ProtaInterviewLiliennächteKT

Rezension: Land der Verheißung von Leila Meacham

Cover: Goldmann Verlag

Autorin: Leila Meacham
Originaltitel: Somerset
Teil 1 der Toliver-Dilogie
Seitenanzahl: 640
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,99 €
Genre: Familiensaga

 
 Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares!
 
 
 
 

Inhalt:

Silas Toliver gibt für seinen Traum von der eigenen Baumwollplantage alles auf: seine Heimat South Carolina, seine Familie, seine Verlobte Lettie. Mit seiner ihm aufgedrängten Ehefrau Jessica und seinem besten Freund Jeremy bricht er in eine ungewisse Zukunft Richtung Texas auf, nur um sein eigener Herr zu werden – doch der Preis dafür ist hoch … 

 

Meine Meinung:

1836 bricht Silas Toliver von South Carolina in Richtung Texas auf, ein Unternehmen, das viel Platz im Roman einnimmt und mich somit sofort gefangengenommen hat. Der Charme der Südstaaten, der Kampf Jessicas gegen die Sklaverei, der innere Konflikt Silas, seine Reise zu harten Bedingungen finanziell zu ermöglichen, all das war so spannend und faszinierend, dass es mir leidtat, zu wenig Zeit für dieses tolle Buch zu haben.
Ich habe die Charaktere ins Herz geschlossen, mit ihnen gefiebert und gelitten und war erleichtert, als sie endlich ankamen und die Stadt Howbutker gegründet hatten, war gespannt, ihnen beim Aufbau und Einrichten ihres neues Lebens begleiten zu dürfen – doch genau da kam die Wendung.
Statt dass ich die liebgewonnen Personen weiterverfolgen durfte, kam die nächste Generation an die Reihe, sodass Jessica, Silas und Co. zwar noch die Hauptpersonen waren, sie dem Geschehen aber untergeordnet wurden. Plötzlich wimmelte es von Kindern, Enkeln, Bekannten, die noch dazu teilweise die gleichen Namen wie ihre Väter bekamen, sodass man eigentlich gar nicht wusste, auf wen man jetzt achten sollte. Die vorher hervorragende beschriebene Gefühlswelt wurde dem Leser nicht mehr deutlich gemacht. Es wurden Verluste erlitten, Kinder verloren – und doch ließ es mich kalt.
Und um das noch auszuweiten, stand plötzlich eine weitere Generation im Mittelpunkt. Die Zeit verging und man bekam es eigentlich gar nicht mehr mit. Die Entdeckungen, technischen Errungenschaften gingen ebenso wie das persönliche Leid und Glück der Charaktere unter, kurzum: Das Buch hatte seinen Charme verloren. Man liest neugierig weiter, aber eigentlich nur, um zu erfahren, wo alles hinführt, denn auch unsere Lieblinge aus dem Anfang haben ihr leuchtendes Licht verloren, sind verblasst, wie ihre Umgebung.
Dieser Roman fing so großartig an, nahm einen gefangen und versprühte diesen Flair von einem Buch, das Potenzial hat, zum Liebling zu werden – bis die große Wende kam. Ich hatte das Gefühl, dass das wichtige Thema, die Sklaverei, der Autorin am Herzen gelegen hat, dass genau dieser Kampf deutlich ausgefochten wurde und alles danach einfach geschah.
So bleibe ich als Leser zwar nicht richtig unzufrieden zurück, aber auch nicht so glücklich, wie ich es hätte sein können, wenn Mrs. Meacham sich weiterhin auf ihre Stärken konzentriert hätte – ihre Charaktere.

Fazit:

Eine Wendung, die alles ändert

 
 
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Rezension: Kein Kuss unter dieser Nummer von Sophie Kinsella

Kein Kuss unter dieser Nummer von Sophie Kinsella
Cover: Goldmann Verlag

Autor: Sophie Kinsella
Originaltitel: I’ve got your number
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsjahr:2012
Preis: eBook 8,99 € | Klappbroschur 9,99 €
Genre: Chick-Lit

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Inhalt:

Als Poppy ihren wertvollen Verlobungsring verliert, steht die Welt plötzlich Kopf. Doch als ihr auch noch das Handy geklaut wird, geht sie unter. Um die Suche koordinieren zu können, nimmt sie einfach ein weggeworfenes an sich. Es stellt sich heraus, dass es dem Geschäftsmann Sam Roxton gehört und sein ganzes Leben beinhaltet – in das sich Poppy nun gehörig einmischt

Meine Meinung:

Ich weiß, man fängt eine Rezension nicht so an, aber dennoch: Hach! Ich glaube, ich habe ein neues Lieblingsbuch aus der Feder von Sophie Kinsella.

Poppy Wyatt ist ein herrlicher Charakter, bisschen naiv, aber selbstbewusst – wenn es um andere geht. Sobald es sich um sie dreht, wird sie unsicher, fühlt sich ihren intellektuellen Schwiegereltern unterlegen. Statt sich um ihr Leben zu kümmern, greift sie in das von Sam Roxton ein. Mit Folgen, die manchmal schwer zu ertragen sind. Man kennt jemanden eben nicht, wenn man nur seine Inbox kennt. Aber sie meint es nur gut – und entlockt dem Leser damit so einige Lacher und Sam so einige Seufzer.

Die „Beziehung“ zwischen den beiden ist wirklich interessant und lustig. Wenn Poppy mal wieder tausend Smileys verwendet und Sam ihr geradewegs sagt, was er davon hält – und irgendwann auch von ihm Smileys kommen
Sie geben sich sehr viel und auch der Leser denkt einige Male: jup, das ist wirklich so.
 
Und ganz ehrlich: Sam ist einfach hach! Gegen Ende des Buches bekam ich einige Male Gänsehaut und mir wurde wirklich warm ums Herz.

Nicht nur Sam Roxton ist nicht so, wie der erste Anschein es aussehen lassen will, auch die anderen Charaktere haben das ein oder andere Geheimnis – und fügen sich wunderbar in diese Geschichte ein.

Man baut eine Verbindung zu allen auf, mag sie oder auch nicht, leidet und lacht mit – und auch, wenn man weiß, worauf es hinauslaufen wird, beschert es einem einfach nur ein Glücksgefühl.
Es ist locker, leicht, aber gleitet dabei nie in Kitsch ab.
Für einen Roman dieser Art ist es schwer, sich von dem Buch zu trennen, da man wie gefesselt ist. Von der Story, von den Personen – von allem. Manchmal denkt man „Das kann doch nicht sein“, nur um zu erleben, dass es wirklich so ist. Alle Gefühle werden angespielt.

„Kein Kuss unter dieser Nummer“ ist einfach rundum gelungen, paart Witz mit einer tollen Story, bringt Romantik und doch die ein oder andere Erkenntnis, die vielleicht nicht neu ist, aber einem ab und zu ins Gedächtnis gerufen werden sollte.

Fazit:

Humor, Gänsehaut und tolle Story

 
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Rezension: Sag’s nicht weiter, Liebling von Sophie Kinsella

Sag's nicht weiter, Liebling von Sophie Kinsella
Cover: Goldmann Verlag

Autor: Sophie Kinsella
Originaltitel: Can you keep a secret?
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsjahr: 2004
Preis: eBook 7,99 € | Taschenbuch 8,95 €
Genre: Chick-Lit

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Inhalt:

Emma Corrigan führt ein ganz normales Leben: sie führt eine glückliche Beziehung und hofft in ihrem Job auf eine Beförderung. Doch hinter der Fassade sieht es anders aus: ihr Beziehung findet sie nicht so toll wie alle anderen, der Job ist ihr xster in kurzer Zeit, mit ihrer Familie hat sie Probleme, da sie keine Karriere vorzuweisen hat wie ihre arrogante Cousine Kerry. Als sie ein wichtiges Meeting in Schottland hat, vergeigt sie es und auf dem Rückflug erlebt sie heftige Turbulenzen. Aus Angst zu sterben, verrät sie ihrem Sitznachbarn alle ihre Geheimnisse – ALLE! Doch das Flugzeug kommt heil zu Boden und Emma ist froh, dass ihr Nachbar ein Fremder war – ein Fremder, der sich 2 Tage später als ihr Chef herausstellt …

Meine Meinung:

Wieder ein herrlicher Frauenroman aus der Feder von Sophie Kinsella.

Wie auch schon bei ihrer Heldin Becky Bloomwood aus der Schnäppchenjägerin-Reihe ist es ihr auch hier gelungen, eine sehr sympathische und bisweilen auch etwas chaotische Protagonistin zu zeichnen. Emma schließt man sofort ins Herz, auch, da sie einem auf den ersten beiden Seiten schon einige ihrer Geheimnisse verrät.

Sie hat Macken und ist nicht perfekt, lügt sich teilweise selbst was vor, um den Vorstellungen anderer zu entsprechen. Sie gibt sich als coole Londonerin, dabei ist sie einfach ein normales Mädchen.

Man kann sich gut in sie hineinversetzen, denn wer will z.B. schon immer mit der perfekten Cousine, einer erfolgreichen Geschäftsfrau, verglichen werden, wenn man selbst keinen Job lange behält? Da das ganze noch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, versteht man es noch leichter und leidet mit Emma mit.

Emma stehen, wie bei Kinsella üblich, sehr liebenswürdige Charakter beiseite, in diesem Fall ihre beste Freundin Lizzy, die immer für sie da ist und sie unterstützt. Oder ihre Mitbewohnerin Jenna, über die man nur belustigt den Kopf schütteln kann, so verwöhnt und weltfremd wirkt sie.

Und auch der Traummann ist nicht perfekt, sondern mit Fehlern behaftet, die es der Beziehung schwer machen. Kein Märchen ist perfekt!

Dieser Roman unterhält und vertreibt die Zeit – und das immer mal wieder.

Fazit:

Großstadtmärchen um Geheimnisse

 

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