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Rezension: Mind Control von Stephen King

Mind Control von Stephen King
Cover: Heyne Verlag

Autor: Stephen King
Originaltitel: End of Watch
Teil 3 der Bill Hodges-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 528
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 18,99 € | Hardcover 22,99 €
Genre: Thriller, Horror

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 Mein Dank gilt dem Heyne Verlag für die Zusendung des Buches!
 
 
 


Inhalt:

Mr. Mercedes ist noch am Leben – und bösartiger denn je. Brady Hartsfield liegt angeblich teilnahmslos auf der neurologischen Station, von seinem Arzt von der Justiz abgeschirmt und mit experimentellen Medikamenten behandelt. Doch sein Gehirn hat sich weiterentwickelt und schmiedet einen Plan, der ihn doch noch in die Geschichte eingehen lassen soll – und ihm Gerechtigkeit bringen soll.
 

Meine Meinung:

Die Finders Keepers sind zurück! Und kämpfen gegen ihren alten Feind, Brady Hartsfield.

Als hätte es „Finderlohn“ nie gegeben, formiert sich rund um Hodges seine alte Bande – sie sind wieder vereint. Und brauchen ihre Stärke mehr denn je! 
 
Von der Hodges-Trilogie ist man eigentlich Realismus gewohnt, keine übernatürlichen Wesen, keine Monster, nur die Menschen selbst. Aber im dritten (und letzten) Teil kann der Meister doch nicht aus seiner Haut und verpasst seinem Monster Mr. Mercedes übersinnliche Fähigkeiten. Man bekommt hautnah mit, wie Brady Hartsfield sie entwickelt, erstmals einsetzt und sie schließlich kontrollieren kann und damit den ultimativen Coup plant.Genau wie Band 1, Mr. Mercedes, ist dieses Buch extrem spannend.
Auch hier ist man wieder auf beiden Seiten, man weiß, was Brady plant und sieht dabei zu, wie sich langsam das Begreifen auf Hodges Gesicht ausbreitet, wenngleich er sich dagegen wehrt.
Und man beginnt selbst zu überlegen: Ist so etwas möglich? Realität vermischt sich mit der Phantastik und das mehr als gekonnt.
Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen: Hollys Ticks, Hodges fürsorgliche Art und man lächelt, wenn Jerome mal wieder seinen alten Slang auspackt. Und selbst Brady erkennt man wieder und hasst ihn wie eh und je, besonders, wenn man dabei ist, wie er Menschen in den Selbstmord treibt.
 
Mein einziger Wermutstropfen ist das (gewollt) vorhersehbare in diesem Roman. Schon am Anfang weiß man, wie es enden wird, und der obligatorische Schneesturm hat mir nur ein genervtes Seufzen entlockt. Muss es denn wirklich immer ein Sturm zum Showdown sein?
 
Dennoch ist dieses Buch ein toller Abschluss der Hodges-Trilogie und ich muss sagen, dass die Finders Keepers mir fehlen werden. Macht’s gut!
 
Noch etwas in eigener Sache: Warum muss man englische Titel mit englischen Titel versehen, statt die Originaltitel beizubehalten? Band 1 englisch, Band 2 deutsch, Band 3 wieder englisch – muss das wirklich sein, lieber Heyne Verlag?

Fazit:

It’s the end of watch

 
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Rezension: Der Gerechte von John Grisham

Cover: Heyne

Autor: John Grisham
Originaltitel: Doubleday
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 416
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 18,99 € | Hardcover 22,99 €
Genre: Justiz

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Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

 

Inhalt:

Sebastian Rudd ist geschieden, ein miserabler Vater und Anwalt. Er übernimmt die Fälle, die niemand sonst will – egal, wen, egal, was, egal, welche Drohungen ihn daran hindern wollen.
Sein Büro ist ein kugelsicherer Van, sein Bodyguard die einzige Hilfe.

Meine Meinung:

Der Klappentext ist sehr vielversprechend, aber wenn ich ehrlich bin, hab ich einen Roman mit zusammenhängendem Thema erwartet. Stattdessen bekommt man viele verschiedene Fälle in mehr oder minder Kurzgeschichten serviert. Etwas, das man von Grisham nicht so wirklich kennt. Es gibt einen durchläufigen roten Faden, Sebastian selbst, und jede Geschichte wird aufgelöst und auch nachher wieder erwähnt, sodass man merkt, dass einiges parallel läuft.

Sebastian Rudd ist ein interessanter Charakter, von dem ich gerne mehr lesen würde. Wenngleich auch nicht unbedingt von seiner Mixed Martial Arts – Leidenschaft. Die hat für meinen Geschmack zu viel Platz eingenommen. Aber die Fälle sind durchwegs interessant und typisch Grisham: kritisch wird das Rechtssystem unter die Lupe genommen, von einem Anwalt, der selbst nicht mehr so recht daran glaubt.
Wenn man mitbekommt, dass ein unschuldig Angeklagter trotz aller Gegenbeweise als Todeskandidat gehandelt wird, muss man schon einmal schlucken – wohlwissend, dass das nicht nur reine Fiktion ist. 

Dank des gewohnt flüssigen Schreibstils des Autors fliegt man durch die Fälle und als es dann auch noch persönlich wird, fiebert man als Leser mit und hofft auf eine gute Auflösung. Die es allerdings nicht immer gibt. Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten, um nicht zuviel vorab zu nehemn.

Ich hoffe einfach, dass es mit Sebastian Rudd weitergeht – aber dann vielleicht mit einem richtig durchgängig erzählten Roman. So ganz hat mir die Erzählweise trotz allem nicht zugesagt.

Fazit:

Der Gerechte Sebastian Rudd

 
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Rezension: Basar der bösen Träume von Stephen King

Cover: Heyne

Autor: Stephen King
Originaltitel: The Bazar of bad dreams
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 768
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 18,99 € | Hardcover 22,99 €
Genre: Kurzgeschichten, Horror

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Mein Dank gilt dem Heyne Verlag für die Zusendung des Buches!

 

 


Inhalt:

20 Kurzgeschichten erwarten uns in „Basar der bösen Träume“, eine weitere Kurzgeschichtensammlung aus der Feder von Stephen King.

Meine Meinung:

Stephen King ist ein Autor, der zwei Schreibkünste beherrscht: er schreibt großartige Romane und großartige Kurzgeschichten. Wobei kurz hier manchmal das falsche Wort ist.Dadurch war die Freude über einen neuen Kurzgeschichtenband natürlich groß, vor allem, da ich diesem Genre mittlerweile wesentlich mehr abgewinnen kann als früher noch.

Und doch wusste ich hier teilweise nicht, was ich von halten sollte.
Tolle, spannende Geschichten wechseln sich mit öden und teilweise sinnlosen Geschichten ab. Ein faszinierendes Werk wie „Ur“ taucht im gleichen Buch auf wie das unsagbar langweilige „Premium Harmony“. Dann wieder kommen seitenlange Baseballspielzüge an der Reihe („Blockade Billy“) und langweilen einen kein bisschen.
Die Qualität der Geschichten schwankt einfach. Und von manchen könnte man gar meinen, sie seien nicht von ihm geschrieben.

Irgendwie hab ich mehr erwartet, was auch daran lag, dass natürlich manche Geschichten schon bekannt waren, da sie früher veröffentlicht wurden (wie z.B. „Böser kleiner Junge“ oder eben auch „Ur“)
Was mir allerdings sehr gefallen hat, sind seine einführenden Erklärungen, wie er auf die Ideen kam – sehr interessant zu lesen.

Hier werden Albträume garantiert nicht wahr, denn keine der Geschichten hat das Zeug dazu, einen um den Schlaf zu bringen. Und bissig ist höchstens das Auto in „Raststätte Mile 81“ (das auch schon bekannt war).
Doch langsam wird es wieder Zeit für einen echten King, für einen Roman, der einen nicht schlafen lässt, der einem noch lange nachgeht.

Aber wie das eben so ist: Nicht jedes Buch kann ein Meisterwerk sein – auch Stephen King ist nur ein Mensch.

Fazit:

Hier werden Albträume leider nicht wahr

 
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Rezension: Finderlohn von Stephen King

Cover: Heyne Verlag

Autor: Stephen King
Originaltitel: Finders Keepers
Teil 2 der Bill-Hodges-Reihe
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 544
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 11,99 € | Hardcover 22,99 €
Genre: Thriller

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Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Exemplar!

 

 

Inhalt:

Pete Saubers, dessen Familie vom Mercedes-Killer auf eine harte Probe gestellt wurde, findet eine Tasche voller Geld – und Notizbüchern. Der Inhalt gehört dem Autoren John Rothstein, der in den 70ern brutal ermordet wurde. Und der Mörder wird zur gleichen Zeit aus dem Gefängnis entlassen, wo er über 30 Jahre darauf gewartet hat, Rothsteins Vermächtnis zu lesen …

Meine Meinung:

Bill Hodges ist zurück! Oder?

Nicht so ganz … Zwar taucht „Kermit“ wieder als Ritter in der strahlenden Rüstung auf, doch diesmal ist es mir zu wenig von ihm und seiner Crew, den „Finders Keepers“. Hodges und Holly und auch ein relativ normaler Jerome tauchen erst relativ spät auf und spielen keine wirklich wichtige Rolle.

Die bleibt Pete Saubers und Morris Bellamy vorbehalten, ein Teenager und ein Mörder, beide fasziniert von den Werken John Rothsteins.

Die beiden machen diese Geschichte aus: Diese beiden so gegensätzlichen Charaktere, die gleichzeitig soviel gemein haben. Nur Stephen King kann so faszinierend von Büchern, den Macht der Worten und über das Schreiben und Lesen schreiben, zeigen, was es aus Menschen machen kann. Es ist ein Vergnügen, den Weg der beiden zu begleiten und das, obwohl Morris bei weitem nicht so ein interessanter Charakter wie es seinerzeit Brady Hartsfield war.

Und auch hier gelingt es King wieder einmal, ein Familienleben so zu sezieren, dass man mitfühlt, sich hineinversetzt und das, ohne dass eigentlich etwas passiert. Man baut eine Verbindung zu Pete auf, macht sich Sorgen um die Ehe seiner Eltern und natürlich auch, wie es seiner kleinen Schwester ergehen wird. Und obendrein bekommt man als Leser schöne Parallelen zu „Mr. Mercedes“ serviert.

Jedoch gibt es für mich ein großes Manko an diesem Buch: Die Vorhersehbarkeit, die dafür sorgt, dass man genau weiß, worauf es hinausläuft und somit das, was wirklich spannend sein sollte, blass und eben spannungsarm wirkt. Obwohl zu Ende hin soviel passiert, ist es irgendwie enttäuschend geworden – da hätte man einfach mehr Spannung herausholen, den Leser mehr mitnehmen können.

Ich sage es ungern, aber da hat King einfach mehr drauf. In Mr. Mercedes lief ein Film vor meinen Augen ab, der in Finderlohn manchmal stockte, bei dem es mich nicht störte, mal eine Pause einzulegen.

Alles in allem hatte ich mir etwas mehr erwartet, denn als Krimi/Thriller wäre das Buch bei mir durchgefallen, nur die Charaktere und die tolle Story um die Faszination der Bücher hat daraus einen Roman gemacht, in den man gerne eintaucht und der sicher auch für ein erneutes Lesen zur Hand genommen wird. Stephen King regt zum Nachdenken an und das auf seine eigene Art. Und dank des Endes kann ich es kaum erwarten, bis es weiter geht – da könnte etwas ganz Großes auf uns zu kommen.

Fazit:

Shit don’t mean shit

 

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Rezension: Das Geheimnis von Ella & Micha von Jessica Sorensen

Das Geheimis von Ella & Micha von Jessica Sorensen
Cover: Heyne Verlag

Autorin: Jessica Sorensen
Originaltitel: The Secret of Ella & Micha
Teil 1 der Ella & Micha – Dilogie
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 288
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: eBook 7,99 € | Taschenbuch 8,99 €
Genre: Liebe, Jugend

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Vielen Dank an Claudias Bücherregal für das Zusenden dieses Rezensionsexemplares!

 
 

Inhalt:

Ella ist vor Monaten Hals über Kopf aus ihrer Heimatstadt geflüchtet und hat alle, inklusive ihre Jugendliebe Micha, ratlos zurückgelassen. Über den Sommer kehrt sie zurück und mit ihr auch all ihre Gefühle, die sie unterdrücken wollte. Ella kommt nicht von Micha los – aber auch nicht von ihrer Vergangenheit.

 

Meine Meinung:

Über Jessica Sorensen stolpert man ja desöfteren und als sich mir die Möglichkeit bot, hab ich sie genutzt, um mir selbst ein Bild zu machen.
Die Autorin wirft einen sofort mitten ins Geschehen, Ella kommt nach Hause und man erfährt, dass sie quasi ans College geflüchtet ist. Danach taucht auch schon Micha auf und die beiden kommen sich näher. Was nicht immer schlecht ist, wirkt hier Knall auf Fall, mit keinerlei Möglichkeit, die Charaktere kennenzulernen.
Dabei sind sie gar nicht mal so unsympathisch, aber mir fehlt die Tiefe, die Entwicklung. Zumal sich irgendwie auch die Bilder, die man sich von ihnen macht, mit dem Geschriebenen widersprechen, aber das wird ein persönliches Problem gewesen sein. Beide haben Probleme und besonders aus Ellas wird ein großes Geheimnis gemacht, dessen Auflösung … banal wirkte. Es war sicher eine Last und jeder geht damit anders um, aber irgendwie hab ich mehr erwartet, so groß wurde es aufgebaut.

Eigentlich haben mich die Nebencharaktere wie Ethan und Lila mehr interessiert, obwohl ich noch schwanke, ob ich die Geschichte dieser beiden lesen werde, denn so wirklich warm wurde ich mit Sorensens Stil nicht. Durchaus flüssig zu lesen, sodass man schnell durch die Seiten ist, aber irgendwie … kalt. Man vermochte zwar durchaus mal ein Knistern zu verspüren, aber selbst das wurde im Keim erstickt.

Es entstand einfach keine Nähe zu den Charakteren, die es wirklich nicht leicht im Leben haben, sodass ich nicht berührt und somit gefesselt wurde, obwohl sogar beide zu Wort kamen. Sie blieben mir gleichgültig.

Die Geschichte an sich ist gut, hat viel Potenzial, aber leider ebensoviel verschenkt. Sie läuft lieblos vor sich hin, ohne etwas zu sagen.

Fazit:

Lässt keine Nähe zu

 

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