Messebericht

Rezension: Der weiße Stern von Iny Lorentz

Der weiße Stern von Iny Lorentz
Cover: Knaur Verlag

Autor: Iny Lorentz
Teil 2 der Auswanderersaga
Verlag: Knaur
Seitenanzahl: 592
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 10,99 €
Genre: historisch

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Inhalt:

Walther und Gisela haben sich in Mexiko ein neues Leben aufgebaut, das hart ist, ihnen aber viele Möglichkeiten bietet. Als sie die ersten Indianer kennenlernen, reagiert Walther besonnen – und rettet somit seinem ungeborenen Sohn das Leben, denn kurz darauf kann er die Indianerin Nizhoni als Amme erwerben. Und sie wird sich noch in weiteren Fällen als große Hilfe beweisen …

Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt, zu erfahren, wie es dem Auswandererpaar aus „Das goldene Ufer“ in der mexikanischen Provinz ergeht. Das Autorenpaar hat sehr gut gezeigt, dass die Auswanderer es zu der damaligen Zeit nicht leicht hatten und vieles entbehren mussten, um sich ein neues Leben aufzubauen – und dass es nicht jeder geschafft hat.

Mit Walther und Gisela hatten sie ein starkes Paar geschaffen, bei dem man überzeugt war, dass sie alles gemeinsam meistern würden – auf Walther trifft das zu, aber Gisela wurden in diesem Teil von der starken Frau aus Deutschland zu einem schwachen Weib in Mexiko degradiert. Sie hat durch das Erlebte einen großen Knacks erhalten, mit dem ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte. Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, aber sie haben Gisela im ersten Teil als viel stärker gezeichnet – und nicht so. Teilweise war ich wirklich genervt von ihr, so leid mir das tut.

Nizhoni dagegen wurde von der von Trauer gebeutelten Frau zu einer, ja, fast schon Amazone aufgebaut, die stark ist – und eigentlich besser zu Walther passt. Sie kämpft, sie weiß sich zu wehren und lässt sich absolut nichts bieten. Und sie liebt Giselas Kinder wie ihre eigenen, die Freundschaft der beiden geht tief und gibt Gisela Kraft.

Auch die anderen Charaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte ein – die altbekannten, wie die neuen, nicht immer sympathischen.

Diese Geschichte spielt vor einem sehr interessanten geschichtlichen Hintergrund: die Eingliederung von Tejas als amerikanischer Staat Texas. Ich wusste darüber nicht sehr viel und es war wirklich spannend, mehr darüber zu erfahren, denn bei diesem Autorenpaar weiß man, dass sie gut recherchieren.

Das Ende kam überraschend, aber es passt einfach – sodass man sich auf Band 3 freut und gespannt ist, wie die Geschichte weitergeht.

Fazit:

Spannende Story vor interessantem Hintergrund

 
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Rezension: Das goldene Ufer von Iny Lorentz

Das goldene Ufer von Iny Lorentz
Cover: Knaur

Autor: Iny Lorentz
Teil 1 der Auswanderersaga
Verlag: Knaur
Seitenanzahl: 640
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: eBook 9,99 € | Klappbroschur 10,99 €
Genre: historisch

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Inhalt:

Die Kriegswaisen Gisela und Werner werden als Kinder vom Grafen von Renitz aufgenommen, da Walther ihm das Leben gerettet hat. Das ändert das Leben der beiden, denn Walther kann nun studieren und auch Gisela hat gute Aussichten auf der Burg voranzukommen. Im Laufe der Zeit entwickeln sich Gefühle, aber der eifersüchtige Sohn des Grafen gönnt Walther nichts – schon gar nicht die schöne Gisela …

Meine Meinung:

In ihrer neuen Reihe nimmt sich das Autorenpaar dem spannenden Thema Auswanderung an. Hier im ersten Band erzählen die beiden, wie Walther und Gisela aufwachsen, wie in Walther langsam der Gedanke wächst, dem strengen Deutschland zu entkommen – und wie er und Gisela zu einander finden.

Walther und Gisela sind zwei sehr sympathische Charaktere, die jedoch nicht von selbst zueinander finden, obwohl sie Gefühle für einander haben. Die Umstände bringen sie zusammen, die natürlich mal wieder nicht ohne sind. Der Sohn ihres Gönners ist hinter Gisela hier – und auch die Religion steht zwischen den beiden. 

Das Buch spielt Anfang des 19. Jahrhunderts und beginnt mit der Schlacht von Waterloo, in der Walther dem Grafen von Renitz das Leben rettet. 

Wir begleiten die beiden durch die ersten Jahre, dann Walther an der Uni und mit seinen Kommilitonen, die in ihm den Wunsch reifen lassen, gen Amerika aufzubrechen. Und letztendlich, wie sie tatsächlich gezwungen werden, auszuwandern – und wie sie angenommen werden. 

Es ist einfach eine spannende Geschichte, die einem dem Wunsch und später das Müssen einer Auswanderung früher näherbrachten, die Hoffnung, dort ein besseres Leben führen zu können, als in Deutschland als Magd (und damit Freiwild für Männer) oder als niederer Angestellter, immer auf die Gunst der Adligen angewiesen.
Zusätzlich wird die Kluft der Religion angesprochen, die damals größer war als heute. 

Natürlich läuft es auch etwas nach dem Lorentz’schen Schema F, aber wer Bücher der beiden liest, weiß, worauf er sich einlässt – und ich genieße es. 

Wie immer sehr gut recherchiert, katapultiert die Geschichte einen in die Zeit des Geschehens, lässt einen Teil davon werden. Dank des tollen Schreibstils und der lebendigen Charaktere (Haupt- wie Neben) ist man mittendrin, erlebt alles hautnah mit und meint, das Grauen der Überfahrt an eigenem Leib zu erleben.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es Gisela und Walther in Teil 2 ergeht.

 

Fazit:

Vielversprechender Beginn einer neuen Reihe

 

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