Filmkritik Passengers mit DVD Cover in Filmrolle

Filmkritik: Passengers

Posted: 02/11/2018

Inhalt:

Das Raumschiff Avalon ist auf dem Weg nach Homestead II, einem von Menschen besiedelten Planeten. An Bord sind Tausende Passagiere, die während der 120 Jahre dauernden Reise in Kälteschlaf versetzt wurden. Durch eine Fehlfunktion wacht Jim jedoch 90 Jahre zu früh auf – und befindet sich mutterseelenallein auf dem Schiff, ohne eine Möglichkeit, zurück in den Schlaf versetzt zu werden …

Jennifer Lawrence und Chris Pratt auf Filmplakat Passengers von Sony Pictures
Cover: Sony Pictures

Originaltitel: Passengers
Studio: Sony Pictures
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2016
Länge: 116 Minuten
FSK: 12
Regie: Morten Tyldum
Darsteller: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburn, Andy Garcia
Genre: Drama, SciFi, Liebe, Action

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Meine Meinung:

Auf diesen Film bin ich über den sehr geil gemachten Trailer (siehe unten) gestoßen. Die Bilder waren großartig und so wurde ich trotz des SciFi-Touches neugierig. Erwartet habe ich etwas mehr actionlastiges, bekommen habe ich ein tiefgehendes Drama über Einsamkeit und die Liebe, mit einem kleinen Hauch Action. 

Sehr eindringlich schildert Passengers, wie Einsamkeit einen Menschen zerstören und zum Äußersten treiben kann. Allein die Vorstellung, völlig auf sich allein gestellt sein Leben auf einem Raumschiff zu fristen, sorgt sogar bei mir introvertiertem Mensch für Gänsehaut. So geht es Jim – ihm bleibt nur der Barkeeper-Roboter Arthur für abendliche Gespräche. Und doch reicht das und jegliche andere Annehmlichkeit nicht aus, um jemanden glücklich zu machen. Dazu braucht es so viel mehr. Wie Liebe …

Michael Sheen und Chris Pratt in der Bar des Avalon Raumschiffs in Passengers
Szenenbild: Sony Pictures

Passengers = Adam und Eva im Weltall

Als Aurora (wie passend der Name doch ist) ebenfalls aus dem Schlaf gerissen wird, scheint sich Jims Leben zu wandeln. Von da an schlägt der Film in Richtung Liebesdrama um und man erhält Hoffnung. Die jedoch bald zerschlagen wird.

Passengers wird an sich nur von dem hervorragenden Spiel der beiden Hauptdarsteller Chris Pratt und Jennifer Lawrence getragen, die unglaublich intensiv spielen und jede Gefühlslage glaubhaft herüberbringen. Besonders Pratt hat mich als einsamer Jim sehr überzeugt, mir ging es sehr nahe und auch Auroras Hass und Wut waren mehr als greifbar. Michael Sheen als Roboter ist ein tolles Gimmick, aber er spielt eben nur eine Maschine.

Chris Pratt und Jennifer Lawrence in der Kantine der Avalon in Passengers
Szenenbild: Sony Pictures

Untermalt von den tollen Klängen von Thomas Newman fühlte ich diesen Film. Und dann kam Hollywood. Die durch den Trailer versprochene Action zog ein – und zerstörte meiner Meinung nach etwas das Feeling. Plötzlich wurde es klischeehaft und ich wurde aus der Trance herausgerissen. Dabei hatte ich eigentlich genau das erwartet – doch das, was ich stattdessen bekommen hatte, gefiel mir so viel besser.

Erst mit dem Ende wurde ich wieder versöhnt und die bekannte Gänsehaut zog ein. Dazu gesellte sich auch ein kleines Tränchen, denn die Entscheidung verstand ich.

Chris Pratt und Jennifer Lawrence in Pasengers
Szenenbild: Sony Pictures

So viel mehr bekommen als erwartet

Für mich ist dieser Film eine Überraschung. Erwartet habe ich Hollywood, was ich zum Schluss auch bekommen habe, das dann aber nur störend wirkte. Bekommen habe ich ein ruhiges, eindringliches Drama. Manchen Menschen mag es zu langweilig sein, aber wenn man sich auf die Geschichte einlässt und sich hineinversetzt, erlebt man eine tolle Filmerfahrung. Die Bilder sind unglaublich, die Musik berührend, das Spiel eindringlich.

Fazit:

Eindringliches Drama mit Hollywood-Einschlägen

Trailer von Sony Pictures:

 

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