Gedanken über unsere Ernährung mit Gedankenblase und Tintenfeder

… über unsere Ernährung

Posted: 05/17/2019

Heute habe ich mir aufgrund eines Besuches auf dem hiesigen Bauernmarkt ein paar Gedanken über unsere Ernährung gemacht und dachte, diese teile ich mit euch.

Wie ihr wisst, essen wir zuhause wenig bis kein Fleisch oder Wurst. Stattdessen essen wir viel Gemüse oder greifen auf Ersatzprodukte wie Quorn, etc. zurück. Wir sind nicht wirklich Vegetarier, da wir nicht auf Fisch verzichten, Veganer schon gar nicht, da wir nicht ohne Käse und Co. können.

Aber wir halten es für uns so, dass wir auf die Qualität unserer Nahrung achten. So essen wir nur Fleisch, das qualitativ hochwertig ist und bei dem wir wissen, wo es her ist. Ebenso versuchen wir bei Fisch (wo es etwas schwieriger ist) auf die Qualität und auch die Nachhaltigkeit zu achten.

Daher ist es perfekt für uns, dass in Ebern einmal Monat der Bauernmarkt stattfindet.

Bauernmarkt in Ebern

Jeden dritten Freitag im Monat finden sich auf dem Marktplatz regionale Hersteller von Fleisch, Käse, Gemüse und Fisch ein. Saisonal gibt es auch Spargel, mal bisschen Likör, etc.

Wir sind Stammkunden dort, stehen jedes Mal um 9 Uhr auf der Matte und decken uns mit allerlei Produkten ein.

Nun denken viele meiner Erfahrung nach, dass das teuer sein muss; daher versuche ich heute zu zeigen, dass gute Ernährung gar nicht mal teuer sein muss.

Mein heutiger Einkauf

Unsere Ernährung: Einkauf vom Bauernmarkt Ebern

Fleischwaren

Nicht auf dem Bild befindet sich ein ca. 5 Kilo schweres, in alle Teile zerlegtes Huhn, das mit rund 33 Euro zu Buche schlägt – sprich nicht einmal 6 Euro pro Kilo. Und dafür habe ich ein Tier, das weder gemästet noch ungesund ernährt wurde und auch ausreichend Freilauf hatte. Klingt fair, oder?

Für die ca. 650 Gramm Schinken (roh, gekocht und Rinderschinken), die ich in eigens mitgebrachte Dosen geben lasse (Papier sparen!), habe ich ca. 10 Euro gezahlt. Klingt viel, aber der Rinderschinken ist fast doppelt so teuer wie der Schweineschinken. Und schon ist es gar nicht mal mehr so viel für gute Qualität, oder?

Eier aus Freilandhaltung

Die 10 Eier aus Freilandhaltung, deren Mütter gut gefüttert werden und den ganzen Tag rumrennen können, kosteten mich gerade einmal 2,50 Euro. 25 Cent pro Ei! Da zahle ich im Supermarkt das gleiche, wenn nicht gar mehr (ich kenne die aktuellen Preise nicht, da wir meist Eier von Kollegen bekommen) und muss dem Label vertrauen, dass die auch wirklich ihre Freiheit haben und weiß nicht, wie sie gefüttert werden! Und hier kann ich mir meine Schachtel noch selbst zusammenstellen.

Der Eiersalat aus ebenjenen Eiern, Joghurt und Mayo (gab’s das erste Mal und schmeckt echt toll!) kostete die große Schale mit ca. 250 Gramm 3 Euro. Ist mir der handgemachte Salat auch wert.

Käse

Große Überraschung war heute ein neuer Käsestand, nachdem wir fast eineinhalb Jahre keinen hatten, da der vorherige leider krank wurde und nicht mehr kommen konnte. Der hatte tollen Käse und auch tolle vegane Aufstrich! Daher habe ich mich heute sehr über seinen Nachfolger gefreut, dessen Käse ebenfalls fantastisch schmeckt!

Hier habe ich leider keine Einzelpreise, allerdings hat der gesamte Käse (über ein Kilo!) ca. 23 Euro gekostet. Und das ist nicht nur irgendein Käse.

Wir haben hier Heublumenkäse mit Wiesenblüten, Chillikäse, milder Schafskäse (das eckige Stück über Wiesenblüten und Chili). Dazu ein Stück Weichkäse aus Schafmilch, ebenso Feta und Ziegenfrischkäse! Ein Kilo von allem 23 Euro – kann man doch echt nichts sagen. Klar, kriegt man im Supermarkt auch – aber der hier ist ohne Chemie, ohne Zusätze; einfach so, wie er sein soll.

Heute nicht dabei sind übrigens die obligatorischen 8 Forellen, die wir jeden Freitag genießen, da sich der Fischstand bereits in Sommerpause befindet. Während dieser Zeit bestellen wir ein bis zweimal telefonisch unsere Fische und diese Bestellung wird zu uns nach Ebern geliefert – einfach toll!

Was ist uns unsere Ernährung wert?

Auf den ersten Blick wirken 70 € für den Einkauf viel, zumal kein Obst und Gemüse dabei sind (das kaufen wir bio im Laden oder bauen es selbst an). Aber wenn man das in Relation setzt, wieviel es ist, wie lang wir also davon essen können und wenn man das dann noch auf jede Mahlzeit runter rechnet – wo ist das Problem?

Wer es mit den regulären Supermarktpreisen vergleicht, in denen man Fleisch nur so hinterhergeworfen bekommt, wird abgeschreckt sein; doch auf einem regionalen Bauernmarkt bekommt man für sein Geld eine ganz andere Qualität! Die Ware dort ist nachhaltiger (wird nicht viel durch die Gegend kutschiert), gesünder und als Bonus unterstützt man unterstützt die lokal ansässigen Hersteller. Wer das nicht glaubt: In der Regel kann man die Vermarkter sogar besuchen und sich selbst ein Bild machen. Und ganz ehrlich: Qualität ist ihren Preis wert und Geiz nicht immer geil!

Wir sprechen hier von unserer Ernährung! Alles, was wir zu uns nehmen, sollte doch gut und gesund sein?

Ich kriege so oft mit, dass Leute sich gesund ernähren wollen, aber dabei immer auf schlechte Produkte zurückgreifen. Oder abnehmen wollen, deshalb die verseuchten Hühnchen und Puten und das schlechte Fleisch konsumieren. Wir rufen nach Umweltschutz, quetschen unsere Nutztiere aber in kleine Käfige, sodass sie leiden und qualvoll verenden. Ich habe nichts gegen gutes Fleisch, denn der Mensch ist nunmal ein Fleischfresser. Doch wir können unsere Tiere gut halten, pflegen und schätzen. Zudem müssen wir nicht jeden Tag Maßen an Fleisch in uns hineinstopfen. Lieber weniger, dafür gutes Qualität über Quantität eben.

Wir geben hunderte von Euro für Handys, Bücher, DVDs, etc. aus, sparen aber an unserem eigenen Körper. Ist das nicht Irrsinn?

Ich achte durchaus aufs Geld, kaufe mir nicht alles neu, was es nach einiger Zeit wesentlich günstiger gibt, gehe gerne in die Bücherei und nutze die Onleihe ebenso wie Audible, Netflix und Co. Aber bei unserer Ernährung machen Mr. Miller und ich wenig Kompromisse, da achten wir nicht aufs Geld, sondern auf die Qualität. Und wenn die mal ein paar Cent teurer ist als das Produkt im Supermarkt, sollte es uns das unsere Ernährung doch wert sein, oder nicht?

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