Filmkritik: The Devil’s Rejects

Posted: 10/08/2011

Originaltitel: The Devil’s Rejects 
Studio: Tiberius Film
Produktionsland: USA 
Erscheinungsjahr: 2005
 Länge: 109 Minuten 
FSK: 18 
Regie: Rob Zombie 
Darsteller: Sheri Moon Zombie, Sig Haig, Bill Moseley, William Forsythe, …
Genre: Horror
 
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Inhalt:

Die Mörderfamilie Firefly wird durch eine Razzia in ihrem Haus dezimiert – es gibt auf beiden Seiten Tote und Mutter Firefly wird verhaftet. Nur Baby und Otis entkommen und tun sich mit ihrem Vater Captain Spaulding zusammen, um zu fliehen. Auf ihrer Flucht hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung im Land. Aber nicht nur ihre Spur ist blutig, auch ihr Verfolger Sheriff Wydell achtet nicht immer auf Recht und Ordnung…
 

Meine Meinung:

Story klingt bekannt, aber dieser Stoff ist wirklich hervorragend umgesetzt worden.
 
Die Schauspieler passen wie die Faust auf’s Auge und agieren allesamt sehr gut, man spürt den Wahnsinn auf beiden Seiten richtig. Vor allem hervorgetan hat sich meiner Meinung nach Sheri Moon Zombie, die Frau des Regisseurs. Normalerweise sind solche Besetzungen nicht unbedingt das Beste, aber in diesem Fall schon. Sehr passend für sie auch der Kosename ihrer Filmmutter: „Engel“ Ja, so sieht sie aus, sie ist aber defintiv keiner. Sie überzeugt mich voll und ganz und war teilweise wirklich mein Lieblingscharakter.
Sehr gute Schauspielerwahl und die Schauspieler haben sich in Vergleich zu „Haus der 1000 Leichen“ auch nochmal richtig gebessert. 
 

The Devil's Rejects
Szenenbild: Tiberius Film

 

Die Machart des Filmes hat mich stellenweise doch ziemlich an Tarantino erinnert, die schnellen Schnitte, die fließenden Übergänge mit einigen Zwischenbildern und auch die Musikwahl (der Soundtrack ist grandios!) ist einfach perfekt.
 
Wie die Beschreibung schon vermuten lässt, spart der Film (wie auch bei den Tarantinos) nicht mit Brutalität und obszönen Worten, man sollte also schon was abkönnen, wenn man sich diesen Film ansieht. Wenn man alleine bedenkt, was die Fireflys in ihrem Haus so getrieben haben…
Die Dialoge sitzen, ab und an kommt auch ein Quäntchen Humor zum Vorschein und es gibt keinerlei Längen.
 
Eine Besonderheit dieses Filmes ist, dass es keine klare Trennung zwischen Gut und Böse gibt. Der „Gute“ tut Böses um die Bösen zu kriegen. Die Bösen tun Böses um des Spaßes willen, aber trotzdem sind sie einem irgendwo sympathisch – obwohl man weiß und sieht, was sie getan haben bzw. tun. Zombie versteht es, die Grenzen verschwimmen zu lassen, um einen Film zu schaffen, in dem jeder Böses tut – es gibt keine guten. Und dabei geht er nicht gerade zimperlich um, weswegen man sich als Zuschauer doch verunsichert fühlt, wenn man plötzlich mit den Killern sympathisiert.

The Devil's Rejects
Szenenbild: Tiberius Film
 
Ich kann gar nicht richtig beschreiben, warum dieser Film so gut ist wie er ist. Er ist irgendwo eine Mischung zwischen dem Kultfilm „Natural Born Killers“ und den Tarantino-Filmen, ein blutiger Roadmovie mit Horrorelementen und teils kranken Ideen.
 
Dennoch ein definitiver Must-See für jeden, der auf oben genannte Filme steht.
 

Fazit:

Grandioses, blutiges Roadmovie der besonderen Art
 
 
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3 Comments

  • shadownlight 10/08/2011 at 18:51

    ok ist notiert 🙂

    Reply
  • Tabatha 10/08/2011 at 20:22

    Ich mag ihn auch sehr gerne, aber "Haus der 1000 Leichen" gefiel mir nochmal um einiges besser. Warum, könnte ich gar nicht genau sagen.
    Beide sind jedoch auf jeden Fall empfehlenswert.
    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende 🙂

    Reply
  • Moon 10/09/2011 at 13:44

    Hallo ihr 2,

    shadownlight, viel Spaß beim Schauen 😉

    Tabbi, beim ersten Sichten von "Haus der 1000 Leichen" war ich nicht so begeistert – technisch sicher nicht schlecht, aber ja wirklich null Story! Und schon sehr lustig. Aber den muss ich mir nochmal anschauen.

    An TDR wird's für mich so oder so nicht rankommen, der Film ist beim ersten Sehen schon zu meinen Lieblingsfilmen gehüpft – einfach genial 😀

    Liebe Grüße an euch! =)

    Reply

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