Messebericht

Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag

Messebericht einer Insiderin

 

Messebericht einer Insiderin – warum das denn?

Weil ich 2017 das erste Mal in großer, amrûnscher Mission unterwegs war. Ausgestattet mit einem Ausstellerausweis und einer Kette von maximal 2 Metern Länge (davon in den nächsten Beiträgen mehr).

In den vorherigen zwei Jahren besuchte ich jeweils nur ein bis zwei Tage die Buchmesse, bewaffnet mit einem Presseausweis, als Bloggerin und als Autorin. 2016 stand jedoch ziemlich bald fest, dass ich 2017 als Mitarbeiterin vom Amrûn Verlag mitkommen würde. Von Mittwoch bis Sonntag. Ja, Mittwoch. So ein Stand will ja aufgebaut werden.

Ein riesiger Transporter, viele, viele Bücher und zwei verrückte Büchermenschen machen sich auf den Weg.

Also sammelte der Herr Verleger seine noch immer kränkliche Mitarbeiterin Mittwoch Vormittag in ihrer Heimat ein. Ohne Pause (und bereits jetzt erschöpft) fuhren wir nach Leipzig zum Messegelände und mit dem Transporter direkt in Halle 2. Schräg gegenüber der Leseinsel befand sich unser Stand, nur ein Stück vom Standort des letzten Jahres entfernt. Nach einer etwas unguten Überraschung warteten 8qm darauf, eingerichtet zu werden.

Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag

Gefühlt tausende Kartons wurden ausgeladen und ausgepackt, Leseproben und Goodies verteilt und natürlich die Bücher in einer sinnigen Weise präsentiert. Nach vier Stunden hatten es drei Leute geschafft: der Stand war gefüllt und ich ehrlich gesagt etwas stolz, denn ich finde, er sah großartig aus!

Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag

Zur Belohnung gönnten wir uns chinesisches Büffet und führten interessante (Fach)Gespräche. Im Hotel wurde dann noch etwas gewerkelt (Namensschilder und Gewinnspiel-Zettel wollten gedruckt werden), ehe wir ins Bett gingen, denn am nächsten Morgen hieß es, früh aufstehen!

Tag 1: Donnerstag

Nach einer kurzen Nacht und einem grummeligen Verleger beim Frühstück, fuhren wir gegen 8 Uhr Richtung Messe. Da wir Mittwoch fleißig gearbeitet hatten, blieb uns Donnerstag vor Messebeginn noch etwas Zeit, die ich nutzte, um mal in Halle 3 zu schauen – mit einem festen Ziel vor Augen: Festa Verlag.

Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag

Seit 10 Jahren waren sie das erste Mal wieder auf der Messe und ich hatte Angst, dass ich gar keine Zeit hätte, sie mal persönlich kennenzulernen. Ausstellerausweis sei Dank hatte ich die und konnte somit ihren wirklich geilen Stand bewundern! Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag

Frank, Inge, es war mir wirklich ein Vergnügen, euch einmal persönlich kennengelernt zu haben <3  (ja, da sind Herzchen erlaubt – zwei wirklich tolle Menschen!)

Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag

 

Kurz vor 10 Uhr machte ich mich wieder Richtung Halle 2 – und kam mitten in den Eröffnungsgong. Ein Wahnsinnstrubel bereits am ersten Tag.

Jetzt geht’s los, jetzt geht’s los!

Ich war zugegebenermaßen etwas nervös, weil ich nun nicht mehr als Privatperson am Stand handelte, sondern als Mitarbeiterin und ich eben nicht die offenste Person bin, eher im Gegenteil.

Und im Laufe der Tage bekam ich das Gefühl, jeder kannte ebenjene Mitarbeiterin von den Posts auf der Amrûn Facebookseite.

Zudem hatte ich in dieser Funktion zwanzig Termine mit Bloggern, denen ich unser Verlagsprogramm vorstellen wollte. Ich – die Schüchterne …

Das legte sich aber bald, weil ich mich so unheimlich wohl gefühlt habe. Bereits meine ersten Bloggerinnen (Claudia von Missis Leseecke und Andrea von Starlings Bücherhimmel) machten es mir leicht und spätestens, als Melanie von Nessis Bücherregal vor mir stand, wurde ich locker.

Als dann die ersten unserer tollen Autoren eintrafen, fühlte es sich an, wie nach Hause kommen. Es wurde begrüßt, geknuddelt, gelacht – die Messe ist immerhin eine Zeit im Jahr, wo wir alle einmal aufeinandertreffen, (fast) egal, wie weit wir auseinanderlebten.

Und jedes Mal aufs Neue freue ich mich auf alle, besonders auf meine persönliche Schnurri Faye Hell – wenn ihr ihre teuflischen Bücher lest, könnt ihr euch gar nicht vorstellen, wie unglaublich lieb diese Frau ist!

Messebericht einer Insiderin
Die teuflisch liebe Faye Hell
Messebericht einer Insiderin: Mittwoch und Donnerstag
Die unglaublich talentierte Jenny Wood

 

Besonders gefreut hat es mich, meine Lieblingslektorin Maria Engels endlich mal wieder knuddeln und live ärgern zu dürfen – es ist so schade, dass man sich nur selten sieht. Und auch dieses Jahr haben wir wieder das Bild vergessen …

Um 18 Uhr war Schluss und ich verbrachte den Abend unstandesgemäß im Bett, um mich zu schonen. Allerdings gab’s keine Ruhe, denn die ganzen vorbestellbaren Büchern aus unserem Messekatalog wollen ja auch in die Welt hinausgetragen werden. Nach der Arbeit machte ich es mir mit einer bestellten Calzone und Dowton Abbey auf dem Laptop bequem. Dabei freute ich mich auf den nächsten Tag, wo mich noch viel tolle Menschen erwarteten …

 

to be continued …

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Rezension: Nächstes Jahr am selben Tag von Colleen Hoover

Nächstes Jahr am selben Tag von Colleen Hoover
Cover: dtv

Autor: Colleen Hoover
Originaltitel: November 9th
Verlag: dtv
Seitenanzahl: 368
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: eBook 11,99 € | Taschenbuch 14,95 €
Genre: Liebe, Jugend, Drama, Coming of Age

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Inhalt:

Fallon hat genau am 9. November Furchtbares erleben müssen und hasst seitdem jenen Tag. Bis sie zwei Jahre später Ben am 9. November kennenlernt – und mit ihm vereinbart, dass sie sich jedes Jahr an genau jenem Tag wiedertreffen. Ohne jeglichen Kontakt zwischendrin gehen beide weiter durchs Leben und fiebern stets dem 9. November entgegen. Sie geben sich viel, brauchen sich und dass, ohne sich eigentlich richtig zu kennen …

Inhalt:

Bei diesem Buch muss ich sagen, dass mich der Klappentext gar nicht so wirklich ansprach. Aber hey – es ist ein Hoover! Und wenn jemand schreiben kann, dann sie.

Und tatsächlich hatten mich Fallon und Ben bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann gezogen. Allein ihr Kennenlernen hat mich schmunzeln und mein Herz aufgehen lassen. Fallon hatte es nicht leicht, ich konnte sie so gut verstehen – und sie brauchte genau jemanden wie Ben. Er tat ihr gut, er half ihr, ihr Selbstbewusstsein zurückzuerobern. Dabei hatte er selbst zu kämpfen …

„Behaglichkeit kann manchmal so etwas wie eine Krücke sein, auf die man sich stützt, statt zu versuchen, wieder ohne Hilfe zu laufen. Ziele erreicht man aber nur, wenn man sich überwindet, dafür zu arbeiten.“ – Fallon O’Neill

Dieses Buch ist in meinen Augen etwas Besonderes. Zwar kommen beide zu Wort und schildern ihre Sichtweisen, aber nur jene an diesem einen Tag im Jahr. Was also zwischendrin passiert, erfährt man gar nicht groß. Ich weiß nicht, ob ich das gut finde oder es mich stört, denn ich hätte gern erlebt, wie Fallon sich nach Ben entwickelt hat oder wie sich manche Dinge in Bens Leben ergeben haben. Man erfährt es letztendlich nur aus kurzen Erzählungen von ihnen. Es ist eben mal ganz was anderes. Die ganze Geschichte konzentriert sich auf einen Tag im Jahr. Einen einzigen …

Anders als in ihren sonstigen Büchern ahnte ich hier schnell, worauf es hinausläuft, womit Ben zu kämpfen hat. Nicht in seiner vollen Tragweite, die mich wirklich mitgenommen hat, aber doch grob. Und dennoch saß ich da und musste lesen und lesen und lesen … Es war wie ein Sog, ließ mich nicht los. Ich habe mich in Ben und Fallon verliebt. Die beiden sind herrlich … normal. Trotz des Leides, das sie beide durchmachen mussten, sind sie humorvoll, schlagfertig und einfach wie füreinander gemacht. Fallon liebt Bücher (allein deswegen muss man sie lieben!) und Ben ist endlich mal kein Bad Boy, sondern steht zu seinen Stärken – und Schwächen.

Ich hab mit ihnen mitgelitten, gehofft, gebangt und war letztendlich fassungslos, wie grausam das Leben sein kann.

„Wer auch immer gesagt hat, dass die Wahrheit wehtut, hat massiv untertrieben. Die Wahrheit ist ein mieses Dreckstück.“ – Fallon O’Neill

Dieses Buch hat mich berührt, mir tolle Charaktere ans Herz wachsen lassen (habe mich besonders über ein Wiedersehen mit Tate & Miles aus „Zurück ins Leben geliebt“ gefreut) und mir gezeigt, dass „Insta-Love“ (Zitat Fallon) nicht immer unrealistisch sein muss – dass man einen Menschen aber auch nicht nach kurzer Zeit vollkommen kennt. Und dass man nie alle Fakten kennt, wenn dein Gegenüber nicht bereit ist, sie dir offen zu zeigen.

Fazit:

Die Wahrheit ist ein mieses Dreckstück

 

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Filmkritik: Die Schöne und das Biest (2017)

Die Schöne und das Biest

Originaltitel: Beauty and the Beast
Studio: Walt Disney Pictures
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Länge: 130 Minuten
FSK: 6
Regie: Bill Condon
Darsteller: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Josh Gad,
Genre: Disney

Inhalt:

Belle lebt mit ihrem Vater Maurice in einem kleinen französichen Örtchen, sehnt sich jedoch nach der großen Welt und Abenteuern, die sie in ihren Büchern findet. Als ihr Vater auf einer Geschäftsreise von einem erschreckenden Biest gefangen genommen wird, tauscht sie ihr Leben gegen seines und begibt sich in endgültige Gefangenschaft – und lernt, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt. Doch ihr Verehrer Gaston hat es sich in den Kopf gesetzt, sie zu heiraten und schreckt dafür vor gar nichts zurück …

Meine Meinung:

„Tales as old as time“ – wer in meinem Alter ist, wird sich an „Die Schöne und das Biest“ als ein wunderschönes Disney-Märchen aus den 90ern erinnern. Liebe, Romantik, Humor, tolle Musik – das sind die Erinnerungen, die ich an diesen Film hab. Wenn ich nur die Eingangsmelodie höre, bekomme ich Gänsehaut …

Daher war ich mehr als skeptisch, als ich hörte, dass auch einer meiner Lieblings-Disney-Filme dem Realverfilmungswahn zum Opfer gefallen ist. Dann kam der Trailer und ich sah, dass man versucht war, sich nah ans „Original“ von 1994 zu halten und  war doch gespannt.

Am 16. März startete der Film in den deutschen Kinos und am 17. saß ich in Nürnberg mit ein paar Bloggerkolleginnen (Sasijas Tardis, In Flagranti Books und Nenaties Bücherwelt) im Kino. In 3D – wo ich das doch gar nicht mag.

Und wieder wieder bekräftigte sich meine Einstellung: Man sollte sich erst alles ansehen und sich dann eine Meinung bilden.

Die Schöne und das Biest hat mich verzaubert. Disney ist eine überzeugende Realverfilmung mit einer großartigen Emma Watson als Belle gelungen. Man hielt sich tatsächlich nah ans Original, brachte jedoch auch neue Aspekte und kleine Änderungen ein, die sich perfekt ins Gesamtbild fügten. Gehen die Änderungen zu weit? Ich finde nicht. Es ist schön, zu wissen, warum das Biest so geworden ist oder warum Maurice seine Tochter alleine großgezogen hat.

Dazu wurden von Alan Menken schöne neue Lieder komponiert, die wunderbar passen – anfangs hatte ich die Befürchtung, es würde zuviel Gesang werden, das hat sich jedoch schnell gegeben. Und ich konnte gar nicht anders, als bei den allbekannten Liedern mitzuwippen (wäre ich nicht im Kino gewesen, hätte ich mitgesungen). Zum Thema Gesang muss man sagen, dass sich beim einem Realfilm die deutsche Synchronisation der Lieder wesentlich schlechter anfühlt, da die Lippenbewegungen nicht zusammenpassen. Überhaupt frage ich mich, warum das nötig gewesen ist – die Originallieder vom Cast gesungen wären so viel schöner gewesen. Allerdings ist  die deutsche Synchronisation gut und die alten Lieder genau die aus dem Original. Sogar Belles neue Gesangsstimme klingt der der alten erstaunlich ähnlich … Einzig Madame Garderobe (Audra McDonal) hat mich mit ihrem arienhaften Gesang nicht für sich eingenommen – das war mir doch zu viel des Guten.

Und man merkt einfach, dass der Cast unheimlich viel Spaß beim Drehen hatte. Die großen Gesangsszenen weckten in einem die Lust, mitzusingen und mitzutanzen, die Freude kam richtig herüber. Obwohl ich kein Luke Evans – Fan bin, muss ich sagen, dass er mich als Gaston beeindruckt hat. Er ist Gaston – die perfekte  Besetzung wie auch Emma Watson als Belle. Besser hätte man es nicht treffen können. Und das Biest – wie könnte man sich in ein so humorvolles, liebevolles Biest nicht verlieben? Mir persönlich hat es sehr gefallen, dass man Dan Stevens darunter erkannt hat. Seine Mimik, seine Gestik – das ist gut gemacht.

Der heimliche Star des Films ist jedoch Josh Gad als LeFou – ich liebe diesen kleinen Knirps in der Realverfilmung. Er hat ein Herz, merkt, was richtig und falsch ist, und wird einfach hervorragend dargestellt.  Die Darsteller-Riege ist hochkarätig besetzt und das merkt man – jede Szene passt, jede Rolle ist perfekt besetzt. Es wurde sichtbar Herzblut in die Suche nach den richtigen Charakteren gesteckt.

Mein einziger Wermutstropfen sind die animierten Lieblinge Lumiére, Mrs. Potts, Tassilo, von Unruh und all die anderen. Da merkt man durchaus den Haken an solchen Verfilmungen. Die Effekte erreichen einfach nicht den Charme der damaligen animierten Figuren. Sie waren eingeschränkt in ihrer Art und Weise, in ihrer Mimik, ihrer Gestik – sie erreichten mich nicht. Nur durch ihre Stimmen. Diese Probleme habe ich kommen sehen und sie wurden bestätigt.

Dafür haben mich die 3D-Effekte das erste Mal überzeugt: Ich wandelte im wundervollen Schloss, ich befand mich mitten im Kampf der Dorfbewohner gegen die Schlossbewohner – ich war mittendrin statt nur dabei.

Trotz der Mängel ist dieser Film einfach bezaubernd, ich habe gelacht, gelitten, wollte singen und tanzen – und habe zum Schluss fast ein Tränchen verdrückt.

Fazit:

Gelungene Realverfilmung aus dem Hause Disney

Trailer:

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Zeit für einen Neubeginn

Herzlich Willkommen auf www.pm-thinks.com

Zeit für einen Neubeginn

Nach fast 7 Jahren, die ich glücklich als Moon von www.thoughtsofmoon.com verbracht habe, war es für mich an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Bereits seit zwei Jahren fühle ich mich nicht mehr als Moon, ich habe mich verändert, mein Leben hat sich verändert – nun soll sich das auch in meinem Blog wiederspiegeln.

Zeit für einen Neubeginn!

Daher freue ich mich, euch meine neue Seite vorstellen zu dürfen!

Auch weiterhin werdet ihr hier Rezensionen, Filmkritiken und weiteres finden – alles, was mich persönlich interessiert.

Ich gebe auch Lese-Tipps, interessante Filme, Serien, die man sehen muss, zeige euch Fotografien, erzähle aus meinem Leben – eben, woran ich denke.

Lasst uns gemeinsam die schönen Seiten des Lebens genießen!

Der Blog ist mit meinen alten Beiträgen bereits gut gefüllt, ich habe Stunden damit zugebracht, alte Rezensionen und Filmkritiken aufzupolieren und für mein neues Blogger-Dasein herzurichten.

Schaut euch um, lest euch durch – ihr findet alle Beiträge nach Alphabet geordnet auf der entsprechenden Seite.

Ich hoffe, meine neue Seite gefällt euch genauso gut wie mir.

Falls ja: abonniert mich, folgt meiner Facebookseite oder auf Instagram, wo ich euch regelmäßig über Bücher, Filme und allem drum und dran auf dem Laufenden halten werde. Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

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Rezension: Das Leben zwischen Hier und Jetzt von Cara Mattea

Cover: Cara Mattea

Autorin: Cara Mattea
Verlag: books2read
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: eBook 5,99 €
Genre: Liebesroman

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Inhalt:

Emilia, genannt Mila, zieht von München nach Berlin, um an der Charité weiterhin Medizin zu studieren. Hals über Kopf zieht sie in eine WG mit der Modestudentin Silvana, die sie allerdings nicht zu leiden scheinen könnt. Dort lernt sie auch deren Ex und Kommilitonen Leo kennen und verliebt sich das erste Mal in ihrem Leben. Doch Leo hat eine Vergangenheit, die ihn jederzeit abstürzen lassen kann, und eine Zukunft, die den beiden alles abverlangt.

Meine Meinung:

Ich bin schwach, ganz schwach. Eine kleine Anzeige auf Facebook, die dazugehörige Leseprobe gelesen – und schwupps, dieses Buch gekauft.

Auch, wenn ich mit Studenten nicht allzu viel anfangen kann, hat es mich nach der Leseprobe interessiert, wie es mit Mila weitergeht. Die Charaktere schienen mir viel Potenzial zu haben, die Story klang nach einer schönen Liebesgeschichte zwischendurch.

Dann hab ich das Buch gelesen. Eins muss man sagen: Es ist eine schöne, aber auch traurige Liebesgeschichte für zwischendurch. Anders, als man anders erwartet.
Und leider mit Mängeln. Mängel, die ich nicht mal richtig in Worte fassen kann …

Ich probiere es dennoch:

Mila ist für mich der einzige authentische Charakter in dem Buch. Die anderen, interessanten Nebencharaktere, die eigentlich liebevoll geschildert werden, nehmen fast keinen Raum ein. Als wären sie nur da, damit es außer den beiden Protagonisten noch jemanden gibt. Der beste Freund Milas, Phil, taucht nach anfänglicher Eifersucht Leo gegenüber einfach nicht mehr auf. Dabei bräuchte sie gegen Ende doch jemanden, der ihr Halt gibt. Handlungsstränge mit den Kollegen aus dem Kiezkind werden ebenso nicht wieder aufgegriffen, was ich schade finde.

Mein größtes Problem war sicherlich, dass ich mit Leo nicht richtig warm wurde. Obwohl die Geschichte aus Milas und Leos Sicht geschildert wird, war er für mich nicht wirklich greifbar, es war eine gewisse Distanz da, die ich nicht in Worte fassen kann. Stellenweise war er sehr liebevoll, man konnte seinen weichen Kern durchaus erkennen – diesen Leo mochte ich. Dann wieder hat er mich mit seiner Art ein wenig genervt. Es war ein Auf und Ab, weswegen ich bei den entscheidenden Punkten nicht wirklich mitlitt.

Zu eben jenen entscheidenen Punkten: Eine große Wendung der Geschichte wurde im Prolog schon vorweggenommen, was ich sehr schade fand. Diese Szene hätte man auch als Traum einbinden können, denn sie war sehr intensiv, gab der Geschichte schon eine Richtung vor, die vielversprechend war. Der andere große „Twist“ war leider sehr früh erkennbar, wodurch man wusste, welche andere Richtung noch eingeschlagen wird. Ob das gewollt war, weiß ich natürlich nicht.

Letztendlich hat das Buch seine guten Seiten, weswegen ich es gerne weitergelesen habe, aber auch seine Mängel, die es mir schwer machen, den Roman zu bewerten. Ich hätte mir mehr gewünscht. Mehr Nähe zu den Charakteren. Mehr Liebe, mehr Leid (für mich als Leser), mehr von den Nebendarstellern. Aber vielleicht kommt das ja in Band 2 – ich bin gespannt!

Durch den lockeren, sehr jugendlichen (teils zu jugendlichen) Schreibstil liest man die Geschichte flüssig weg, man baut zu gewissen Charakteren eine leicht distanzierte Nähe auf, aber es hat nicht gereicht, um richtig mitzuleiden – was ich mir bei solch einem Thema gewünscht hätte. 

Fazit:

Potenzial nicht voll ausgeschöpft
 
 
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