Messebericht

Rezension: Kin von Kealan Patrick Burke

Kin von Kealan Patrick Burke
Cover: Amazon

Autor: Kealan Patrick Burke
Originaltitel: Kin
Verlag: Voodoo Press
Seitenanzahl: 440
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: eBook 4,99 € | Taschenbuch 13,95 €
Genre: Horror

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Vielen Dank an Voodoo Press für das Rezensionsexemplar!

 

 

Inhalt:

Elkwood, Alabama.
Ein trostloser, beinahe toter Ort, an dem ständig Menschen verschwinden. Niemand taucht mehr auf. Bis eines Tages ein Mädchen blutverschmiert und verstümmelt die Straßen entlang läuft. Claire hat überlebt – andere nicht. Ihr Überleben setzt ein Inferno an Gewalt frei, dass das Leben vieler ändert – und bedroht.

Meine Meinung:

Mit „zurückgebliebenen“ Hinterwäldlern kriegt man mich eigentlich immer, da ich auf immer neue Facetten des beliebten Stoffes hoffe. Dadurch bin ich auch zu diesem Buch gekommen, mein erstes von Burke – und mit Sicherheit nicht mein letztes.

Wie dieser Mann mit der Sprache umgeht ist faszinierend. Man sieht jedes Detail vor sich, wird in die Geschichte eingesogen, steht dem Horror selbst gegenüber. Man hat Angst, wird kämpferisch und gleichzeitig unsicher – man durchlebt alles, was er seinen Charakteren zumutet. Und das ist nicht gerade wenig.

Jeder der Menschen in diesen Buch ist eine verlorene Seele auf einem Weg, der ins Nichts führt. Verletzt durch das Schicksal und falsch getroffenen Entscheidungen – jeder ein Gefangener seines Lebens. Man spürt ihre Gefühle, sieht, was sie sahen und fühlt sich an ihrer Stelle verloren.

Elkwood versammelt sie alle um sich, jeder durch die Geschehnisse wie magisch an den Ort gezogen. Claire hat überlebt, wo ihre Freunde starben, Finch will Rache, um sich besser zu fühlen, Pete versucht der Einsamkeit zu entfliehen. Und alle geraten sie in die Hölle, Peiniger und Gepeinigte.

So wunderbar es geschrieben ist, so spannend, so mitreißend, so enttäuscht war ich dennoch von den Beweggründen und den Traumata der hier beschriebenen Personen. Ich hatte mir etwas Neues, Originelles erhofft, nicht Altbekanntes neu aufgegossen. Natürlich kann man das Rad nicht ständig neu erfinden, doch so wie Burke schreibt, hab ich mir in diesem Fall genau das gewünscht. Andere Hintergründe, andere Taten – etwas, das dieser Geschichte würdig gewesen wäre.

Das gleiche hätte ich mir in Bezug auf das Korrektorat gewünscht, denn Fehler sind einfach nicht zu übersehen gewesen, sogar, dass manche Sätze keinen Sinn machten.

Dennoch kann man sich Elkwood nicht entziehen – es wartet auf euch … 

Fazit:

Ein sprachliches Meisterwerk mit kleinen Mängeln

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Rezension: Die weissen Männer von Arthur Gordon Wolf

Die weissen Männer von Arthur Gordon Wolf
Cover: Arthur Gordon Wolf

Autor: Arthur Gordon Wolf
Teil des UMC-Universums
Verlag: Voodoo Press
Seitenanzahl: 120
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: eBook 2,99 €
Genre: Mystery, Dystopie

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Inhalt:

Im 22. Jahrhundert ist alles anders, als wir es kennen. Künstliche Intelligenz ist keine Vision mehr, sie ist Realität. Und wie gefährlich diese Realität werden kann, erlebt Brandon Tolliver, als er menschliches Interesse zeigt und seiner Nachbarin zu Hilfe eilt. Denn der Schein soll doch gewahrt werden …

 
Meine Meinung:

Arthur Gordon Wolf ist ein Autor, dessen Kurzgeschichten ich sehr gerne lese, und nachdem ich schon so viel von seinem UMC-Universum gelesen hab, musste ich einfach einmal reinschnuppern, auch wenn es leider sehr schwierig ist, die Geschichten in ihrer eigentlichen Reihenfolge zu lesen zu bekommen und knapp 10 € nicht gerade wenig Geld für „schlappe“ 120 Seiten ist.

Aber es lohnt sich! Die weißen Männer waren für mich ein gelungener Einstieg ins Universum, ich wurde aufgeklärt, was es mit UMC und anderen Firmen auf sich hat, ohne gelangweilt zu werden, sah, wie unser Leben in der Zukunft aussehen könnte – und bin wahrlich froh, zu alt zu sein, um das noch mitzubekommen. Denn dass diese Dystopie auch einen Schuss Gesellschaftskritik enthält, versteht sich von selbst.
Mir wurde wirklich mulmig zumute, wenn ich mir Alexander vorstellte (da bekomme ich auch jetzt noch eine Gänsehaut, er ist einfach … widerlich), wenn ich daran dachte, dass man irgendwann Mensch von Roboter nicht mehr unterscheiden kann. Was auch ein großes Lob an Wolfs bildhafter Sprache ist (die leider durch einige Fehler teils etwas gestört wurde), denn ich sah wirklich alles vor mir, die liebe Mrs. Brookdahl ebenso wie die weißen Männer – einfach alles, was nicht immer ein Vorteil war.

Brandon stach da richtig positiv heraus, sodass ich sofort mit ihm mitfieberte, immer voll auf seiner Seite stand und er mir wegen seines tristen Lebens richtig leid tat. Mit ihm ist dem Autor eine Figur gelungen, die es schafft, einem auf so kurzen Seiten richtig mitfühlen zu lassen.

Leider muss ich sagen, dass mich gerade deswegen das Ende so richtig unbefriedigt zurück lässt. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit ihm (und seiner süßen Begleiterin!) weitergeht und hoffe, es in einem der anderen Teile zu erfahren.

Humor, Action, Gesellschaftskritik – das Buch hat viel zu bieten und das auf wenig Seiten! 
Herausheben muss ich noch die wirklich gelungen Illustrationen, die dem Ganzen noch das gewisse Etwas geben. Wem es also nicht reicht, Alexander beschrieben zu kriegen, der kann ihn sich Tag und Nacht ansehen *grusel*

Fazit:

Bildhafte Schreckensvision

 

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