SerienReview Ray Donovan Staffel 1

Serien-Review: Ray Donovan Staffel 1

Posted: 05/22/2018

Ray Donovan ist eine unserer Lieblingsserien. Bereits nach wenigen Folgen wurden wir in den Bann der Familie Donovan gezogen und bisher haben sie uns nicht wieder losgelassen. Daher nun auch eine Serien-Review zu dieser genialen Serie!

Inhalt:

Ray Donovan ist der Mann fürs Grobe in Hollywood, ein Fixer, der sämtliche Probleme der Reichen und Schönen lösen kann – wenn auch manchmal auf unkonventionelle Weise und nicht immer legal. Im Job hat er alles im Griff, doch privat gerät sein Leben aus den Fugen, als sein Vater Mickey nach 20 Jahren aus dem Knast kommt – wohin Ray ihn gebracht hatte. Mickey will nicht nur sein Leben, sondern auch seine Familie zurück – Rays Familie.

Serien Review Ray Donovan Staffel 1 Logo DVD
Cover: Paramount

Originaltitel: Ray Donovan
Studio: Paramount
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Länge pro Episode: ca. 50 Minuten
Folgen pro Staffel: 12
FSK: 16
Idee: Ann Biderman
Darsteller: Liev Schreiber, Jon Voight, Paula Malcomson, Steven Bauer, etc.
Genre: Drama, Crime

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Meine Meinung:

Ray Donovan hat einen ungewöhnlichen Job. Egal, welche Probleme die Reichen und Schönen Hollywoods haben, er löst sie. Ob die Überdosis einer Nutte, ein Bild in einer prekären Situation oder ein Deal, der platzen muss – Ray Donovan regelt das, egal wann, egal wo, egal wie.

Dabei bewegt er sich nicht immer in der Legalität, sondern überschreitet auch die Grenze, wenn es sein Muss. Dafür führt seine Familie ein ruhiges Leben. Ehefrau Abby ist Hausfrau und Mutter, die Kinder Bridget und Conor sind gute Schüler. Seine Brüder Terry und Bunchy führen einen Boxclub in Los Angeles. Um Geld muss sich niemand Sorgen machen.

Dafür jedoch um den Zusammenhalt der Familie, als ihr Vater Mickey Donovan, ein Gangster aus South Boston, der 20 Jahre wegen Mordes saß, aus dem Knast kommt – und alles auf den Kopf stellt.

Die Familie ist der zentrale Punkt in Ray Donovan

In Ray Donovan wird stark mit dem Konstrukt der Familie gespielt. Nicht die Fehler und Intrigen der Mächtigen stehen im Mittelpunkt, sondern die Familie Donovan. So erfährt man sehr schnell, dass auch hier vieles mehr Schein als Sein ist und wie kaputt eine Familie sein kann – und trotzdem zusammenhält.

Terry leidet an Alzheimer, Bunchy wurde von einem pädophilen Priester als Kind missbraucht und leidet noch immer an den Folgen. Abby fühlt sich vernachlässigt, während die Kinder in die rebellische Teenagerzeit eintreten. Und über all dem Ray, der selbst ein völlig desillusionierter und kaputter Mann ist, der sein Leid nur mit Alkohol und Frauen zu lindern weiß.

Als sein Vater Mickey zurück in sein Leben kehrt, hat er nur ein Ziel: Seine Familie vor diesem Mann zu schützen, einem Mann, dem andere Frauen immer wichtiger waren als seine eigene Familie. Und auch gilt es, die Geheimnisse der Vergangenheit zu schützen, die Mickey mit sich bringt. Und wenn man dazu zu unorthodoxen Mitteln greifen muss, weiß Ray Donovan genau, wo es langgeht.

Die Charaktere  sind sehr komplex und doch habe ich sie schnell in mein Herz geschlossen, so kaputt und teilweise nervig sie auch sein mögen. Besonders Mickey könnte ich mit seiner überheblichen Art und wie er alle stets in die *piep* reitet, regelmäßig auf den Mond schieben – und doch scheint sein Herz manches Mal durch. 

Ein tiefer, mitreißender Blick in die Abgründe

Ray Donovan ist ein Blick hinter die Kulissen. Manchmal überspitzt, manchmal realitätsnah, aber auf jeden Fall eines: fesselnd und gefühlvoll.

Die Serie zeigt deutlich, dass es kein Schwarz und Weiß gibt. Niemand ist perfekt, wir alle haben unser Päckchen zu tragen. Dabei gibt es humorvolle Verweise auf die Schein- und Glitzerwelt von Hollywood, aber auch ein Blick in die Abgründe dahinter. Nicht alles was glänzt ist Gold. Und nicht jeder mit einem scheinbar tollen Leben hat eine ebenso tolle Vergangenheit. Manche haben dunkle Flecken, die sie niemandem zeigen wollen – und die sie permanent Richtung Absturz wandern lassen.

Eine der intensivsten Folgen der Seriengeschichte

Die 9. Folge von Staffel 1 hat mich mitgenommen, wie es selten eine Folge einer Serie getan hat. Ich bin jemand, der mitleidet, auch weint, doch niemals nahm mich eine Episode so mit wie diese. Ich litt, ich überlegte, ich verstand. Und ich hatte Gänsehaut.

Nicht nur aufrgrund des Themas, sondern auch, weil die Schauspieler ihre Rollen leben. Liev Schreiber hat in Ray Donovan meiner Meinung nach die Rolle seines Lebens gefunden. Dunkel, kernig, das Produkt einer grausamen Vergangenheit. Sein Spiel haut mich um und das besonders in dieser einen Folge. Aber auch alle anderen gehen auf und machen diese Serie zu einem dunklen Stern.

Ray Donovan Staffel 1

Diese Serie entfaltet einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Das Spiel der Schauspieler und die mitreißenden Storylines machen diese Serie zu einem dunkeln Stern am Serienhimmel, voller Dramatik und Leid und Gewalt. Manches Mal überzogen und realittäsfern, aber ein anderes Mal so intensiv, dass man einen Kloß im Hals bekommt. Die Eskapaden der Reichen lockern das Geschehen hinreichend auf, dennoch bleibt Ray Donovan ein düsteres Familiendrama, denn egal, wie hell die Sonne Kaliforniens scheinen mag – die Donovans kämpfen gegen die Dunkelheit. 

Fazit:

Düsteres Familiendrama

Trailer von Showtime (leider nur auf englisch):

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