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Rezension: Ruf der Dunkelheit von Vincent Voss und Constantin Dupien

Cover: Constantin Dupien

Autor: Vincent Voss und Constantin Dupien
Indie
Seitenanzahl: 116
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: eBook 0,99 €
Genre: Horror, Novelle

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Danke an Constantin Dupien für das Rezensionsexemplar!

 

 

 

Inhalt:

Weihnachten 1914: Deutschland und England bekriegen sich, schlachten einander ab, jeder möchte den Sieg nach Hause holen. Dabei bedroht etwas Älteres, Gefährlicheres die Leben all derer im Schützengraben. Es ist dunkel, es ist böse. Und es ist erwacht.

Meine Meinung:

Vincent Voss und Constantin Dupien haben sich zusammengetan, um einen Kurzroman zu schreiben. Kann ja eigentlich nur gut werden. Dennoch war ich etwas skeptisch, denn Kriegsschauplatz – naja. Nicht so mein Fall.
Gut, dass ich dennoch angefangen habe, zu lesen, denn bereits nach wenigen Seiten war ich absolut gefesselt.

Erzählt wird der Roman aus zwei Sichtweisen: Mallory, ein „Tommy“ und Walter, ein „Kraut“. Ein Engländer und ein Deutscher, jeder denkt, der andere sei das Monster. Und doch sind sie sich ähnlicher als gedacht. Jeder erlebt etwas, das ihn an seinem Verstand zweifeln lässt. Jeder weiß, dass da etwas ist.
Und als Leser ist man hautnah dabei, wenn Mallory das Loch entdeckt oder wenn Walter auf Mission geschickt wird. Man begleitet sie durch die Dunkelheit, läuft an den Leichen ihrer Kameraden vorbei.

Schnell vergisst man, dass man an der Front ist, obwohl das Leid und der Tod allgegenwärtig sind. Man friert mit den Soldaten, leidet mit ihnen – und doch weiß man, dass da mehr ist. Dass da etwas ist … Man wird von Düsternis belegt.

Ich wurde absolut in den Bann gezogen, war gespannt, was geschehen und worauf alles hinauslaufen wird. Nur ab und an ein paar krumme Sätze haben mich beim Lesen gestört – und das Ende. Das war mir einfach zu vorhersehbar und hinterlässt einen fahlen Beigeschmack. Da wäre mehr drin gewesen.

Und doch zeigen die beiden Autoren hier wieder einmal, was sie können. Ich bin gespannt, was man als nächstes erwarten darf.

Fazit:

Atmosphärische Horrorstory aus deutschen Landen

 
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Rezension: Castingshow von Andreas Acker

Cover: Andreas Acker

Autor: Andreas Acker
Indie
Seitenanzahl: 385
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 2,99 €
Genre: Thriller, Humor

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Vielen lieben Dank an Andreas Acker, dass ich auch dieses Buch wieder rezensieren durfte!

Inhalt:

Autor Arne hat seit seinem Bestseller „File: Not found“ nichts ordentliches mehr aufs Papier gebracht, glänzt stattdessen mit privaten Problem und Suppennudeln. Als sein Agent ihm die Pistole auf die Brust setzt, zieht er zähneknirschend in ein Hotel, um an einer Castingsshow für Autoren teilzunehmen. Geplant: eine feste Wortzahl pro Tag in Ruhe und Abgeschiedenheit. Nicht geplant: Konkurrenzkampf, Neid und nachts schreiende Frauen. In dieser Castingshow verläuft nichts nach Drehbuch.

Meine Meinung:

Endlich ein neues Buch von Andreas Acker. Nach „Die Beschleunigung der Angst“ und „Unrein“ waren meine Erwartungen relativ hoch.

Diesmal wurde es ein Thriller mit einem ungewöhnlichem Thema: eine Castingshow für Autoren. Auf die Idee muss man erstmal kommen, selbst in unserer von solchen Shows überfluteten Zeit. Denn wer will schon ein paar Autoren beim Tippen zusehen?
Nach diesem Buch kann ich nur sagen: ich!

Auf keiner einzelnen Seite kam Langeweile auf, stattdessen wurden immer neue Fragen aufgeworfen. Aus der Ich-Perspektive erzählt uns Arne seine Sicht der Dinge, lässt den Leser an den Ereignissen im Wellnesshotel teilhaben, die alles andere als entspannend sind. Neid, Missgunst und Konkurrenzkampf bestimmen den Alltag. Selbst als Leser weiß man nicht, wem man trauen kann und wer nur ein Spiel spielt, um sich selbst die Sympathie der Zuschauer zu erkämpfen. Dabei hat Andreas Acker einen bunt gewürfelten Mix von Autoren zusammengestellt: Sachbuchautoren, abgehalfterte Musiker, Liebesroman- und Thrillerschreiber. Charismatische Typen und skurille Frauen. Und alle wunderbar mit einem schön bissigen Humor geschildert, sodass ich desöfteren schmunzeln, wenn nicht gar laut lachen musste. Herrlich!

Dabei muss ich ehrlich sagen, dass es keinen richtigen Sympathieträger gibt, denn auch Arne tut und tat in der Vergangenheit Dinge, die ihn einem nicht nur gewogen machen. Und ihn versteht man noch, kann seinen Gedanken folgen, wodurch man automatisch mit ihm mitfiebert. Doch der Rest aller bleibt recht undurchsichtig, was dafür sorgt, dass man sich permanent fragt: Wie geht es weiter?

Ohne große Actionereignisse wird man bei der Stange gehalten, fliegt durch die Seiten und überlegt ständig, ob das von der Show so geplant war, ob jemand anderes dahintersteckt und was zum Teufel das alles soll. Es fällt einem teilweise schwer, Pausen zu machen, denn die Kapitel sind verlockend kurz, sodass man leicht darin verfällt „noch schnell eins zu lesen“ – bis das Buch mit einem Knall, mit dem man nicht rechnet, zu Ende geht.

Für mich hat sich Andreas Acker als einer DER deutschen Spannungsautoren fest etabliert. Er schafft es mit einer klaren und geraden Sprache, einen fest in seinen Bann zu ziehen – und dann lässt er einen nicht mehr los.

Fazit:

Die fesselndste Castingshow seit langem

 
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Rezension: Party mit Frosty von C.M. Singer

Party mit Frosty von C.M. Singer
Cover: C.M. Singer

Autor: C.M. Singer
Indie
Seitenanzahl: 15
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 0,99 €
Genre:
Weihnachten

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Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf dieses ebooks werden “Sternstunden e.V.” gespendet.

 

 

 

Inhalt:

Neue Wohnung, keine Freunde, kein Mann – Julia erträgt Weihnachten nicht und lässt sich im Freien neben einem Schneemann volllaufen. Immerhin hat sie mit ihm Gesellschaft. Bis der Weihnachtsmann höchstpersönlich hinzustößt.


Meine Meinung:

Manche Leute haben’s schon bescheiden an Weihnachten. Und dann werden sie auch noch permanent daran erinnert, wie glücklich Andere sind, dass die Familie haben und so weiter. Und sie selbst stehen da und betrinken sich. (Warum haben Kneipen wohl an Weihnachten offen?)
 
Und dann … können doch kleine Weihnachtswunder geschehen, wie in dieser Geschichte. Mir wurde von Seite zu Seite wärmer ums Herz, bis ich am Ende den Kindle mit einem Lächeln im Gesicht weggelegt habe. 
 
C.M. Singer hat’s einfach mal wieder geschafft und das mit wenigen Worten.
 
Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, um nicht zu viel zu verraten, nur soviel: Lest die Geschichte! Und tut damit sogar was Gutes, denn er Erlös wird gespendet.
 

Fazit:

Das Fest des Beisammenseins

 
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Rezension: Barfuß durch Scherben von Hannah Siebern

Barfuß durch Scherben von Hannah Siebern
Cover: Amazon

Autor: Hannah Siebern
Teil 2 der Barfuß-Reihe
Indie
Seitenanzahl: 312
Erscheinungsjahr: 2015
Preis:  eBook 3,99 € | Taschenbuch 11,99 €
Genre: Liebe

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Vielen lieben Dank an Hannah Siebern für das Vorabexemplar!

 

Inhalt:

Eigentlich hat Luisa alles geplant: Nach dem Abi geht’s zu ihrem Freund Tanju nach China, eine exotische Frau in einem fernen Land. Alles kommt jedoch anders, als ihre Mutter schwer krank wird und sie verwirrt einen verheerenden Fehler begeht. Ein Jahr später steht ihr Leben immer noch Kopf, als ihr Fehler erneut in ihr Leben tritt.

Meine Meinung:

Was war ich nach „Barfuß im Regen“ gespannt auf die nächste Geschichte, die sich um Jannas Schwester Luisa dreht. Ingeseheim hatte ich ja gehofft, dass einige Zeit vergangen wäre, denn in Jannas Geschichte ging mir die kleine Schwester doch ziemlich auf die Nerven.

Und leider zu Beginn auch hier. Ich tat mich sehr schwer, mich in Luisa einzufühlen, obwohl ich vieles voll und ganz nachvollziehen konnte. Andererseits war sie mir einfach unsympthisch. Im Laufe der Seiten ändert sich das, man hat das Gefühl, sie wird etwas reifer, und somit fiel es mir auch leichter, der durchaus interessanten Geschichte zu folgen. Was bei den anderen Charakteren nicht ganz so war. So wirklich sympathisch war mir niemand und auch Janna, eine tolle Figur, hat in diesem Buch eher das „Nerv-Gen“ abbekommen – aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen.
Kiki ist auch eine kleine Nervensäge und der Rest bleibt ziemlich blass. 
Und Kurt? Kein wirklicher Traummann, eher jemand von der Sorte „Bleib mir weg“.
Kurz gesagt: Die Charakterzeichnung fand ich diesmal nicht ganz so gelungen, vieles wirkt für mich unschlüssig und gestellt. Da helfen auch persönliche Einspieler von Kurt nicht. 

Richtig cool fand ich allerdings das Setting: Fast die Hälfte spielt auf dem bekannten Festival „Rock am Ring“ und mir, als nicht Festival-Gänger, wurde ein gutes Bild gezeichnet, sodass ich wirklich alles vor Augen sah. Die guten wie auch die negativen Aspekte.

Sehr gut beschrieben fand ich auch die Krankheitsgeschichte von Luisas Mutter und ihre Gefühle dazu, es wirkt, als wüsste die Autorin, wovon sie spricht. Nur das Ende war mir in der Hinsicht etwas zu heftig – das ist nichts, was jemand einfach so erträgt.

Die Idee an sich finde ich gut, die Umsetzung holperte leider etwas, was einen jedoch nicht daran hindert, die Geschichte in sich aufzusaugen, da Hannah Siebern einfach gut schreiben kann.
Ich bin gespannt, was man als Nächstes von ihr erwarten darf.

Fazit:

Da hätte man mehr rausholen können

 
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Rezension: Barfuß im Regen von Hannah Siebern

Barfuß im Regen von Hannah Siebern
Cover: Amazon

Autor: Hannah Siebern
Teil 1 der Barfuß-Reihe
Indie
Seitenanzahl: 428
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 3,99 € | Taschenbuch 11,99 €
Genre: Liebe

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Inhalt:

Nach einer bedrückenden Ehe in Mexiko startet Janna in Deutschland einen Neuanfang. Sie konzentriert sich völlig auf ihr Studium und lässt Männer links liegen. Bis Josh auf den Plan tritt, ihre Jugendliebe, mit der sie notgedrungen eine WG eröffnet. Mit seiner sorglosen Art lockt er sie langsam aus der Reserve – bis die Vergangenheit vor der Tür steht …

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die findet man nicht sofort – leider! Denn Barfuß im Regen gehört dazu, ich habe es nur gefunden, weil ich eigentlich mit der Nubila-Reihe der Autorin weitermachen wollte. Und dann fand ich dieses Schmuckstück. Cover und Klappentext haben mich überzeugt und letztendlich das gesamte Buch.

Einfühlsam lässt die Autorin Janna die Schrecken in ihrem Leben erzählen, arbeitet dabei gekonnt mit Rückblenden, sodass man eigentlich gar nicht anders kann, als mit Janna mitzufühlen und sie zu verstehen. Man hofft, dass sie sich ein eigenes Leben aufbaut, das aber selbst in Deutschland nicht immer leicht ist.

Und dann kommt Josh, scherzt, lacht und man fühlt förmlich, wie Janna langsam aber sicher auftaut, auch wenn sie versucht, sich seinem Charme zu entziehen. Es geht einem das Herz auf, es gibt wirklich sehr berührende Szenen zwischen beiden, aber auch Momente, in denen man Janna schütteln und sie am liebsten zu ihrem Glück zwingen wollen würde.

Dieses Buch ist humorvoll, charmant, feinfühlig, schockiert aber gleichzeitg – es bietet einfach soviele Facetten, soviele Gefühle, mit denen man als Leser jonglieren muss.
Dazu die interessanten Charaktere, nett und liebevoll, nervig und bösartig – all das ergibt ein Buch, in das man völlig eintaucht, ein Gefühl, das ich beim Lesen liebe.

„Barfuß im Regen“ von Hannah Siebern ist ein einfühlsamer Roman um die Liebe, die Angst und ein Verbrechen, das täglich noch viel zu oft geschieht. Dabei jedoch unverkrampft, locker und unterhaltsam – ein wahrer Geheimtipp!

Fazit:

Einfühlsam, humorvoll und unterhaltsam

 

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