ProtaInterviewLiliennächteKT

Rezension: Der Regen von Richard Laymon

Der Regen von Richard Laymon
Cover: Heyne Verlag

Autor: Richard Laymon
Originaltitel: One Rainy Night
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 448
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,95 €
Genre: Horror, Thriller

 

 

Inhalt:

Über die Stadt Bixby ergeht eines Tages ein schwarzer, warmer Regenguss, der alle Menschen, die damit in Berührung kommen, in blutrünstige Monster verwandelt, die alles Lebende um sich herum austilgen – besonders die Normalen. Bald ist in Bixby keine Menschenseele mehr sicher …
 

Meine Meinung:

Mein erster „übernatürlicher“ Laymon-Roman, geht es doch um einen seltsamen Regen, der auf eine Stadt niederfällt.
 
Nach einer kleinen Einführung der nachher Hauptagierenden, eine kleine, überschaubare Gruppe, fällt auch schon der Regen und der Leser bekommt gezeigt, wie er die Menschen verändert.
 
Auch wenn der Wahnsinn die ganze Stadt befällt, bekommen wir es nur genauer mit einer kleinen Gruppe von Menschen zu tun. Einer davon ist ein Cop, der seine Flamme sucht. Diese wiederum fällt den Mördern des Schülers in die Hände. Der Cop ist in Begleitung zweier Frauen, von der eine die Freundin des Toten ist, nachher „gabelt“ er noch eine auf und löst das Rätsel des Regens. Dann gibt es noch eine kleine Familie, von der sich die Eltern mit anderen Gästen in einem Restaurant verbarrikadieren und die kleine Tochter alleine mit ihrer Babysitterin zuhause ist und vom Freund von Denise angegriffen werden. Letztendlich hat jeder was mit jedem zu tun und es bestehen Zusammenhänge. Klingt nach vielen Menschen, ist aber überschaubar und so gibt es immer einen kleinen Ortswechsel und man liest, wie eine andere Gruppe ums Überleben kämpft. An Abwechslung mangelt es also nicht, auch, wenn natürlich jeder so in etwa das Gleiche durchmacht.
 
Auch sind die Charaktere abermals sehr sympathisch dargestellt, sodass man mitfiebert, wie es ihnen ergeht und hofft, dass alles glimpflich ausgeht. 
 
Letztendlich haben wir es mit einer anderen Art von Zombies zu tun, daher ist das ganze natürlich sehr blutig, denn die Menschen denken nur an Mord, Sex und Blut und werden dabei auch zu Kannibalen. Auch Laymontypisch ist das unlogische Verhalten mancher Protagonisten, so wird im Restaurant nach dem Töten der Eindringlinge und dem Verbarrikadieren erstmal schön gespeist und getrunken. Könnte ich nicht, wenn ich nicht weiß, wie es meinem Kind geht.
Auch stört es mich etwas, dass das Rätsel um den Regen zu bald gelöst wird. Schon ziemlich am Anfang und dann wollen sie sich zum Urheber des Ganzen durchkämpfen.
Dennoch ist genug Spannung vorhanden, denn natürlich läuft alles nicht unkompliziert vonstatten geht und wir ja auch noch andere agierende Personen ist, so hat man durchgehend Spannung und möchte immer wissen, wie es weitergeht.
 
Auch zeigt der Autor mit seiner Art, dass nicht jeder Mensch von äußeren Umständen zum Monster gemacht wird – einige tragen es mit sich rum …
 

Fazit:

Richard Laymons Variante der Zombies

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Rezension: Die Jagd von Richard Laymon

Die Jagd von Richard Laymon
Cover: Heyne Hardcore

Autor: Richard Laymon
Originaltitel: The Endless Night
Verlag: Heyne Hardcore
Seitenanzahl: 528
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,95 €
Genre: Horror, Thriller

 

 

 

 

 

Inhalt:

Jody übernachtet bei ihrer Freundin Evelyn, als in das Haus der Familie eine Gruppe Verrückter eindringt. Evelyn und ihre Eltern werden brutal ermordet, doch Jody gelingt es, unerkannt zu Evelyn’s Bruder zu gelangen. Gemeinsam fliehen sie – doch nicht ohne entdeckt zu werden. Die Jagd auf die beiden beginnt…
 

Meine Meinung:

Und wieder ein Laymon. Diesmal allerdings einer der, meiner Meinung nach, harmloseren Sorte.
 
Jody ist 16, klug und gewitzt und flieht mit dem Bruder ihrer besten Freundin, dem 12jährigen Andy, vor einer Gruppe verrückter Mörder, die Andys Familie sehr brutal umbrachten.
 
So ist man auf einer der ersten Seiten, als schon das erste Blut fließt und Evelyn umgebracht wird.
Man wird eiskalt in die Geschichte geworfen – und die geht gerade auf den ersten Seiten gewohnt brutal zu.
 
Jody und Andy schaffen es, zu fiehen, doch auch danach haben sie keine Ruhe, denn die Bande, die sich „The Krulls“ nennt, hat einen der ihren, Simon, auf die beiden angesetzt.
 
So erlebt man die Geschichte in diesem Buch aus zwei Perspektiven: Auf der einen Seite wird Jodys Sicht in Erzählerform nähergebracht, man erfährt, was sie erlebt und durchmacht. Und dann gibt es da noch Simons Sicht und „Arbeitsweise“. Man erfährt von ihm, wie er sie entdeckte und zurückgelassen wurde, um die beiden umzubringen. Dabei kriegt man all seine Schritte mit und seine Opfer, die auf der Jagd nach den beiden auf der Strecke bleiben.
Aber nicht nur das, interessanterweise erfährt man auch von den vorherigen Morden der „Krulls“ und wie alles begann.
 
Mit Jody, Andy und deren Beschützern hat Laymon wirklich einmal sympathische Figuren eingesetzt, ich hab jederzeit damit gerechnet, dass sie ins Gegenteil umschlagen und war ganz verblüfft, als ich das Ende gelesen hatte und gemerkt habe, dass sie wirklich durchgehend nett und „gut“ waren – wenn auch teils sehr naiv und mir zu abgebrüht. Bisher kannte ich das so noch nicht von Laymon.
Simon ist einem umso widerwärtiger, als er all seine Vorlieben und Morde schildert, dabei aber nie zu sehr ins Detail geht. Und doch scheint er der „Normalste“ der Bande zu sein. Schreckliche Vorstellung.
 
Die Geschichte war spannend und abwechslungsreich, der Spannungsbogen wurde immer aufrecht erhalten, immer war man auf der Hut und erwartete auf der nächsten Seite wieder irgendeine Aktion. Das Ende war mir allerdings etwas zu gewöhnlich, ich hab genauso damit gerechnet. Auch hat es mir nicht gefallen, dass die Hauptakteure bzw. Opfer doch noch Kinder sind (auch wenn man es ihnen oft nicht so sehr anmerkt), das müsste meiner Meinung nach nicht sein.
 

Fazit:

Blutige Jagd auf unschuldige Kinder
 
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Rezension: Nacht von Richard Laymon

Nacht von Richard Laymon
Cover: Heyne Hardcore

Autor: Richard Laymon
Originaltitel: After Midnight
Verlag: Heyne Hardcore
Seitenanzahl: 528
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,95 €
Genre: Horror, Thriller

 

 

 

 

Inhalt:

Die junge Alice passt auf das Haus ihrer Freunde auf, während diese verreist sind. Schon in der ersten Nacht erhält sie Besuch von einem Unbekannten, der nackt im Pool schwimmen geht. Als es an der Tür klingelt, geht sie bewaffnet an die Tür, aus Angst, er könne es sein – und erschlägt die Person. Doch dies ist nicht der geheimnisvolle Fremde …
 

Meine Meinung:

Irgendwie schwierig, den Inhalt zu beschreiben, ohne zuviel zu verraten.
 
Denn soviel sei gesagt: es kommt alles anders als man es erwartet, wenn man die Inhaltsbeschreibung liest.
 
Die ängstliche Alice ist nämlich gar nicht so ängstlich, wie sie anfangs rüberkommt. Durch die Ich-Erzählung erfahren wir alles von ihr: ihre Vergangenheit (nach und nach) und warum sie so handelt, wie sie es tut, was für uns als Leser nicht immer nachvollziehbar ist, aber dazu später noch mehr.
 
Dieser Laymon-Roman geht schon am Anfang richtig zur Sache und lässt dem Leser kaum Zeit zum Luftholen. Der erste Mord kommt schon nach wenigen Seiten und auch dann ist man erstmal sprachlos. Ein Schockmoment folgt dem nächsten, soviel Blut ist wohl in noch keinem Buch geflossen. Dabei spart der Autor auch nicht mit ekligen Details und perversen Spielchen – doch wer Laymon liest, weiß, worauf er sich einlässt: unsympathische Darsteller, haarsträubende Geschichten und oftmals fehlende Logik, garniert mit Horror, Sex und Gewalt.
 
Denn durch Alice Handlungen weiß man immer, dass es Fiktion ist – teilweise handelt sie so unrealistisch, dass man nur noch den Kopf schütteln und lachen mag. Aber nicht nur ihre Handlungen verwirren einen, auch die, der Personen, die in diesem Albtraum aus Blut mithineingezogen werden. Nichtsdestotrotz wird man bestens unterhalten, ein wahrer Pageturner.
 
Bei Laymon gilt: Gehirn ausschalten, lesen und sich unterhalten lassen – sofern man auf das Horrorgenre steht. Alle andern: Finger weg.
 

Fazit:

Bluttriefende Unterhaltung fernab der Logik

 

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Rezension: Die Insel von Richard Laymon

Die Insel von Richard Laymon
Cover: Heyne Hardcore
Originaltitel: Island
Seitenanzahl: 560
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,95 €
Genre: Horror, Thriller
 

Inhalt:

Ein Familienausflug in die Karibik wird zum Horror: Die Yacht explodiert, während die Familie auf einer Insel ist und macht sie somit zu Schiffbrüchigen. Als wäre dies nicht genug, scheinen sie auf der Insel nicht alleine zu sein: schon in der ersten Nacht gibt es ein Todesopfer – und es wird nicht das Letzte bleiben…
 

Meine Meinung:

Die Insel ist ein vielgelobtes Buch von Horrorautor Laymon, das wieder mal sehr in die abartigen Tiefen der Menschen blicken lässt.
 
Wir erfahren alles aus der Sicht von Rupert, der in einem mitgebrachten Notizbuch Tagebuch führt. Das ist anfangs sehr ungewohnt, da Rupert ein „kleiner“ notgeiler Junge ist, der auf fast alle Frauen in der Gruppe scharf ist und wir somit viele Schilderungen der Frauen und ihrem Aussehen (und seiner Fantasien) erdulden müssen, aber das gehört mit der Zeit zum Buch einfach dazu, wird also stillschweigend hingenommen.
 
Die Gruppe selbst besteht anfangs aus vier Frauen und vier Männern (alles Paare), mit der Zeit wird die Gruppe aber drastisch reduziert und Rupert ist alleine für die Frauen verantwortlich und somit der „Held“ der Geschichte.
 
Er selbst ist allerdings die meiste Zeit sehr unsicher und teils ängstlich, teils fühlt er sich aber für die Frauen verantwortlich und wächst über sich hinaus. Sympathisch ist er einem aber zu keiner Zeit.
 
Die Frauen allerdings auch nicht viel mehr, nur die Älteste Billie findet man nett (bis zum Ende) und rational denkend. Ruperts Freundin Connie hält nicht viel von ihrem Freund und so kommen von ihrer Seite viele Obszönitäten herüber, während Kimberly eine rachsüchtige Furie werden kann, die allerdings meist noch halbwegs natürlich wirkt und logisch denkt. Dann hätten wir da noch Thelma, die als erste ihren Mann verliert und einem immer überfordert und schwach vorkommt – bis sie das genaue Gegenteil wird.
 
Die Männer der Geschichte kann man eigentlich geflissentlich übersehen und vom Täter will ich nicht allzuviel verraten, nur dass er sehr sadistisch und verrückt ist.
 
Obwohl man keinen der Protagonisten sehr sympathisch findet, ist man völlig in der Handlung gefangen und möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. So sind die knapp 600 Seiten in kürzester Zeit ausgelesen. Es geht von einem Mord zum andern und auch die Protagonisten wehren sich und lassen sich einiges einfallen.
Erst zum Schluss hin wird die Spannungsschraube extrem angedreht, bis man die Seiten atemlos umblättert – und zum Schluss fassungslos das Buch in der Hand hält.
Der Plot der Geschichte ist zwar durch die vielen vorherigen Andeutungen teilweise nicht sehr überraschend, da man auch sehr früh den Täter kennt, andererseits erfährt man erst da das ganze Ausmaß des Horrors auf der Insel – hinter dem ein perfider und erschreckender Plan steckt.
 
Laymon wusste mit diesem Buch zu schockieren, nicht nur mit dem Ende, auch die Handlungen zum Ende hin sind teils sehr „abgedreht“.
 

Fazit:

Kranker Albtraum auf einer verlassenen Insel
 
 
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Rezension: Das Spiel von Richard Laymon

Das Spiel von Richard Laymon
Cover: Heyne Verlag
Originaltitel: In the dark
Seitenanzahl: 496
Preis: eBook 8,99 € | Taschenbuch 9,95 €
Genre: Horror, Thriller
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Inhalt:

Die Bibliothekarin Jane Kerry findet eines Abends einen Umschlag in dem sich 50 Dollar und die Anweisung, etwas in einem Buch nachzuschlagen, befinden. Sie tut es und gerät unversehens in ein Spiel, das sie nicht mehr stoppen kann. Die Aufgaben werden immer härter und schlimmer – und beenden kann es nur der Spielleiter…
 

Meine Meinung:

Mein erstes Buch von Richard Laymon, auf den ich durch Leser meines Bloges gestoßen bin – vielen Dank!
 
Das Spiel ist ein vorzüglicher Psychothriller, der langsam beginnt, schnell in Fahrt gerät und einen mitten in die Hölle manövriert.
 
Dadurch, dass dies mein erster Laymon-Roman war, fand ich es anfangs ungewohnt, dass der Autor keinerlei Sympathie zu seiner Protagonistin zustande kommen lässt. Man findet Jane naiv, nervend und möchte sie einfach nur schütteln.
Halbwegs sympathisch kommt ihr neuer Begleiter Brace daher, der es sich aber zerstört, indem er unlogisch handelt und immer weiter zu Jane hält, während jeder andere die Männer mit den weißen Jacken gerufen hätte (überspitzt gesagt)
 
Jane handelt unlogisch, man versteht aber ihre „Beweggründe“ dahinter: sie ist allein, gelangweilt und geldgeil, daher macht sie immer weiter mit, selbst nachdem sie alle Hemmungen verloren hat und eigentlich aufhören will.
 
Doch der Horror macht nirgends Halt: nachdem sie abends halbtot ins Bett fällt und schläft, hinterlässt der Master of Games Nachrichten auf ihrer Haut – erst mit Stiften, dann mit dem Messer, während sie gefesselt und geknebelt ist. Und nichts und niemand scheint ihn von ihr fernhalten zu können.
 
Aber obwohl man keine Verbindung mit den Darstellern hat und alles teils unlogisch läuft, möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Welche Aufgaben als nächstes folgen – bis man sich wünscht, man hätte nicht weitergelesen. Obwohl ich in der Hinsicht ziemlich schmerzfrei bin (sehe ja auch viele Horrorfilme etc.), hat selbst mir ein Teil des Buches den Magen umgedreht, so gut vermag der Autor manche Sachen zu beschreiben. Dabei bleibt die Sprache aber immer sehr einfach, sodass man das Buch sehr schnell durch hat.
 

Fazit: 

Laymon zeigt sarkastisch, wie weit Geldgier und Langeweile gehen können
 
 
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