: Witch Boy: Stadt der Geister von Romana Grimm

Witch Boy: Stadt der Geister von Romana Grimm
Cover: Romana Grimm

Autor: Romana Grimm
Teil 1 der Witch Boy-Reihe
Indie
Seitenanzahl: 421
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 2,99 € | Taschenbuch 14,95 €
Genre: Jugend, Fantasy

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Inhalt:

Seth Morgan ist nicht begeistert, als er wegen seiner berühmten Schauspieler-Schwester in das Kaff Blackwood Springs ziehen muss. Doch statt Langeweile erwartet ihn ein Geist in seinem Zimmer – und das ist nicht das einzige Geheimnis, das hinter der Kleinstadt-Fassade lauert …

Meine Meinung:

Ich geb ja zu – ich war skeptisch. Fantasy, ein 16jähriger Protagonist, ob das was für mich war? Da die Autorin aber einfach nur super schreibt, war es keine Frage, ob ich es lesen würde. Und siehe da – sie hat es wieder geschafft! Romana Grimm hat mich mit Witch Boy und ihren tollen Charakteren einfach verzaubert, ich konnte gar nicht  mit dem Lesen aufhören.

Seth Morgan ist ein normaler Junge, sehr sarkastisch und leider immer im Schatten seiner berühmten Schwester Hailey, einer Darstellerin der Serie „Witch Girls“, stehend. Seine Mutter ist nur auf die Karriere der Tochter fixiert und nimmt ihren Sohn kaum war – wenn, dann um ihn zusammenzustauchen. Mir war Seth sofort sympathisch, er lässt sich nichts gefallen, hat den richtigen Humor und ist sehr schlagfertig. Seine Mutter und Schwester fand ich schrecklich, aber zum Glück hat er ja noch seinen Vater.

Die Mystik lässt in Form des netten Geistes Clyde nicht lang auf sich warten und die beiden sind ein echtes Dream-Team, ich musste einige Male über ihren Austausch schmunzeln.
Doch nicht nur Clyde steht Seth zur Seite, er hat eine große Gruppe an sehr sympathischen Menschen um sich, die man sehr schnell ins Herz schließt.
Als Gegenpart ist die herrschende, geheimnisumwobene Familie Blackwood mit ihrer Arroganz ebenfalls gut gelungen und bietet Abwechslung in der Idylle. 
Man fühlt sich als Leser sehr wohl in Blackwood Springs, interessiert sich für die Geheimnisse und die Mystik im Ort, lernt die Bewohner schnell kennen und auch lieben – man ist einfach dabei.
Der flüssige und anschauliche Stil der Autorin hilft einem dabei nur noch, in der Welt von Seth zu versinken.

Humor wird in diesem Buch groß geschrieben, es gibt schlagfertige Dialoge und man wird einige Male zum Lachen gebracht, aber es gibt auch traurige, ergreifende Momente sowie viel Spannung, es ist eine perfekte Balance zwischen allem.

Ich kann kaum einen Mangel in diesem Buch ausmachen und die kleinen verschwinden im Gesamtbild des Romans, der verzaubert und entführt, Charaktere zum Greifen nah erscheinen lässt und einfach hoffen lässt, dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lässt. 

Fazit:

Witch Boy verzaubert

 

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Rezension: Inferno von Edward Lee

Inferno von Edward Lee
Cover: Heyne Verlag

Autor: Edward Lee
Originaltitel: City Infernal
Teil 1 der Infernal-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 351
Preis: eBook 6,99 €
Genre: Horror, Fantasy

 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

Cassie ist ein Zwilling, deren Schwester sich umgebracht hat, Jungfrau und hat selbst einen Selbstmordversuch hinter sich. Perfekte Voraussetzungen, wenn man seine in die Hölle verdammte Schwester suchen will, um sich für den verursachten Selbstmord zu entschuldigen. Denn als Ätherkind kann Cassie sich auch als Lebende in die Hölle begeben, in der Luzifer aus seinem 666. Stockwerke hohen Turm über sein Reich herrscht – Mephistopolis.
 

Meine Meinung:

Wie stellst du dir die Hölle vor? 
Edward Lee stellt uns seine Variante vor: die Hölle als große Stadt, regiert von Luzifer im 666. Stock seines Turmes. Menschen auf ewig verdammt, Schmerzen zu ertragen – „sterben“ sie, werden ihre Seelen übertragen und müssen weiter leiden.
Damönenfürste, Höllengezucht und weitere Ungeheuer quälen, vergewaltigen, foltern und morden – und das gehört zum guten Ton, denn man befindet sich ja in der Hölle.
Inferno ist also gespickt mit Perversitäten und grausamer Gewalt, wer das nicht abkann, sollte das Buch links liegen lasst – wie alle anderen von Lee.
Es geht jedoch nicht darum, die Ekelgrenze zu überschreiten, wie in manch anderen seiner Bücher, Infernal City bietet auch eine interessante Story mit sympathischen Charakteren.
So begegnet man dem Goth Cassie Heydon, die den Selbstmord ihrer Zwillingsschwester nicht nur mitansehen musste, sondern indirekt auch verursacht hat. Um neu zu beginnen, zieht sie mit ihrem Vater auf’s Land, in ein ja, recht unheimliches Haus, das sich als Totenpunkt mit Zugang zur Hölle herausstellt. So lernt sie auch die Toten Hush, Xeke und Via (allesamt sehr sympthisch!) kennen und begibt sich mit ihnen auf die Suche nach ihrer Schwester Lissa und macht Erfahrungen, die man niemanden wünschen würde.
Natürlich erwartet einen keine hohe Literatur und ausgeklügelte und vielschichtige Charaktere, aber es erfüllt seinen Zweck: es unterhält! Inferno ist spannend, teils eklig und auch ein bisschen humorvoll, sofern man auf eher schwarzen Humor steht. All das ergibt einen Pageturner, der eigentlich viel zu schnell schon wieder vorbei ist.

Fazit:

Interessante Version der Hölle

 

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Filmkritik: Snow White and the Huntsman

Snow White and the Huntsman
Cover: Universal Pictures

Originaltitel: Snow White and the Huntsman 
Studio: Universal Pictures
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012 
Länge: 127 Minuten 
FSK: 12 
Regie: Rupert Sanders
Darsteller: Kristen Stewart, Charlize Theron, Chris Hemsworth, …
Genre: Fantasy, Action

 

Inhalt:

Prinzessin Snow White verliert in jungen Jahren ihre Mutter und kurz darauf auch ihren Vater, nachdem er die mysteriöse Schönheit Ravenna heiratete. Es stellt sich heraus, dass alles ein perfider Plan war, um sein Königreich an sich zu reißen. Snow White verbringt ihr Leben fortan eingeschlossen im Kerker, doch als Erwachsene gelingt ihr die Flucht und der Kampf um ihr Königreich beginnt. Denn die eine ist das Verderben der anderen…
 

Meine Meinung:

In „Snow White and the Huntsman“ wird das allseits bekannte und beliebte Märchen „Schneewittchen“ neu aufgelegt, diesmal in düsteren, aber auch schönen Bildern.
 
Vorab muss ich sagen, dass ich anfangs überrascht war ob der niedrigen FSK-Freigabe, denn eigentlich hatte ich mit einer sehr düsteren und unheimlichen Version des bekannten Stoffes gerechnet.
Doch letztendlich ist alles wesentlich harmloser geworden, aber nichtsdestotrotz mit wirklich tollen Bildern, sei es die dunkle, wunderschöne Königin (verkörpert von einer gewaltigen Charlize Theron) oder der wunderschöne Feenwald als krassen Kontrast zum sonstigen dunklen Königreich.
 
Auch sei zu sagen, dass der bekannte Stoff etwas umgeschrieben wurde, sodass einem doch die ein oder andere Überraschung erwartet.
Nur leider konnten die Hollywoodproduzenten es nicht lassen, hier eine kleine Dreiecksgeschichte einzubauen, wie sie derzeit ja sehr gefragt ist. Empfand ich als etwas störend, da von Anfang an klar war, wie es enden würde.
In dem Zusammenhang ging es mir mit manchen Gefühlen auch zu schnell, da hätte man dann doch etwas mehr Tiefe hineinbringen sollen.
 
Jedoch ist „Snow White and the Huntsman“ vordergründig nunmal ein Actionspektakel mit Schlachten, Rittern und Trollen, Zwergen (ja, auch die Zwerge kommen nicht zu kurz) und Feen und einer abgrundtief bösen Königin, die allerdings auch unsicher und schwach gezeigt wird, was ich wieder als Pluspunkt anrechnen muss. So ist nicht alles schwarz und weiß gezeichnet, wie bei anderen Produktionen dieser Art.
 
Snow White and the Huntsman
Szenenbild: Universal Pictures
 
Ein weiterer Pluspunkt sind die Schauspieler, von denen Charlize Theron ganz klar den Film dominiert. Sie ist (wie immer) wunderschön, verleiht Ravenna Würde, aber auch Angst, Macht und gleichzeitig Unsicherheit. Sie ist immer präsent, spielt unglaublich stark und gewaltig. Eine hervorragende Besetzung.
Dagegen wirkt der Rest fast klein und unbedeutend, wobei ich gestehen muss, dass Kristen Stewart mich positiv überrascht hat, sie hat gut gespielt und in einer Szene richtig Feuer gezeigt. Sie war naiv, aber auch kämpferisch, fand ich gut herübergebracht.
Ebenso Chris Hemsworth als „The Huntsman“, der in seiner Figur sogar etwas Humor ins Spiel gebracht hat und defitiniv auch ein Anreiz für die weiblichen Zuschauer ist– so wie es Theron für die Männer sein dürfte.

Snow White and the Huntsman
Szenenbild: Universal Pictures

Snow White and the Huntsman
Szenenbild: Universal Pictures
Snow White and the Huntsman
Szenenbild: Universal Pictures
 
Somit ist für jedes Geschlecht etwas geboten: etwas Romantik, schöne Bilder und Hemsworth für die Damenwelt und Krieg, gute Schlachten und die beiden Damen Theron und Stewart für die männliche Bevölkerung.
 

Fazit:

Sehenswerte, dunkle Version von Schneewittchen
 
 
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