Messebericht

Rezension: Willkommen in Hell, Texas von Tim Miller

Willkommen in Hell, Texas von Tim Miller
Cover: Festa

Autor: Tim Miller
Originaltitel: Hell, Texas
Teil 1 der Hell, Texas – Reihe
Festa Extrem Band 11
Verlag: Festa
Seitenanzahl: 155
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 4,99 € | Taschenbuch 12,90 €
Genre: Horror, Extreme, Torture Porn

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Dieses Buch gibt es gedruckt NUR beim Festa-Verlag als Privatdruck ohne ISBN.
Teil der Festa Extrem – Reihe – von Fans für Fans.

 

Inhalt:

Zwei Pärchen befinden sich auf einem Road Trip, als sie von zwei Polizisten angehalten und beschulidgt werden, illegale Einwanderer zu sein. Mit Waffengewalt werden sie in das kleine Örtchen Hell getrieben – und müssen erleben, dass eine Anklage harmlos gegen das ist, was sie wirklich erwartet. Die Hölle auf Erden …

Meine Meinung:

Manchmal frag ich mich schon, wie manche Autoren auf solche Ideen kommen – und warum ich es lese. Willkommen in Hell, Texas war da wieder so ein Fall, denn ohne Umschweife wird man mitten ins Geschehen geworfen: Vergewaltigung auf jede erdenkliche Art, Sadismus, kranke Spiele und menschenverachtende Experimente und Operationen. 

Jedem der vier Studenten geschieht dabei was Anderes – naja, zumindest im Grunde.
Einer gerät an die perverse alte Oma, seine Freundin an den typischen Hinterwäldler, wieder eine andere an Typen des gleichen Schemas und der Letzte gerät an den irren Doc. Zumindest ist es interessant, da jeder eine andere Ausgangssituation hat. 

Nur leider kann ich absolut nicht mitfühlen. Bin ich abgestumpft oder liegt es daran, dass ich keine Verbindung aufbauen konnte? Denn natürlich gibt es dazu keine Gelegenheit und wahrscheinlich auch nicht mal einen Grund. Dieses Buch soll schocken und nur das. Und das tut es halbwegs. Es bringt neue, kranke Ideen (Stuhl!), die aber (zum Glück!!!) fragwürdig in der Umsetzung sind und das Ende setzt dem Ganzen sowieso die Krone des Abstrusen auf – aber genau das war es, das für mich noch einen Extrapunkt herausgeholt hat. Ich hab es so nicht erwartet. Es ist verrückt, es ist irrsinnig – aber eben überraschend und … anders. Oder nur für mich? Egal, es hat das Ruder den entscheidenden Schwung gegeben. 

Die lahmen Erklärungsversuche des Autors haben meine Meinung beträchtlich nach unten gezogen, es war wirklich einfach nur gewollt und nicht gekonnt. Geben wir doch einfach zu, dass so eine Gewaltorgie keinen Grund hat – versuchen wir nicht, da noch was Pseudo-Bedeutendes reinzubringen.

Tim Miller kann schreiben und hat kranke Ideen – wäre schön, wenn er noch mehr aus sich herausholen könnte.

Fazit:

Abstruser Trip in die Hölle

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Rezension: Quäl das Fleisch von Monica J. O’Rourke

Quäl das Fleisch von Monica J. O'Rourke
Cover: Festa Verlag

Autor: Monica J. O’Rourke
Originaltitel: Suffer the flesh
Festa Extrem Band 7
Verlag: Festa
Seitenanzahl: 131
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: eBook 4,99 € | Taschenbuch 12,80 €
Genre: Horror, Torture Porn

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Dieses Buch gibt es gedruckt NUR beim Festa-Verlag als Privatdruck ohne ISBN.
Teil der Festa Extrem – Reihe – von Fans für Fans.

 

 

Inhalt:

Zoey ist etwas zu dick und fühlt sich nicht wohl. Als sie eines Tages auf der Straße von einer Frau angesprochen wird, die ihr ein Abnehmcamp empfiehlt, fühlt sie sich veräppelt, aber auch unwohl, denn die letzten Worte der Frau waren: „Bitte hassen Sie mich nicht.“
Kurz darauf versinkt Zoeys Leben im puren Horror, als sie verschleppt, gefoltert und vergewaltigt wird – Tag für Tag. 

Meine Meinung:

Quäl das Fleisch ist der erste Hardcore-Roman, den ich gelesen habe, der von einer Frau stammt. Wenn ich es nicht gewusst hätte, ich wäre nie drauf gekommen, denn FÜR Frauen schreibt Monica J. O’Rourke sicherlich nicht.
Vergewaltigungen und Folter reihen sich gefühlt endlos aneinander, Perversitäten, die sich keine Frau auch nur vorstellen will (wirklich nicht!), man kommt kaum zum Verschnaufen. Die Autorin geht mit ihren Charakteren alles andere als zimperlich um, lässt sie durch die Hölle gehen, unvorstellbare körperliche Demütigungen und Schmerzen erleben – man mag nicht darüber nachdenken, ob manche Dinge machbar sind oder nicht. Und das alles, damit die „Gäste“ dünn werden. Jawohl, das ist der Grund, der mich erstmal mit dem Kopf schütteln ließ, aber für Perversitäten ist heutzutage jede Ausrede recht – warum nicht auch diese? Natürlich nimmt man ab, wenn man leidet. Und das tun die Frauen in diesem Roman mehr als genug.

Schreibt ein Mann über Vergewaltigung erreicht mich das nicht so, wie wenn ich weiß, dass sich eine Frau das ausgedacht hat, die sich vorstellen KANN, was für Schmerzen und Verletzungen das sein müssen, die sie da beschreibt. Mir fiel es teilweise wirklich schwer, manche Szenen zu lesen, die oft und gerne ins Detail gingen – aber nicht ins wesentliche Detail. So geht es nur um die körperlichen Schmerzen, tagein, tagaus, bis der Leser die Übersicht verliert und erstaunt darüber ist, wie lange Zoey das schon erträgt, und sich fragt, WIE sie das erträgt, denn die seelischen Schäden, die so ein Martyrium auslösen müssen, bleiben unberührt, nur das Ende deutet auf eine gewisse Tiefe hin und war voll nach meinem Geschmack.
Schmerz, Qual, Folter – darauf wird das Augenmerk gelegt, das ist es, worauf die Festa-Extrem-Reihe abzielt.
Auch wenn ich die Hauptfigur Zoey, das normale Mädchen von nebenan, streckenweise nicht verstehen konnte (aber wie würde man selbst handeln?) – ich litt mit ihr und wie ich litt. Hier gibt es nichts, wo man drüber wegsehen kann, nichts, wo man sagen kann „Komm, ist doch total unrealistisch!“ – nein, man ist dabei, kann es kaum aus den Händen legen, bis man am Ende ist, was dank des flüssigen Schreibstils sehr schnell passiert. Erst dann kann man innehalten und darüber nachdenken, was man eben gelesen und warum man es ausgehalten hat. 

Man will sich als Frau solch ein Leid nicht vorstellen – O’Rourke tat es und nimmt uns alle auf den beklemmenden, wahnsinnigen Trip mit, macht uns zu Spannern, Tätern und Opfern ihrer Geschichte.

Fazit:

Auch Frauen können extrem

 

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Rezension: Der Teratologe von Edward Lee & Wrath James White

Der Teratologe von Edward Lee & Wrath James White
Cover: Festa Verlag

Autor: Edward Lee & Wrath James White
Originaltitel: Teratologist
Festa Extrem Band 3
Verlag: Festa
Seitenanzahl: 111
Preis: eBook 4,99 € | Taschenbuch 12,80 €
Genre: Horror, Torture Porn, Extreme

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Dieses Buch gibt es gedruckt NUR beim Festa-Verlag als Privatdruck ohne ISBN.
Teil der Festa Extrem – Reihe – von Fans für Fans.

 

 

Inhalt:

Der Fotograf Richard Westmore wird gemeinsam mit dem Journalisten James Bryant zum Haus des medienscheuen Milliardärs John Farrington geschickt. Das Haus ist hermetisch abgeriegelt, die Fenster kugelsicher und es werden mysteriöse Lastwagen gesichtet. Der exzentrische Farrington selbst taumelt ihnen nackt Mann entgegen und murmelt was von Engeln, die ihn nicht lieben. Die Journalisten sind neugierig, doch ahnen sie nicht, dass sie etwas dokumentieren sollen, das über jeden Verstand hinausgeht, denn Farrington will Gott selbst zum Erscheinen zwingen…

Meine Meinung:

Edward Lee steht für Gewaltorgien, obszöne, sexuelle Exzesse und seinem Hang zu religiösen Themen und das alles hat er gemeinsam mit Wrath James White in diesem Buch vereint.

Die ersten Bücher, die ich von Lee gelesen habe, war die Inferno-Reihe, die schon nichts für Menschen mit schwachem Magen waren, aber dort waren die brutalen Verdeutlichungen ein Mittel zum Zweck, während man in „Der Teratologe“ erst einmal durch die Perversionen muss, um zum Kern der Geschichte vorzudringen: ein verrückter Milliardär möchte Gott persönlich herausfordern, indem er seine gläubigsten Untertanen zwingt, abartige Praktiken mit verstümmelten Menschen zu praktizieren, das alles filmt und so die Kirche diskreditiert.

Interessanter Plot, der auch spannend geschrieben ist, aber die sexuelle Gewalt an teilweise wehrlosen Personen muss man erstmal aushalten können. Am besten alle Gefühle abstellen, während man das Buch liest, sodass man die interessante Idee auch in ihrer Umsetzung „genießen“ kann.

Für alle, die mit sexueller Gewalt, Verstümmelungen und allerlei Obszönitäten nichts anfangen können: Hände weg! Euch wird sich der Magen umdrehen.

Für alle Härteren ist dieses Buch zwar kein Muss, aber man sollte durchaus mal einen Blick riskieren und sei es nur den ins Buch bei Amazon, um zu sehen, ob man das abkann…

Fazit:

Krank und abartig mit interessantem Plot

 

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Rezension: Verkommen von Bryan Smith

Verkommen von Bryan Smith
Cover: Festa Verlag

Autor: Bryan Smith
Originaltitel: Depraved
Verlag: Festa
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: eBook 4,99 € | Taschenbuch 13,95 €
Genre: Horror, Torture Porn

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Inhalt:

Beim Gebrauchtwagenkauf wird Jessica Sloan vergewaltigt. Von Rache getrieben entführt sie den Kerl und will ihn in einer abgelegenen Gegend hinrichten. Doch sie wird von seltsam missgestalteten Menschen gestört – und diese machen Jagd auf sie. Denn in Hopkins Bend stehen die Festtage an und es fehlen noch Teile des Festmahles.

Meine Meinung:

Verkommen ist der erste Roman von Bryan Smith, der ins Deutsche übersetzt wurde und stellt somit sein Debüt bei uns dar.

Die Story klingt vielversprechend: durch Inzucht geschädigte Kannibalen greifen Menschen an. Klingt wie „The Hills have eyes“ in Buchform.
Ist auch in etwa so, denn wie in dem Film geht es auch im Örtchen Hopkins Bend vor sich. Die Frauen sind nur zum Kinderkriegen da, alle leben sehr hinterwälderisch und das Leben ist brutal. Fremde werden entführt und gefoltert, alles zum Spaß.

Doch als die Festtage anstehen, muss Futter für das Mahl her und so verschwinden zu dieser Zeit mehr Leute, die sich zufällig dorthin verirren.

Da steigen wir dann ein, indem wir erst erfahren, wie Jessica überhaupt dort hingelangte. Aber nicht nur sie und ihr Vergewaltiger Hoke stehen im Fokus, auch ein Pärchen wird entführt und durchlebt das Grauen auf seine Weise. Um etwas über die Menschen im Ort kennenzulernen, dient uns die Figur der Abby als Draht zu ihnen. Sie ist eine von ihnen, ist aber mit dem Leben dort nicht mehr zufrieden, da sie sehr verschmäht wird, da sie keine Kinder bekommt. Gemeinsam mit ihrem „Essen“ tritt sie die Flucht an.

Man kann zwar durch ihre Taten bedingt keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, dennoch entsteht eine Neugierde, wie es ihnen weiterergeht und wie sie mit ihrem Schicksal umgeht – und das tut jeder auf eine ganz andere Weise, wie auch der tolle Prolog zum Schluss nocheinmal zeigt.

Und während der Lektüre fragt man sich auch unwillkürlich: „Was würde ich tun?“ Man verdammt die Personen, fragt sich aber gleichzeitig, wie weit man selbst für sein Leben gehen würde – so erzeugt Smith nicht nur eine fiktive Geschichte, die es in sich hat, sondern kommt seinen Lesern auch etwas näher, indem er sie projezieren lässt und dadurch eine gewisse Authenzität und Angst verspüren lässt. Diese Welt ist krank, ist es daher sooo ausgeschlossen?

Einzig und allein ein Handlungsfaden gerät mir etwas zu sehr ins Groteske. Erst wird es sehr übernatürlich angehaucht, was den Lesespaß bei mir ziemlich eindämmte und dann empfand ich es fast etwas als lächerlich und nahm dem Buch viel ernstes und büßte somit einen nicht unbeachtlichen Teil seiner beklemmenden Atmosphäre ein.

Spannung ist dennoch garantiert und sicher kommt auch der ein oder andere Ekelmoment hoch, denn das Buch dreht sich hart um Sex, Gewalt und Kannibalismus. Doch hält der Autor nicht voll drauf, sondern lässt größtenteils das Kopfkino die Arbeit erledigen und regt die Fantasie nur mit kleinen „Gewalthappen“ an, die zarten Gemütern aber sicher schon reichen werden.

Hinzu kommt die leichte Sprache, durch die sich das Buch sehr schnell weglesen lässt und die einen direkt in die Welt von Hopkins Bend und seinen Einwohnern, die Bryan Smith geschaffen hat, befördert und in unseren Köpfen einen bizarren Horrortrip entstehen lässt.

Fazit:

Beklemmender Horrortrip mit Schwächen

 

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