Rezension zu Destiny - Dich zu wollen von Sara Herz

Rezension: Destiny – Dich zu wollen von Sara Herz

Posted: 08/05/2017

Inhalt:

Nachdem Marie ihren Freund mit ihrer Stiefschwester im Bett erwischt hat, verlässt sie Hals über Kopf ihre Heimatstadt, um in Frankfurt ein neues Leben zu beginnen. Sie zieht bei der quirligen Emily ein, steht jedoch ohne Job da. Den findet sie durch Emilys Hilfe in dem angesagten Pub „Old McClary“, der den Brüdern Liam und Nathan gehört. Damit beginnen die Schwierigkeiten, denn ohne ihn zu kennen, fühlt Marie sich zu Nathan hingezogen. Ihm geht es ebenso, doch er ist fest entschlossen, nie wieder Gefühle zwischen sich und einer Frau zuzulassen – zum Eigenschutz und zum Schutz seiner kleinen Tochter Emma.

Destiny - Dich zu wollen von Sara Herz
Cover: Amazon

Autor: Sara Herz
Teil 1 Destiny-Dilogie
Verlag: Hippomonte Publishing
Seitenanzahl: 332
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: eBook 2,99 € | Taschenbuch 13,99 €
Genre: Liebe, Erotik

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Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich euch vor kurzem am Klappentext-Donnerstag vorgestellt, mit der Frage, ob ich es kaufen soll. Es hat mich immer wieder dorthin gezogen, also habe ich letztendlich auf den Bestell-Button geklickt – und es nicht bereut.

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, denn es klang ungemein interessant, da diesmal ein Kind in einer Liebesgeschichte involviert war. Das gibt dem Ganzen doch ganz andere Töne, denn die Charaktere können nicht egoistisch oder sinnlos handeln, sondern müssen sich gezwungenermaßen erwachsen verhalten. Zumindest hoffte ich das. Daher war ich sehr gespannt, wie die Autorin das umgesetzt hat.

Was mir schon in der Leseprobe gefallen hat, war, dass auch der Vater, Nathan, zu Wort kam, so wechseln sich die Sichtweisen ab, sodass jeder der beiden zu Wort kommt und dem Leser seine Gefühle vermitteln kann. Manchmal finde ich das nervig, in diesem Buch überaus wichtig. In einem Moment denkt man, Nathan sei der totale Idiot, während man im nächsten seine Gedanken liest und alles versteht – und hofft, dass sich alles einrenkt. Denn Irrungen und Wirrungen gibt es in diesem Buch genug, ob durch überstürzte Handlungen oder aus Angst.

Starke Hauptfiguren, blasse Nebencharaktere

Marie und Nathan wuchsen mir durch die Einblicke in ihre Gefühlswelt schnell ans Herz. Besonders Nathans Liebe zu seiner kleinen Tochter Emma wärmte mir regelmäßig das Herz und berührte mich. So konnte ich seine Ängste völlig nachvollziehen. Auch Marie war durch das Verhalten ihres Freundes ein gebranntes Kind, was nur allzu leicht verständlich ist.

Die Nebencharaktere leiden etwas durch die Fokussierung auf die beiden und bleiben etwas blass, wenn auch nicht unsympathisch. Aber mehr als Hilfestellung für die beiden sind sie leider nicht, auch wenn versucht wird, das durch einen Strang bei Liam und Emily etwas aufzulockern. Da wünsche ich mir etwas mehr, denn das Potenzial ist wirklich da – ich mag die Gruppe um Nathan.

Nathan und Emily stehen eindeutig im Mittelpunkt und die beiden sind ein schönes Paar. Allerdings störte mich dieser „Liebe auf den ersten Blick“-Faktor etwas, wodurch sich vieles zu Beginn nur auf Sex fokussierte. Den beiden wäre ein langsames Kennenlernen in meinen Augen (!) gerechter gewesen – aber es ist die Story der Autorin, nicht meine.

Überhaupt geht es in diesem Buch sehr zur Sache. Nathan denkt sehr viel an Sex und auch Marie scheint über ihre Libido oftmals ihren Kopf zu vergessen – was sie aber auch zugibt. Es wird oftmals sinnlich, öfter heiß und sehr oft sehr direkt, was aber zu der Gesamtstory passt. Es gibt nicht Sex um des Sexes willen, sondern es passt zu den Charakteren und der Handlung, etwas, das ich in Zeiten der vielen Erotikromane sehr begrüße.

Die perfekte Unterhaltung?

Nun hätte man eigentlich die perfekte Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag auf der Couch: Humor, Gefühl, Erotik und authentische Hauptfiguren. Wären da nicht ein paar Stolpersteine in Form von Logik- und Zeitfehlern. Das hat mich oftmals aus dem Lesefluss gebracht und leider erkannte mein kritisches Auge, dass das Lektorat nicht besonders gut gearbeitet hat und man von Füllwörtern, Wiederholungen und ungelenken Satzstellungen beinahe erschlagen wird. Letzteres wird die meisten nicht stören, ersteres schon. Das nahm mir ein bisschen den Lesespaß, aber man muss Sara Herz definitiv zuschreiben, dass ich das Buch dennoch nicht aus der Hand legen konnte.

Vor allem, als sich eine überaus interessante Wendung ankündigte, die mir am Ende bestätigt wurde und mich mit einem fiesen Cliffhanger zurückließ.

Jetzt freue ich mich definitiv auf Teil 2 „Uns zu wollen“ und hoffe, das Lektorat arbeitet darin etwas sorgsamer.

Fazit:

Sexy Lovestory der anderen Art

 

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