Messebericht

Rezension: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Leviathan

Cover: S. Fischer Verlag

Autor: David Levithan
Originaltitel: Every Day
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 8,99 € | Hardover 16,99 €
Genre: Jugend, Liebe, Drama

>>Buch bei Amazon kaufen<<*

 

 

 

Inhalt:

A führt ein außergewöhnliches Leben. Denn jeden Tag ein anderes. Nie weiß er, in welchem Körper er erwacht, nie weiß er, wessen Leben er ein Tag lang führen wird. Und es ist ihm egal, er hält einfach durch, Tag für Tag. Denn es ist sein Leben. Bis er Rhiannon trifft, die ihm zeigt, dass es nicht egal ist, kein eigenes Leben zu haben.

Meine Meinung:

Was für ein erfrischend anderes Buch, was für eine interessante Idee.

Jeden Tag in einem neuen Körper aufzuwachen, sich an neue Gesichter und neue Eigenarten zu gewöhnen. Das ist As Leben. Doch wie kann man so ein eigenes Leben führen, sich verlieben und glücklich werden, wenn man doch am nächsten Tag meilenweit entfernt sein kann?

A ist ein spannender Charakter, viel reifer als für 16 Jahre üblich. Nicht männlich und nicht weiblich, hat er (ich nenne es dennoch mal so) jeden Tag ein anderes Geschlecht und Aussehen. Und dennoch ist er im Inneren der Gleiche. Er kann den Menschen ihre Geschichten ansehen, aus den Menschen lesen und sammelt weitaus mehr Erfahrungen, als er es in diesem Alter sollte.
Er versucht, das Leben seines Körpers nie zu beeinträchtigen, keine Spuren zu hinterlassen und keine Veränderungen zu bewirken.

Bis er eines Tages Justin ist und sich in dessen Freundin verliebt. Ab da stellt er alles in Frage und ist bereit, jedes Leben eines jeden Jugendlichen zu verändern. Und hat er nicht irgendwo auch das Recht dazu? Selbst glücklich zu werden?

Eine sehr spannende Geschichte, tiefgründig und doch durch den Autor leicht umgesetzt. Der Leser lebt mehrere Leben, indem er A in jedes davon begleitet. Ob Junkie oder Depressiver, Schönheitskönigin oder unscheinbares Sklavenkind. Und zieht aus jedem seine Erfahrungen und teilt sie mit uns. Und erst, als er Rhiannon kennenlernt, ist er bereit, sich selbst ein Leben zuzugestehen und bringt seinen Körper dadurch teilweise auch in Schwierigkeiten – und hinterlässt Spuren.

Es wird spannend, berührend, witzig – es ist einfach ein sehr gelungenes Jugendbuch, endlich mal etwas anderes. Und irgendwie hofft ein Teil von mir auf eine Fortsetzung …

Fazit:

Hunderte Leben oder doch lieber nur eines?

 

*Affiliate Link
 
Messebericht

Rezension: Selection: Die Elite von Kiera Cass

Selection: Die Elite von Kiera Cass
Cover: Fischer Verlag

Autor: Kiera Cass
Originaltitel: The Elite
Teil 2 der Selection-Reihe
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 9,99 € | Hardcover 16,99 €
Genre: Jugend

>>Buch bei Amazon kaufen<<*

 

 

 
Inhalt:

Aus 35 sind 6 geworden – America gehört zur Elite. Maxon hat ihr seine Liebe gestanden, aber immer noch ist da Aspen, von dem sie nicht loskommt. Doch gerade, als sie sich sicher ist, als sie eine Entscheidung getroffen hat, geschieht etwas, das sie völlig aus der Bahn wirft – und alles in ein neues Licht rückt.

Meine Meinung:

Nach Band 1 war ich wirklich gespannt, wie es weitergeht, wie sich Americas Gefühle entwickeln werden. Natürlich war ich auch neugierig, wie sich die Umstände ändern, nun, da es nur noch 6 Mädchen sind und der Kampf um den Prinzen in die heiße Phase geht. Doch statt oberflächlicher Kämpfe und einem ewigen Hin und Her, wie ich es befürchtet hatte, nahm die Geschichte unerwartete Wendungen und erlangte sogar etwas Tiefgang.

Natürlich hatte ich Angst, dass es jetzt ein ewiges Hin und Her zwischen Aspen und Maxon gibt, denn immerhin gibt es 3 Bücher und erst im dritten wird America sich entscheiden. Daher ein dicker Pluspunkt, dass diese Dreiecksgeschichte eher am Rand stattfand und America Aspen sogar mal ihre Meinung geigte. Stattdessen gab es Stränge, die ich so nicht erwartet habe, die mich überrascht haben und das positiv.

Man kriegt direkt vor Augen geführt, dass Maxons Leben nicht so einfach ist, wie es den Anschein hat, dass auch er eine Bürde zu tragen hat, die weit darüber hinausgeht, dass er zukünftiger Regent eines großen Landes ist. Seine Entwicklung gefällt mir, auch kann ich seine Gedanken nachvollziehen. Naja, bis auf einen …

Gleichzeitig erfährt man etwas über die Entstehung von Illea und dank America das Regime von Illea angezweifelt wird, etwas, das man sich schon im ersten Buch wünschte – obwohl sie sich selbst damit degradiert. Ihr Hintergedanken dabei sind zwar zwiespältig, aber irgendwie gefällt mir hitzköpfige Art auch.

Ich will nicht zuviel verraten, aber dieses Buch geht über Freundschaft, Liebe und Bürden – und konnte mich noch mehr überzeugen als Band 1. War ich schon neugierig auf dieses Buch, kann ich es kaum erwarten, den dritten Teil in die Finger zu bekommen.

Fazit:

Nichts ist, wie es scheint

 
*Affiliate Link
Messebericht

Rezension: Selection von Kiera Cass

Selection von Kiera Cass
Cover: Fischer Verlag

Autor: Kiera Cass
Originaltitel: The Selection
Teil 1 der Selection-Reihe
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 368
Erscheinungsjahr: 2013
Preis:  eBook 9,99 € | Hardcover 16,99 €
Genre: Jugend, Liebe

>>Buch bei Amazon kaufen<<*

 

 

 

Inhalt:

America gehört zu Aspen. Nur können sie noch nicht zusammen sein, da er einer niedrigeren Kaste angehört. Um ihr die Chance nicht zu nehmen, drängt er sie, am Casting für das Casting zur zukünftigen Königin teilzunehmen. Wider ihrem Erwarten gehört America nun zu den 35 Mädchen, die um den Kronprinz Maxon kämpfen. Aber eigentlich gehört ihr Herz doch Aspen …

Meine Meinung:

Noch so ein Buch, an dem man nicht vorbeikommt, vor allem, seit Band 3 draußen ist. Bücherei sei Dank beschloss ich, auszuprobieren, was an dem Hype dran ist – und wurde überrascht.

Unangenehm an RTL-Niveau erinnert, dachte ich an viel Gezicke, eingebildete Prinzen und unsympathische Charaktere. Doch dem ist nicht so. America ist herrlich normal, kann mit dem ganzen Glamour der anderen Teilnehmerinnern nichts anfangen, ebensowenig damit, nun bedient zu werden, wo sie es doch gewohnt ist, für sich und ihre Familie zu sorgen. Ich mochte sie gleich, sodass es mir leicht fiel, ihren Gedanken zu folgen und ich neugierig war, wie es ihr ergehen würde.

Ihr Herz gehört Aspen, den sie oft heimlich trifft und somit Gesetze bricht. Aspen … ja, was soll ich sagen? Ich mag ihn nicht. Ich finde ihn nicht liebevoll oder fürsorglich, ich finde ihn arrogant. Unsympathisch.
Maxon ist dagegen ein richtiger Gegensatz, unsicher, aber der künftige Herrscher. Neugierig, nachsichtig – ein interessanter, vielschichtiger Mann, dessen Entwicklung glaubhaft geschildert wird. Ebenso gut, wie man sieht, wie sich zwischen Maxon und America etwas anbahnt. Erst Akzeptanz, dann Freundschaft und dann?
America hat einen guten Einfluss auf ihn, so wie er ihr andere Dinge zeigt. Es ist spannend, zu sehen, wie die beiden sich entwickeln und sich der anderen Seite öffnen.
Ich bin eindeutig parteiisch.

Das Aufeinandertreffen von 35 weiblichen (!) Teenagern, die um die Gunst eines (reichen!) Mannes kämpfen, fand ich sehr authentisch dargestellt und fast noch zu harmlos. Es gibt die lieben, die zickigen, die kämpferischen. Jede hat ihre Vorteile (na gut, fast jede). Sie sind so verschieden und die Spannungen sind vorprogrammiert.  Da darf man gespannt sein, wie es in Band 2 zur Sache geht.

Natürlich ist es die übliche Dreiecksgeschichte, aber in einem interessanten Setting und einer willensstarken Protagonistin, die einem ihre Gefühle näherbringt. Alles nachvollziehbar, herrlich locker und schnell weggelesen.

Teil 2 werde ich lesen und hoffe, dass es so gut weitergeht, wie es angefangen hat.

Fazit:

Ich hab es ausgewählt

 
*Affiliate Link
 
Messebericht

Rezension: Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion

Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion
Cover: Fischer Verlag

Autor: Graeme Simsion
Originaltitel: The Rosie Project
Teil 1 der Rosie-Reihe
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: eBook 9,99 € | Hardcover 12 €
Genre: Humor, Liebe

>>Buch bei Amazon kaufen<<*

 

 

 

Inhalt:

Don Tillman hat so seine Schwierigkeiten mit Frauen, obwohl er eigentlich ein ansehlicher Typ ist und als Professor auch ganz gut integriert ist. Wären da seine Ansprüche nicht … Um unnötigen Zeitverlust durch unpassende Frauen vorzubeugen, erstellt er einen Fragebogen, den jede mögliche Kandidatin ausfüllen muss. Doch dann taucht Rosie auf und widerspricht allen seinen Anforderungen – und doch ist da was, das er nicht einordnen kann …

Meine Meinung:

Ich und aktuelle Bücher? Das passt eigentlich gar nicht zusammen. Aber als ich das Rosie-Projekt in einem Bücher-Katalog entdeckte, wurde ich einfach neugierig.

Gleich auf den ersten Seiten wurde ich von dem flüssigen, wenn auch sachlichen, Erzählstil gefangengenommen. Don Tillman erzählt dem Leser von seinem Leben, seinen Date-Pleiten und wie er auf die Idee des Ehefrau-Projekts kam.

Man lernt ihn kennen, weiß, dass er sehr penibel in seiner Tagesplanung ist, alles ist auf die Minute genau abgestimmt und wehe, es passiert etwas unvorhergesehenes! Er ist sachlich, neutral, kaum empathisch (daher auch der Schreibstil), einfach etwas anders.
Auf den ersten Seiten hält er einen Vortrag über das Asperger-Syndrom und ihre Schwächen und Stärken – kommt einem schon jetzt ziemlich bekannt vor.

Doch trotz aller „Macken“ schließt man Don schnell ins Herz, denn er ist ein guter Mensch und sympathisch.
So richtig taut er auf, als er Rosie kennenlernt: Sie ist unpünktlich, Raucherin und Vegetarierin (bis auf nachhaltig produzierten Fisch!) – alles das, was er absolut nicht leiden kann.

Die beiden arbeiten für Rosies Projekt „Vatersuche“ zusammen und Don merkt, dass er trotz aller Vorurteile Gründe sucht, um mit ihr zusammen zu sein bzw. das Projekt weiterzuführen. Und der Leser merkt, dass Don dank Rosie auftaut und das Zeug zum Traummann hat.

Rosie erweicht nicht nur Dons Herz, auch als Leser muss man sie einfach mögen. Sie ist nicht perfekt, lustig und passt perfekt zu Don. Sie und Don haben eine Eigendynamik, es ist herrlich, die beiden zu „beobachten“. Natürlich ist nicht alles leicht und manches Mal muss man den Kopf schütteln, aber wie schon der Klappentext verrät: Gefühle haben ihre eigene Logik. Man kann sie nicht anhand äußerer Kriterien festmachen, wie Don es versucht. Und selbst wenn der augenscheinlich perfekte Partner vor einem steht: Ist er es auch?

Das Buch hat alles, was man für so einen Roman braucht: Viel Humor, Romantik (ja, etwas, so in Don’s Rahmen), sympathische Charaktere und vor allem ein schönes Ende, bei dem ich mitfiebern konnte.

Es stimmt einfach alles, von dem Hauptpärchen über die Nebenkonflikte mit der Vatersuche und die Nebencharaktere Gene (kein ganzer Sympathieträger) und Claudia (wach auf, Mädchen!) bis zum Ende, das Herzklopfen verursacht.

Man versinkt im Buch und hat die Seiten in kürzester Zeit durch – und findet es etwas schade, dass die Geschichte von Rosie und Don nun schon vorbei ist.

Fazit:

Gefühle haben keine Logik