Selbstkritik und Selbstzweifel in Gedankenblase umgeben von Schreibfedern

… über Selbstkritik und Selbstzweifel

Posted: 08/01/2017

Angeregt durch einen tollen Blogpost habe ich gestern einen kleinen Text auf Facebook veröffentlicht, der eigentlich auch einen Beitrag hier wert ist, denn es geht um etwas wichtiges: Selbstkritik und Selbstzweifel.
Anna von Fuchsias Weltenecho hat vorgestern einen Beitrag (unbedingt lesen!) darüber veröffentlicht, der sicher einigen von uns Bloggern aus dem Herzen gesprochen hat.

Selbstkritik und Selbstzweifel in meinem Leben

Schon länger hatte ich gemerkt, dass mir das Bloggen eigentlich nicht mehr wirklich Spaß macht. Ende letzten Jahres habe ich endlich begriffen, woran es liegt und dieses Jahr habe ich es geändert. Thoughts of Moon war Geschichte, PM thinks geboren. Mehr zu den Gründen findet ihr hier: Zeit für einen Neubeginn.

Nun musste ich gezwungenermaßen bei Null starten. Die alten Beiträge habe ich natürlich übernommen, aber Facebook z.B. hat mir die Namensänderung nicht genehmigt. Somit waren fast 1000 Follower weg. Der Neustart ist nicht gerade leicht.

Meine Gedanken drehen sich viel um den Blog. Was kann ich besser machen? Was sollte ich tun, was lassen? Noch mehr verschiedene Themen? Kann das gutgehen? Erst am Wochenende habe ich wieder das Theme geändert, obwohl vor knapp 4 Monaten Neueröffnung war. Man merkt, ich beschäftige mich viel mit dieser Seite. Auch dank meiner Selbstkritik. Ich sehe vieles, was anderen vielleicht nicht auffällt. Ich möchte ein einheitliches Bild haben, habe ewig an den Bildern für die Vorschauen gebastelt und damit noch eine liebe Freundin genervt, ohne die ich das nie geschafft hätte. Stunde um Stunde vergehen, nur weil ich zu perfektionistisch bin.

Nun ist mir durchaus bewusst, dass ich mit dem gemischten Konzept meines Blogs Probleme habe, Leser zu finden. Viele interessieren sich nur für Bücher, andere nur für Filme oder Serien, andere wiederum suchen Inspiration fürs Kochen oder oder oder (und ich hab noch mehr geplant!) Das macht es nicht leicht, die Leute zu binden. Immerhin interessiert sie einiges vielleicht gar nicht.

Die anderen Blogger

Dann sehe ich die vielen tollen Food/Bücher/wasweißichnichtalles Fotos, die mich oft aus den Latschen hauen und ich mich frage: Wie lange brauchen die dafür?

Sie sind wunderschön anzusehen, meist mit tollen Texten kombiniert, und zurecht haben diese Blogger viele Follower. Auf ihre Blogposts gibt es unzählige Kommentare, ihre Seiten sind super aufgebaut. 

Und sie haben sich meist auf ein, maximal zwei Themen „spezialisiert“, haben also ihre Nische gefunden.

Und da kommen sie: die Selbstzweifel.

Ich gucke auf meine Zahlen und meine Bilder und denke mir: joa. Da kann man gar nicht mithalten! Ich habe ein kunterbuntes Angebot, nicht so tolle Bilder, die einen umhauen, wenngleich ich mir Mühe gebe und auch Spaß dabei habe.

Aber: Muss ich überhaupt mithalten?

Ich habe meinen Stil bei den Bildern gefunden, lege den Fokus auf die Dinge selbst: die Bücher, die Filme, das Essen. Es mag schlicht wirken, aber es gefällt mir. Jeder erkennt gleich, worum es geht, nichts lenkt ab. Und ich kann auch mal posten, wenn ich gerade beruflich nicht viel Zeit habe, da ich ein Bild nicht erst stundenlang arrangieren muss.

Ich habe viele Themen – aber ich bin eben ein vielseitiger Mensch mit vielen Interessen. Mein Leben besteht nicht nur aus Büchern. Oder Filmen. Oder Serien. Sondern aus allem.

Ich lese Horror ebenso wie Chick-Lit. Die Gilmore Girls unterhalten mich ebenso an wie Ray Donovan. Im Regal stehen meine Disneyfilme neben Terrorfilmen.
Würde ich mich auf etwas davon „spezialisieren“, würdet ihr hier vor Langeweile eingehen. Ich hätte kaum etwas zu posten, denn ich lese und schaue das, wonach mir der Sinn steht. Auf nichts festgelegt.

Ich mache das, worauf ich gerade Lust habe. Lese ich in meiner Freizeit nicht (man bedenke, dass ich viel Zeit am Tag mit Büchern verbringe), sehe ich mir eben eine Serie an. Oder einen Film. Abends koche ich mit Mr. Miller und habe Spaß daran – warum den nicht mit euch teilen?

Bin ich nicht selbst meine Nische?

Ich verstelle mich nicht, ich bin einfach ich. Mein Feed auf Instagram sieht chaotisch aus? Na und – das sind Schnappschüße aus meinem Leben!
Und ich mache meinen Blog, wie er mir gefällt, ob optisch oder inhaltlich – denn er gehört zu mir. Daher schreibe ich auch das, was mir gefällt – nicht der Masse. Wen etwas nicht interessiert, der muss es doch nicht lesen – dafür gibt es ein andermal wieder etwas, das lesenswert für einen ist. So ist es überall im Leben – warum soll es auf einen Blog nicht auch funktionieren?
Und etwas gibt mir Recht: Die Interaktion. Die Zahlen. Leser, die mir ihre Meinung mitteilen und die meine interessiert! Die Rezepte genauso interessant finden wie Rezensionen.  Auf Facebook entspinnen sich Unterhaltungen, die es früher bei Thoughts of Moon nicht gab. Es herrscht ein reger Austausch und deswegen blogge ich.

Ich mache es richtig

Das zeigt mir, dass meine Entscheidung für einen solchen Blog richtig war. Ich mag keine tausende Leser haben, aber die, die mir folgen, finden anscheinend etwas, das sie suchen. Und ich freue mich über jeden einzelnen von euch!
Die Selbstkritik hat mir geholfen, besser zu werden und sie wird mir auch immer dafür sorgen, dass ich an mir arbeiten werde – doch mit dem Ziel, selbst glücklich und zufrieden zu sein und den Selbstzweifeln damit keine Chance zu geben.

Danke, Anna, für deine Worte, die mich inspiriert haben, das zu schreiben <3 Mach weiter so!

10 Comments

  • Manuela 08/02/2017 at 6:50

    Womit man selber nicht zufrieden ist, kann andere auf Dauer auch nicht zufriedenstellen, deswegen ist dein Weg genau der Richtige.

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    • Phoebe 08/02/2017 at 14:03

      Sehr schön gesagt, Manuela <3 Danke!

      Liebe Grüße

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  • Lenas Welt der Bücher 08/02/2017 at 17:01

    Wahre worte und es ist so wichtig, dass man das macht, was für einen selber das richtige ist, nicht dass was andere toll finden!

    Mach weiter so und bleib dir treu 🙂

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    • Phoebe 08/03/2017 at 15:40

      Danke für den Zuspruch, liebe Lena – genauso werde ich’s halten und damit glücklich bleiben 😉

      Liebe Grüße!

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  • Elena 08/03/2017 at 9:59

    Huhu,
    deine Gedanken kann ich nachvollziehen, die habe ich mir auch gemacht. Mal abgesehen davon, dass ich deine Fotos klasse finde (vor allem deinen Food-Porn), habe ich mir auch überlegt, dass ich das auf meinem Blog poste, was mir gefällt.
    Also sind wir halt unsere eigenen Nischen – das hast du wundervoll ausgedrückt :*
    Weiter so und liebe Grüße
    Elena

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    • Phoebe 08/03/2017 at 15:42

      Ich glaube, diese Gedanken machen sich viele. Gerade in der heutigen Zeit, wo überall ein enormer Druck herrscht … Vielleicht hilft dieser Text ja etwas 🙂

      Vielen Dank für dein Lob! Du hältst es genauso und das finde ich toll – genau das macht die Blogs doch so einzigartig!

      Liebe Grüße und danke!

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  • Nicci Trallafitti 08/04/2017 at 22:09

    Hey!
    Ich finde es schön, dass du einen Weg für dich gefunden hast und damit scheinbar zufrieden bist 🙂
    Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen wie er bloggt, andererseits bleibt es jedem Leser selbst überlassen, was er für Blogs liest. Ich glaube, dass da jeder etwas für sich finden wird, egal auf welcher Seite er steht.
    Ich lese deine Beiträge immer gerne und ich finde, dass sie durchaus Wiedererkennungswert haben.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    • Phoebe 08/05/2017 at 16:59

      Genau das ist auch mein Gedanke – niemand muss etwas lesen, das ihn nicht interessiert. Es wird ja niemand gezwungen, mir zu folgen und es ist von vornherein klar, dass es hier recht bunt zugeht. Das macht es schwierigier, feste Leser zu finden, aber damit kann ich, denke ich, gut leben – anders würde ich ja auch keine finden, weil es hier tot wäre.

      Danke für deine Worte <3

      Liebe Grüße

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      • Nicci Trallafitti 08/09/2017 at 13:05

        Ach ich denke schon, dass man so auch feste Leser finden kann.
        Nichtsdestotrotz sind Leser, die zufällig dazu stoßen oft wertvoller als feste Abonnenten, so komisch das auch klingen mag.
        Das hat uns ein Typ auf der LitBlog erzählt.
        Guter Content bringt viele Klicks, wird häufiger geteilt und zieht dementsprechend mehr Leser an.
        Meine Kolumnen ziehen auch viel mehr Leser an als feste Beitragsreihen, haben teilweise 8-10 mal so viele Klicks.

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        • Phoebe 08/09/2017 at 14:25

          Da habe ich dann wiederum den Vorteil – ich bin ja nicht auf Thema festgebunden 😉
          Ich kann zu allem „senfen“, das mir gerade in den Sinn kommt und das ist das Schöne für mich dran.

          PS: Deine Kolumnen sind auch super 😉

          Liebe Grüße

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