Messebericht

Rezension: Wie ich auszog Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurückkam von Romana Grimm

Wie ich auszog Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurückkam von Romana Grimm
Cover: Romana Grimm
Autor: Romana Grimm
Indie
Seitenanzahl: 182
Preis: eBook 2,99 € | Taschenbuch 6,95 €
Genre: Humor, Krimi
 
 
 Vielen Dank an Romana Grimm für das Bereitstellen ihres Romanes!
 
 
 
 
 
 
 

 

Inhalt:

Thomas Pohl ist Krimiautor, Frauenheld und nikotinsüchtig. So kommt es, dass er eines Morgens vor seiner Eroberung flüchtet und statt der begehrten Zigaretten einen Geheimauftrag eines Auftragskillers aus dem Zigarettenautomaten zieht. Der Beginn eines Tages voller Verrückten, Irrsinn und Gewalt. Und ohne Zigaretten…
 

Meine Meinung:

Die Zusammenfassung dieses Buches fällt mir schwer, denn ich will ja nicht zuviel verraten.
 
Das, was Thomas (Tom) Pohl an einem einzigen Tag erlebt, reicht anderen für ein ganzes Leben. Und dabei fängt alles ganz harmlos an, nämlich wie immer: Tom erwacht in einem fremden Bett und flüchtet vor seinem One Night Stand, deren Namen er nicht mal weiß. Eigentlich schon Grund genug, Tom total unsympathisch zu finden, denn ich bin kein Fan von solchen Typen. Schon gar nicht von erwachsenen Männern, die sich so aufführen.
 
Im Laufe des Buches lernt man ihn zwar nicht unbedingt näher kennen, aber man lernt, seinen Humor zu mögen. Der Humor in diesem Buch ist genau mein Fall: sarkastisch und böse. Tom bleibt meistens ganz cool und hat (fast) immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.
Als Gegenpol dazu schickt die Autorin Tom’s Zwillingsbruder Andreas (Andy) ins Rennen. Der ist Geheimagent im Auftrag der Bundesrepublik und schon lange hinter dem Auftragskiller her, dem Tom unfreiwillig auf die Füße getreten ist, als er ihm seinen Auftrag vor der Nase weggeschnappt hat. Klar, dass die beiden nicht unbedingt das perfekte Team sind, denn Andy ist diensttreu und streng, nimmt alles viel zu ernst und denkt nur an seinen Job – egal, ob sein Bruder dabei draufgehen könnte. Naja: fast egal.

Allein Tom und seine Sprüche sind es schon wert, das Buch zu lesen. Und Andy als sein Gegenpart – einfach klasse!

Die beiden sind einfach sympathisch, man kommt nicht gegen an, man fiebert mit und fragt sich, wie sie denn jetzt wieder aus den verworrenenen Situationen herauskommen.

Eigentlich die perfekte Kombi, ergänzt mit einer spanischen Domina und einem zigarettenrauchhassenden Mörder. Und natürlich dem ultimativ bösen Anführer, der einen perfiden Plan ausheckt. So einen braucht man immer.
 
Das Buch gefiel mir also ziemlich gut, aber zwischendurch (und auch schon am Anfang), gab es Szenen, die passten eher in einen Actionfilm als in ein Buch. Genauso kam es mir nämlich vor: als würde ich einen Actionfilm mit Bruce Willis in Buchform lesen. So wurden Verfolgungsjagden und Prügeleien seitenlang ausgewälzt, bis man gar nicht mehr wusste, was Sache ist. „Das Auto schlingerte auf die Seite, dann wieder auf die andere, etc.“ Das sind Stoffe, die in einen Film gehören, aber in einem Buch nicht unbedingt funktionieren. So haben sich diese Sequenzen für mich unheimlich gezogen, auch wenn Tom das ab und an mit einem Spruch aufgelockert hat (wie es eben seine Art ist).
Auch verfing sich Fr. Grimm in zu langen Erzählungen des Jahrhundertplanes, an dem ich bei der Hälfte ausstieg und einfach weitergelesen hab, ohne weiter mitzudenken. Aber man kennt das ja: Bösewichte müssen IMMER ihren Plan detailgetreu erklären.
 
Hinzu kommt noch, dass mir die Charaktere etwas zu eintönig sind. Keinerlei bzw. kaum Entwicklung, man erfährt nichts über sie, alles bleibt beim Thema. Keine Vergangenheit, keine Zukunftswünsche, nichts. Einfach die Menschen in dieser Situation. Die Guten sind gut und die Bösen böse. So einfach ist das.
Letztendlich hat mir das Buch Spaß bereitet, aber es hat eben so seine Schwächen. Deswegen habe ich mit der Bewertung gehadert und mich in Anbetracht der Zusammenfassung für die niedrigere Punktzahl entschieden – ich freue mich aber nichtsdestotrotz auf eine Fortsetzung!

Fazit:

Klasse Idee mit Schwächen in der Umsetzung

 

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Rezension: Verwesung von Simon Beckett

Verwesung von Simon Beckett
Cover: rororo
Originaltitel:  Calling of the Grave
Teil 4 der David Hunter – Reihe
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 416
Preis: eBook 9,99 € | Taschenbuch 9,99 €
Genre: Krimi, Thriller
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt: 

Der Mörder Jerome Monk ist nach 8 Jahren aus dem Gefängnis ausgebrochen. Damals hat er die Morde an 4 Mädchen gestanden, deren Gräber jedoch nie gefunden wurden. David Hunter war damals bei der Suche nach den Gräbern beteiligt und noch besteht die Gefahr, dass Monk es auf alle damals Beteiligten abgesehen hat …

Meine Meinung:

Der 4. Teil  um David Hunter teilt die Meinungen. Auch ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll.
 
Eins kann man sagen: es ist kein typischer Hunter. Wer gerne die Arbeit des Anthropologen beschrieben bekam und auf die Cleverness von Hunter setzte, wird hier bitter enttäuscht werden. Bis auf den Prolog, in dem wir in das Leben von David und seiner Familie eintauchen, erleben wir kaum die übliche Arbeit. Und von Cleverness ist in diesem Buch auch nicht viel zu spüren.
 
Vielmehr verhält sich Hunter untypisch und tappt von einer Falle in die nächste und stellt sich keine Fragen, sondern lässt alles seinen Gang gehen. Da hat mir sein Spürsinn und seine Hartnäckigkeit wirklich gefehlt – er handelt und wirkt einfach unglaublich naiv.
 
Dennoch ist das Buch spannend, auch, wenn man mal wieder den Plot gleich erraten kann. So fragt man sich, was es mit dem hünenhaften Monk wirklich auf sich hat. Nur weil einer wie ein Monster aussieht, ist er auch eins? Die Beschreibung von Monk ist Beckett auf jeden Fall vortrefflich gelungen, man konnte ihn mit seinen kalten Augen richtig vor sich sehen. Da hätte ich auch Angst bekommen…
Die restlichen Nebencharaktere sind mir aber zu einseitig beschrieben worden: der Arschkriecher, der Blender, der karrieregeile Polizeichef. Nicht zu vergessen Terry und Sophie – der eine egoistisch und unsympathisch, die andere naiv und teils nervtötend. Und Hunter mittendrin, der sich alles gefallen lässt und naiv alles annimmt, was ihm vorgesetzt wird.
 
Auch sind Beckett in diesem Fall deutlich mehr Logikfehler untergekommen als in den vorherigen Romanen, irgendwie wirkte das fast, als wäre er nicht bei der Sache.
 
Interessant fand ich aber den Einblick in das Leben von Hunter, als Alice und Kira noch lebten, wie ihr Alltag aussah und auch, welche Probleme sie hatten. Und warum sich Hunter immer schuldig fühlte…

Fakt ist: es ist ein spannendes Buch, bei dem sicher kaum Langweile aufkommt – aber man ist enttäuscht, wenn man die Vorgänger kennt und weiß, wie gut Beckett seine Sache eigentlich machen kann.

Fazit:

Ich will den wahren David Hunter zurück 

 

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Rezension: Leichenblässe von Simon Beckett

Leichenblässe von Simon Beckett
Cover: rororo
Originaltitel: Whispers of the Dead
Teil 3 der David Hunter – Reihe
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 448
Preis: eBook 9,99 € | Taschenbuch 9,99 €
Genre: Krimi, Thriller
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

Nach einem lebensgefährlichen Einschnitt in seinem Leben, geht David Hunter in die USA, um auf der prestigeträchtigen Body Farm, einem Lehrinstitut, zu entscheiden, wie es mit seinem Leben und seinem Beruf weitergeht. Dort angekommen, wird er in eine Ermittlung um einen sadistischen Serienmörder hineingezogen, der viele Opfer fordert…
 

Meine Meinung:

Mittlerweile sind wir beim 3. Teil um den sympathischen Anthropologen David Hunter, der dieses Mal nicht in einem abgeschiedenen Örtchen spielt, sondern in den USA auf der wirklich existierenden Body Farm, einem Ort zum Studieren der menschlichen Verwesung. Durch diesen amerikanischen Hauch gefiel mir das Buch auch sehr gut, denn ich kann mich immer nur schwer mit den englischen Begebenheiten und Arten anfreunden, auch wenn ich das jetzt nicht genauer beschreiben kann. So hat mir der Ausflug in die USA sehr gefallen.
 
Nach radikalen Einschnitten in sein Leben weiß Hunter nicht mehr weiter und fragt sich wieder einmal, ob er seinen Job überhaupt noch machen will. Von allem abgekapselt erhofft er sich in seinem früheren Studienort Ruhe und eine Antwort.
 
Doch sein Mentor und Freund Tom Liebermann ist gesundheitlich angeschlagen und so lässt David sich überreden, ihn bei einem Mordfall zu helfen – eine grausam zugerichtete Leiche wurde gefunden.
 
Dort trifft er auf unsympathische Menschen, bei denen er nur auf Ablehnung stößt, sei es der leitende TBI (Tennesee Bureau of Investigation) –Agent Gardner und dessen Kollegin Jacobsen oder dem arroganten Profiler Irving.
Auch hier ist wie üblich nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und es gibt ein tolles Team, sondern Ermittler, die andere Beteiligte nicht daheihaben wollen, Personen, die andere bewusst vor den Kopf schlagen und eine Umgebung, bei der ich wohl längst aufgegeben hätte 😉 Doch es ist nicht alles schwarz und weiß, Beckett versteht es gekonnt, den Personen Tiefe und mehrere Seiten zu geben.
 
Die Arbeit auf der Body Farm und bei den Autopsien wird wie immer interessant und verständlich geschrieben, sodass man den Gedankengängen von Hunter und Liebermann immer gut folgen kann – und teils sogar selbst Schlüsse ziehen kann.
Blutig oder eklig sind diese Arbeiten keineswegs, nur kann ich jedem mit schwachem Magen abraten, denn das Ende zerrt sicherlich dem ein oder anderen an den Nerven, so gekonnt versetzt Beckett seine Leser an den Ort des Geschehens.
 
In diesem Buch erfährt man auch viel von den Gedanken des Mörders und auch seiner Vergangenheit und seiner „Faszination“. Diese Mischung find ich sehr gelungen, so weiß man, dass der Täter wieder etwas plant, aber man weiß nicht, was genau es ist.
 
Die Spannungsschraube ist in dieser Geschichte nicht so extrem angezogen wie bei seinem Vorgänger, dennoch fiebert man immer weiter mit. Auch durch die persönlichen Einblicke in Hunters Beziehung zu seinem Mentor und seine Sorge ist man in der Geschichte gefangen und leidet teils selbst kräftig mit.
 
So hat Beckett es geschafft, einen spannenden Thriller zu schreiben, der uns kräftig verwirrt und immer wieder neue Stückchen hinwirft – bis zum grausamen Ende.
 

Fazit:

David Hunter in den Staaten – top!
 
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Rezension: Kalte Asche von Simon Beckett

Kalte Asche von Simon Beckett
Cover: rororo

Originaltitel: Written in bone
Teil 2 der David Hunter – Reihe
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 432
Preis: eBook 9,99 € | Taschenbuch 9,99 €
Genre: Krimi, Thriller
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

David Hunter hat sich nach den Ereignissen in Manham wieder in seinen alten Beruf als forensischer Anthropologe begeben. Infolgedessen soll er auf der abgeschiedenen Insel Runa eine verbrannte Leiche identifizieren und feststellen, ob es sich um Mord oder einen Unfall handelt. Bald steht fest, dass ein Mörder auf Runa umgeht – und die Insel ist durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschottet …
 

Meine Meinung:

Der 2. Teil von Becketts Reihe um David Hunter führt uns wieder in ein abgeschiedenen Örtchen mit nur wenigen Einwohnern. Ich freute mich, gefiel mir doch schon die Eigendynamik kleiner Dörfer in „Die Chemie des Todes“. Im Gegenzug dazu bietet diese Geschichte allerdings wirklich Spannung und wenig Vorhersehbarkeit.
 
Hunter fährt entgegen den Wünschen seiner Freundin (in seiner Beziehung kriselt es auch) nach Runa und trifft dort auf einen mürrischen Polizisten, seinem jungen Kollegen und dem Finder der Leiche, ein ehemaliger Polizist. Zusammen gehen sie auf Mörderjagd – mit vielen Steinen im Weg.
 
Die Charaktere werden hervorragend geschrieben, so amüsiert einen schon der Machtkampf zwischen Polizist Fraser und ehemaligem Cop Brody, der entgegen Frasers Wünschen die Ermittlung übernimmt.
Runa bietet auch viele eigenbrötlischer Menschen, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden und jemanden von außen nicht aktzeptieren, bis auf die Gönner der Insel, ein reiches Ehepaar, dass die Insel saniert und groß aufbauen will.
So stößt auch David Hunter bei seiner Arbeit auf viel Gegenwind, sei es wegen der Nutzung des örtlichen Krankenhauses oder anderen Dingen.
Zum Schmunzeln wird man durch eine junge Journalistin gebracht, die vor nichts zurückschreckt, um an Informationen zu gelangen – und dabei öfter unfreiwillig komisch wirkt.
So bieten die Charaktere einem alles von freundlich und nett bis kühl und arrogant.
 
Spannung ist fast von Anfang bis zum Ende da, sobald man weiß, dass es Mord war und der Mörder auf der Insel sein muss, stellt man selbst Vermutungen an, wer es sein könnte – und man gerät sicherlich auf die falsche Spur, soviel lasst euch gesagt sein.
Der Plot ist hervorragend gelungen und wirklich überraschend.
 
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch zum Ende hin – warum das nun wieder sein musste, versteh ich nicht wirklich. Das wirkt auf mich etwas arg konstruiert.
Dafür versöhnt einen das Ende wieder und lässt den Leser mit einem fiesen Cliffhanger zurück.
 
Somit hat dieses Buch wirklich alles, an dem es dem ersten Buch gemangelt hat – und hat auch die Vorzüge dessen.
 

Fazit:

Eine deutliche Steigerung zu Band 1 – so soll es sein! 
 
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Rezension: Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Die Chemie des Todes von Simon Beckett
Cover: rororo
Originaltitel: The Chemistry of Death
Teil 1 der David Hunter – Reihe
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 432
Preis: eBook 9,99 € | Taschenbuch 9,99 €
Genre: Krimi, Thriller
 
 
 
 
 

 

 

Inhalt:

David Hunter ist ein gefeierter forensischer Anthropologe, als ihn ein Schicksalsschlag ereilt, infolgedessen er in ein abgelegenes Dörfchen zieht und dort als Landarzt arbeitet. Ein paar Jahre später erreicht ihn aber seine Berufung wieder, als dort eine Frauenleiche gefunden und er um Mithilfe gebeten wird. Kurz darauf verschwindet eine weitere Frau und es wird klar: ein Serienmörder geht in dem kleinen Örtchen um …
 

Meine Meinung:

Von diesem Thriller hab ich viel gehört, gereizt hat er mich jedoch ehrlich gesagt nie. Aber vor kurzem bot sich mir die Möglichkeit, die Bücher von Simon Beckett einmal zu lesen.
 
Wie erwartet, hat mich „Die Chemie des Todes“ nicht vom Hocker gerissen, die Story ist altbekannt und thriller- bzw. krimimäßig ist mir alles doch zu vorhersehbar, wobei der Spannungsbogen dennoch immer aufrecht erhalten wird.

Dem folgt aber noch ein großes Aber: der Hauptdarsteller wird so sympathisch dargestellt und die Eigenheiten des Dorfes faszinieren einen so sehr, dass man doch immer weiter liest. 

Mit David Hunter ist Mr. Beckett ein sehr sympathischer Charakter gelungen, der trotz seiner Krise nie ins unerträgliche Jammern abgleitet, sondern immer „normal“ erzählt und auch den Mut nicht aufgibt, weiterzuleben – auch wenn es ihm schwerfällt. Auch seine Träume von seiner Familie werden sehr schön geschildert, sodass es einem noch leichter fällt, ihn ins Herz zu schließen.

 

Der Roman wird aus der Sicht Hunters erzählt, wobei auch ab und an Abschwenker zu den Opfern gemacht werden und wir erfahren, wie es ihnen ergeht. Dabei kommt auch das ein- oder andere Mal eine etwas deftigere Szene auf, gerade die Tierschützer werden es nicht leicht haben.
 
Die Eigendynamik kleiner Örtchen finde ich immer sehr faszinierend, daher fand ich es sehr passend, dass die Handlung in einen solch kleinen Ort gelegt wurde – in einer Großstadt wäre die Geschichte viel weniger gelungen gewesen.
 
Zum Ende hin fiebert man trotz des Erwarteten mit, will wissen wie es ausgeht – Spannung ist definitiv da. Auch wenn ich persönlich das Buch nicht Thriller nennen würde.
 

Fazit:

Äußerst sympathischer Darsteller in einem mittelmäßigen Krimi
 
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